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Verbessertes Krisenmanagement durch KI

Im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz“ wurden vom Bundeswirtschaftsministerium vier Forschungsprojekte zur Prävention und Bewältigung von Krisen gefördert. In den Projekten sollen neue KI-Methoden im Zusammenhang mit Pandemien und anderen Krisensituationen geprüft werden. Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium die Projekte mit rund 44 Millionen Euro unterstützt.

KI soll bei der Koordination von Rettungseinsätzen helfen

Die Flutkatastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben gezeigt, wie wichtig es ist auf Krisensituationen gut vorbereitet zu sein. Bislang war die Vorbereitung mangelhaft, weshalb es unter anderem zu so massiven Schäden kommen konnte. Damit dies in Zukunft nicht mehr passiert, soll KI mehr in das Krisenmanagement mit einbezogen werden. Denn KI kann helfen passgenaue elektronische Dienste zu liefern, die z.B. Hilfseinsätze koordinieren können.

Es ist bereits das dritte Mal, dass Unternehmen im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz“ für Projekte ausgezeichnet werden. Es sollen hierbei vor allem die Erfordernisse und Möglichkeiten von mittelständischen Unternehmen beachtet werden, damit diese die prämierten Projekte auch in ihren eigenen Unternehmen integrieren können. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU begrüßte die neuen Vorhaben und sagte: „Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten ein enormes Potential, das wir mit unserer Förderung unterstützen wollen.“

Vier innovative KI-Projekte vom Wirtschaftsministerium ausgezeichnet

Das erste Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet wurde, heißt SPELL und steht für Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Lagemanagement. Hier sollen Leitstellen im Krisenfall durch KI unterstützt werden, um schnellstmöglich und optimal angepasst reagieren zu können. Das zweite Projekt heißt ResKriVer (Kommunikations- & Informationsplattform für resiliente, krisenrelevante Versorgungsnetze). Dieses Konzept schafft eine Plattform zur Sammlung, Generierung und Kommunikation von krisenrelevanten Informationen sowie zur Prognose von Auswirkungen von Engpässen in den Versorgungsnetzwerken. Ein weiteres Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, trägt den Namen CoyPu (Cognitive Economy Intelligence Plattform für die Resilienz wirtschaftlicher Ökosysteme) und entwickelt eine Plattform, die tagesaktuelle Prognosen im Zusammenhang mit Krisen liefern kann. PAIRS ist das letzte ausgezeichnete Projekt und steht für Privacy-Aware, Intelligent and Resilient Crisis Management und ist darauf ausgerichtet, Krisen schneller vorhersehen zu können.

Auch wenn sich durch diese innovativen Projekte die Ursachen von Krisen und Umweltkatastrophen nicht verhindern lassen, so können sie doch dafür sorgen, dass Schäden in Zukunft minimiert werden.

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