Mittelstand in Bayern
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Wegen geplanter Mehrwertsteuer-Erhöhung will die Hälfte aller Deutschen auf Restaurantbesuche verzichten

Eine aktuelle repräsentative Verbraucherbefragung, die das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag des
Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. ( dti ) durchgeführt hat, ergab, dass mehr als die Hälfte aller Deutschen noch stärker als bisher auf Gastronomiebesuche verzichten würde, wenn die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie auf 19 Prozent erhöht würde, wie es die Regierung aktuell plant. Die Gründe dafür sind schnell benannt: Zu hohe Preise und die Absicht zu sparen.

Die Folgen der Mehrwertsteuer-Erhöhung wären damit fatal. Der BVMW Bayern betont, dass durch eine Anhebung der Mehrwertsteuer nach Berechnungen der DEHOGA allein in Bayern circa 2.400 Betriebe vor dem Aus stehen. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer hätte nicht nur dramatische Folgen für diese Betriebe, sie würde auch den drastischen Abbau von Ausbildungsplätzen im Gastronomiebereich und damit die Perspektivlosigkeit für viele Auszubildende bedeuten.

Der Mittelstand bewertet den Beschluss der Ampel-Regierung, den reduzierten Steuersatz für Speisen in der Gastronomie auslaufen zu lassen und ab 2024 wieder auf 19 Prozent zu erhöhen, daher als dramatische Fehlentscheidung.

„Bis vorgestern gab es positive Signale für eine weitere Verlängerung der Mehrwertsteuer-Reduzierung aus der Ampel-Spitze in Berlin. Im aktuellen Haushaltschaos müssen die Regierungsparteien aber jetzt wohl jeden Cent zusammenkratzen, um bereits verbindlich zugesagte Projekte überhaupt noch finanzieren zu können. Das geschieht auf Kosten der Gastronomie und einmal mehr auf dem Rücken der Verbraucher und Verbraucherinnen“, sagt Achim von Michel, Politikbeauftragter im Verband Der Mittelstand.BVMW in Bayern.

„Die Politik hat einmal mehr sämtliche Warnungen von Branchenverbänden in den Wind geschlagen. Sie geht statt dessen einen Sonderweg im Vergleich zu anderen europäischen Staaten auf Kosten der Betriebe und der Bürger, um das Steueraufkommen zu erhöhen. Denn Pandemie, Energie- und Inflationsschock sowie ein massiver Fachkräftemangel haben bisher eine Erholung der Gastronomiewirtschaft verhindert. Im Gegenteil: rund 6.500 Betriebe gibt es seither Bayern schon nicht mehr. Die jüngste Entscheidung vernichtet erneut zehntausende Arbeitsplätze in Bayern und in ganz Deutschland“, so von Michel.

Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Regierung diese Entscheidung nochmals überdenkt.

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