Mittelstand in Bayern
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Umfrage: Mittelstand zeigt sich vorsichtig optimistisch

Die große Mehrheit der Mittelständler schaut optimistisch in die eigene Zukunft: Fast 80 Prozent der Unternehmen sind laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) davon überzeugt, dass ihr eigenes Unternehmen die Krise überleben wird, wenn auch mit Umsatzeinbußen.  Deutlich wird aber auch: Der Mittelstand ist unzufrieden mit dem jüngsten Konjunkturpaket der Bundesregierung. Nur ein Viertel der Unternehmerinnen und Unternehmer halten die Maßnahmen für ausreichend, um die deutsche Wirtschaft wiederzubeleben. Eine Verbesserung der Auftragslage, Auslastung und Nachfragesituation spürt bisher nur jeder vierte Mittelständler.

Mittelstandspräsident Mario Ohoven betont: „Wirtschaft ist zu einem großen Teil Psychologie: Die Bundesregierung sollte deshalb jetzt einen konkreten Maßnahmen- und Zeitplan zur dauerhaften Entlastung der Mittelständler vorlegen, um Investitionen und damit Wachstum zu fördern. Dazu gehören die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für alle, die Senkung der Stromsteuer und ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent auf Dauer.“

Der Mittelstandspräsident hält es darüber hinaus für extrem wichtig, schon jetzt in neue Strukturen nach der Coronakrise zu investieren, die zum Wiederaufbau der Wirtschaft beitragen. „Die große Frage bei den riesigen Ausgaben der Regierung ist für mich: Wie verbinden wir Krisenbewältigung mit Strukturpolitik“, so Ohoven.

An der Blitzumfrage des BVMW nahmen rund 1.700 Unternehmer*Innen in ganz Deutschland teil.

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