Bildnachweis: Karin Jung / pixelio.de

Erfolgreich in München: Innovation Unternehmergipfel 2014

Veröffentlicht: 17.09.2014

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Alle reden von Digitalisierung – aber was bedeutet das konkret für die Wirtschaft und welche Anforderungen müssen die Unternehmen erfüllen? Welche Strukturen müssen gegeben sein und wie schaffen wir es, den einzelnen Mitarbeiter in dieser Transformation mitzunehmen? Mit dem Fazit „Die Industrie der Zukunft haben wir selbst in der Hand“ diente der diesjährige „Innovation – Unternehmergipfel“ als Impulsgeber, um die Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu bewältigen.

Mit einem attraktiven Programm lud Bayern als gastgebendes Bundesland gemeinsam mit A.T. Kearney und der Otto Wassermann AG als Mitveranstalter die Teilnehmer dazu ein, sich praxisnah mit Trends und Impulsen aktueller Leitbranchen vertraut zu machen. Als weitere Partner unterstützten u.a. das RKW Kompetenzzentrum und die Schaeffler AG die Veranstaltung. Experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Netzwerken und Politik gaben im Rahmen des „Innovation – Unternehmergipfels“ einen Tag lang Einblicke in die tägliche Innovationspraxis. Die Veranstaltung präsentierte neben einem hochkarätigen Eröffnungsplenum mit dem Leitthema „Innovation und Zukunft“ zwölf Themenforen und lockte damit über 500 Fach- und Führungskräfte nach München. Mit dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums wurde ein idealer Veranstaltungsort für den „Innovation – Unternehmergipfel“ gefunden, bildet es doch eindrucksvoll die Entwicklungsmöglichkeiten der Wirtschaft ab.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Neue digitale Marktführer revolutionieren die Wirtschaft. Junge Unternehmen erobern den Markt und werden zu Weltmarktfüh¬rern. Start-ups mit innovativen Ideen, Produkten oder Dienstleistungen sind eine wesentliche Grundlage für unsere wirtschaftliche Zukunft. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und können dazu beitragen, traditionelle Arbeits¬plätze zu erhalten. Um dies zu erreichen, wollen wir unsere Erfolgs- und Tradtionsunternehmen mit der neuen digitalen Welt und den jungen innovativen Gründern vernetzen. Dadurch können sie Kooperationsmöglichkeiten erkennen und die spezifischen Stärken jeweils gegenseitig nutzen.“ „Der Innovationsgipfel ist ein starkes Signal für die Wirtschaft und für die Region“, so die Wirtschaftsministerin weiter.

Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft betonte in seinem Impulsvortrag: „Um drängende Herausforderungen wie Rohstoffknappheit sowie Klima- und demografischer Wandel zu bewältigen, müssen wir globale Antworten finden und Technologien entwickeln, die nachhaltig sind. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Digitalisierung und damit der Frage nach Datensicherheit und Datensouveränität zu. Ein Erfolgsfaktor für zukunftsfähige Innovationen ist die Zusammenarbeit über die Grenzen der Disziplinen hinweg. Als Europas größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung setzt Fraunhofer genau an diesen Punkten an und trägt zu einem raschen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die industrielle Praxis bei.“

Potenziale am Innovationsstandort Deutschland

Im Laufe der Veranstaltung stellten Akteure und Experten aus Wissenschaft und Praxis ihre Strategien vor und demonstrierten das Innovationspotential des Standorts Deutschland. Welche Trends in Zukunft zu erwarten sind, wurde unter anderem im Eröffnungsplenum diskutiert.

Hier gab Dr. Kai Engel, Partner der A.T. Kearney GmbH, zu bedenken „Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck aus China und den USA ist stark. China demonstriert mit innovativen Unternehmen globale Größe und hohe Wettbewerbsfähigkeit. Newcomer wie Xiaomi zeigen, wie chinesische Start-ups in kürzester Zeit an Samsung und Apple erfolgreich mit hochwertigen, aber preiswerten Produkten und „coolem Image“ vorbeiziehen können. Die systematischen Initiativen Chinas zur Steigerung der Innovationskraft werden diese Beispiele vervielfachen. Ganz anders die USA – sie definieren den Wettbewerb u.a. durch günstigere Rohstoff- und Energiekosten neu. In diesem Umfeld müssen wir zielgerichteter und schneller innovieren. Das heißt: bessere Innovationsstrategien und kollaborativere Ansätze in
Wertschöpfungsnetzwerken“.

„Jetzt sind die Unternehmen gefordert, wirksame organisatorische Voraussetzungen zum Innovieren zu schaffen. Mit Aufbauorganisationen aus Kaisers Zeiten kommen wir heute nicht mehr weiter’“, unterstrich Otto Wassermann, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Wassermann AG, die Relevanz der unternehmerischen Freiräume für die Mitarbeiter bei der Organisation der internen und externen Prozesse. „Konsequente Kundenorientierung, erfrischende Innovationskraft und hohe Leistungsbereitschaft, wie sie Start-ups auszeichnen, können groß gewordene Unternehmen im Wettbewerb entscheidend stärken.“

Einblicke in Fremdes und Neues gewinnen

In den zwölf unterschiedlichen Innovationsforen beschäftigten sich die Teilnehmer mit aktuellen Trends und Entwicklungen in allen Unternehmensbereichen – von der Industrie 4.0 über die Mobilität der Zukunft bis hin zu den Perspektiven der Energiewende. Dabei standen der Mensch als verbindendes Element und die Frage, was diese Entwicklungen für Auswirkungen auf die Arbeitswelt der Zukunft haben wird, im Mittelpunkt. Führende Spitzenunternehmen und Wissenschaftler gewährten den Vorständen, Geschäftsführern und Entscheidern einen Einblick in ihre tägliche Innovationspraxis. Mehr als 70 Referenten und Coaches präsentierten den Vertretern wachstumsorientierter Unternehmen neue Innovationstrends für globale Märkte. Die direkte Einsicht in Entwicklungen verschiedener Branchen gab Antriebe und neue Denkanstöße für strategische, konzeptionelle und technologische Entscheidungen im unternehmerischen Alltag.

Einen spannenden Abschluss lieferte Urs Meier. Der ehemalige Fifa Schiedsrichter schlug eine Brücke zwischen Spitzensport und Unternehmertum indem er die Herausforderungen aufzeigte, sowohl im Sport als auch in der Wirtschaft unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zum Ausklang tauschten sich die Teilnehmer über die Ergebnisse des „Innovation – Unternehmergipfels“ aus. Gerade in der Vernetzung klassischer Innovationsfelder sahen die Teilnehmer großes Potential. Sie bestätigten, dass der Ausbau von Kooperationen sowie der „Blick über den Tellerrand“ höchste Priorität genießen.

„‚Digitale Transformation in einem stetigen Innovationsprozess sind die Erfolgsfaktoren für unternehmerischen Erfolg“ so Markus Garn, Herausgeber des INNOVATIONSMANAGERs und Initiator des Innovationsgipfels, „nur so sind die komplexen Herausforderungen der Zukunft nachhaltig zu lösen“.

Veranstalter des „Innovation – Unternehmergipfels“ ist das F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte in Frankfurt am Main. Weitere Informationen zum „Innovation – Unternehmergipfel“ sind unter www.innovationsgipfel.de erhältlich.

Fotonachweis: Karin Jung, pixelio.de

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