Mittelstand in Bayern
Alle NewsNews Bayern

Die Top 10 Engpassberufe in Bayern 2026

In Bayern spitzt sich der Fachkräftemangel im Mittelstand so stark zu wie in kaum einem anderen Bundesland. Während im bundesweiten Durchschnitt etwa jede dritte Stelle unbesetzt bleibt, kann im Freistaat rechnerisch jede zweite offene Stelle in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht besetzt werden. Das Besondere an der bayerischen Arbeitsmarktsituation ist die Verteilung der Probleme: Der Mangel konzentriert sich hier nicht auf wenige Kernberufe, sondern verteilt sich laut KOFA-Studie extrem breit über viele verschiedene Berufsfelder. Lediglich ein Viertel der gesamten Fachkräftelücke entfällt auf die zehn größten Engpassberufe. Das stellt Betriebe vor immense Herausforderungen. Entsprechend konstatiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw): 
„DER FACHKRÄFTEMANGEL BLEIBT FÜR UNTERNEHMEN TROTZ STRUKTURKRISE LANGFRISTIG EINE GROSSE HERAUSFORDERUNG.“
Besonders stark betroffen ist die bayerische Schlüsselindustrie im Bereich Produktion und Fertigung. Industriemechaniker und Feinwerkmechaniker fehlen an allen Ecken. Da der Freistaat zudem stark durch ländliche Räume geprägt ist, in denen KMU oft bis zu 80 Prozent der offenen Stellen in Engpassberufen ausschreiben, schlägt der demografische Wandel hier besonders gnadenlos zu. Findet ein Betrieb im Allgäu oder in Niederbayern keine Elektriker oder Pflegekräfte mehr, droht oft der direkte wirtschaftliche Stillstand.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssen Betriebe flexiblere Wege gehen und verstärkt in die eigene betriebliche Ausbildung sowie die gezielte Weiterbildung ihrer Bestandsbelegschaft investieren.

Basierend auf den Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln und den Daten des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) im Sektor Mittelstand konzentrieren sich die personellen Engpässe im Freistaat vor allem auf beruflich qualifizierte Fachkräfte. Die am stärksten betroffenen Berufsgruppen sind:

    1. Altenpflege: Bundesweit und regional die größte Personallücke.
    2. Gesundheits- und Krankenpflege: Akuter Mangel in Kliniken und Heimen.
    3. Bauelektrik: Enormer Bedarf durch Energiewende und Sanierungen.
    4. Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Dringend gesuchte Handwerker.
    5. Kraftfahrzeugtechnik: Hohe Nachfrage nach Kfz-Mechatroniker:innen.
    6. Kinderbetreuung und -erziehung: Erzieher:innen fehlen in vielen Kitas.
    7. Berufskraftfahrer (Güterverkehr): Logistikengpässe belasten Zuliefererketten.
    8. Industriemechanik: Kernberuf der bayerischen Produktion und Fertigung.
    9. Feinwerkmechanik: Spezifischer Mangel im industriellen Mittelstand.
    10. Physiotherapie: Steigender Bedarf im Gesundheitswesen.


Ähnliche Artikel

„Wir brauchen einen Staatsminister für Digitales – mit mehr als einem Klingelschild. Dieser Minister braucht Rechte und Ressourcen. Unter anderem sollte er einen Digitalvorbehalt bei allen Gesetzesvorhaben ausüben und bestehende Gesetze hinsichtlich ihrer Digitalverträglichkeit prüfen.“

webmaster MIB

„Verlieren wir im digitalen Rausch unsere Lebensfreude, Emotionalität und Beziehungsfähigkeit?“

webmaster MIB

„Verantwortungsvoll Wirtschaften“ mit Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet

webmaster MIB

Einen Kommentar hinterlassen

* Mit der Nutzung dieses Kontaktformulares erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.