- Der Irankrieg hat die Hoffnung auf eine Erholung in der bayerischen Wirtschaft zerschlagen.
- Die Geschäftslage bleibt im Tief gefangen. Alle Branchen rechnen mit schlechteren Geschäften.
- Die Zurückhaltung der Unternehmen bei Inlandsinvestitionen verfestigt sich.
- Der Stellenabbau nimmt weiter zu.
BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl sieht die Ursachen vor allem in der Politik und den Rahmenbedingungen: „Ausbleibende Reformen und ein neuerlicher Energiepreisschock würgen das Wachstum ab.“ Demnach sind die Geschäftserwartungen über alle Branchen hinweg eingebrochen. Der entsprechende Saldo rutschte damit erstmals seit Beginn des vergangenen Jahres wieder in den negativen Bereich.
Energiepreise und Arbeitskosten belasten Betriebe
Als Hauptrisiko nennen 65 Prozent der Firmen die sprunghaft gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Dicht dahinter folgen unattraktive wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (64 Prozent), eine schwache Inlandsnachfrage (62 Prozent) und rekordhohe Arbeitskosten (58 Prozent). Diese Belastungen bremsen die Betriebe massiv aus. Die aktuelle Lage variiert je nach Sektor: Während Dienstleister und Teile des Baugewerbes noch verhalten positive Meldungen liefern und die Industrie stabil läuft, kämpfen Handel und Tourismus spürbar mit der Konsumzurückhaltung der Verbraucher.



