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Cybersicherheit und KI – IT-Sicherheit ist Führungsaufgabe

  • Hacker-Angriffe erreichen 2026 mit prognostizierten 382 Prozent Anstieg im Vergleich zu 2023 einen neuen Hochstand.
  • Der Einsatz von KI auf beiden Seiten kreiert neue Angriffsmöglichkeiten.
  • Die Sicherung digitaler Resilienz wird immer mehr zur Führungsaufgabe.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im deutschen Mittelstand bringt neben Produktivitätssteigerung und Prozessoptimierung auch kontraproduktive Konsequenzen mit sich. So wird aus einer rezenten Daten- und Studienauswertung der Transferstelle Sicherheit deutlich, dass die Qualität von Cyberangriffen ein neues Ausmaß angenommen hat: demnach sind Ransomware-Angriffe auf deutsche KMUs im Vergleich zu 2023 um 281 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2026 wird ein weiterer Anstieg um 382 Prozent prognostiziert. Der fortschreitende Einsatz von KI macht es für Hacker zunehmend leichter, erfolgreiche Angriffe durchzuführen. Damit sind nicht nur überzeugendere Phishing-Mails gemeint, sondern auch komplexe, eigenständig laufende Angriffswellen.  Darüber hinaus schaffen KI-Anwendungen im Alltag von KMUs neue Angriffsflächen, die für Hacker attraktiv erscheinen.

Der Faktor Mensch als Einfallstor

Sei es, indem Hacker aktiv nach verwundbaren Stellen im System suchen, gezielt Schadsoftware generieren, oder aber ihren eigenen Code mithilfe von KI-Komponenten verschleiern – die Hürde für Cyberangriffe ist mittlerweile um einiges niedriger als bisher. Meistens zielen die Angreifer insbesondere darauf ab, die Strukturen der unternehmensinternen IT von innen heraus zu destabilisieren. Das bedeutet konkret: mithilfe von Schadsoftware analysieren sie Netzwerke nach weiteren angreifbaren Systemen oder Diensten, reagieren auf etablierte Firewall-Regeln, stellen sicher, dass die Malware auch nach einem Neustart aktiv bleibt, oder übernehmen im schlimmsten Fall die vollständige Kontrolle der IT.

Auch wenn der Fortschritt der KI seinen Teil beiträgt, so ist der Faktor Mensch immer noch der häufigste wunde Punkt. Der Selbstcheck der CYBERsicher Notfallhilfe zeigt, dass 20 Prozent aller Notfallanfragen von KMUs auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sind. Rund die Hälfte dieses Fehlverhaltens dreht sich um die Aktivierung eines unbekannten Links.

So reagiert der Mittelstand

KMUs sind sich der Gefahren von Hacking-Angriffen durchaus bewusst. Fast jedes sechste Unternehmen ist deshalb proaktiv auf der Suche nach präventiven Maßnahmen, um Angriffe zu vermeiden.
Zudem befürworten 56 Prozent der befragten Unternehmen laut CYBERsicher Lagebild gesetzliche Pflichten zu angemessenen Maßnahmen für Cybersecurity. Diese umfassen beispielsweise bereits das in Deutschland geltende Recht NIS2, die sogenannte. „zweite Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie“: Verabschiedet im Jahr 2022 durch das Europäische Parlament hat die Richtlinie zum Ziel, die Cyberresilienz in der EU zu stärken. Für die Geschäftsführung der betroffenen Unternehmen bedeutet diese Regelung vor allem eins: Informationssicherheit ist nicht mehr nur Sache des Fachpersonals. Vielmehr ist das Thema zur Führungsaufgabe geworden, die mit klaren rechtlichen Konsequenzen verbunden ist.

Das bedeutet, Maßnahmen, die bereits Wirkung zeigen, konsequent weiter zu denken: die Anfertigung von Sicherheitskopien, die regelmäßige Aktualisierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen und nicht zuletzt die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden sind mit die wichtigsten Faktoren, um digitale Resilienz im Unternehmen zu fördern – insbesondere mit Blick darauf, welchen technischen Fortschritt KI mit sich bringt.

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