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Das Milliardengeschäft Bundesliga

Fußball Bundesliga

Jedes Wochenende pilgern tausende Fans in die Bundesliga Stadien (Bild: pixabay)

In der kommenden Woche startet mit der deutschen Fußball Bundesliga nicht nur die höchste deutsche Fußballliga, sondern auch ein Milliardengeschäft. Gewaltige Summen werden durch Tickets, Merchandising und Werbung umgesetzt. Nicht zuletzt kann man auch auf die Bundesliga wetten. Bereits in der Spielzeit 2015/2016 setzte die Bundesliga insgesamt mehr als 3 Milliarden Euro um. Dabei erwirtschafteten 13 der 18 Erstligisten mehr als 100 Millionen Euro.

TV-Rechte

Auch das Recht, die Spiele im TV übertragen zu dürfen, lässt sich die Bundesliga einiges kosten. Insgesamt über 1 Milliarde Euro erhalten die Clubs der ersten und zweiten Bundesliga in der Saison 2019/20 für die Übertragungsrechte. Zum Vergleich: Noch zur Saison 2005/06 lag die Summe bei knapp 300 Millionen Euro. Deutlich geschlagen wird die Bundesliga allerdings von der englischen Premier League. Die höchste englische Spielklasse kassierte für die drei Spielzeiten von 2016/17 bis 2018/19 umgerechnet 6,9 Milliarden Euro.

Merchandising

Eine weitere Einnahmenquelle für die Bundesligaclubs ist der Fanartikelverkauf. Die billigsten Heimtrikots, ohne Beflockung, kosten knapp 75 Euro, für ein Trikot von Bayern München muss man fast 90 Euro hinlegen. Möchte man für eine Spiel im Stadion passenden gekleidet sein, Trikot, Mütze, Schal, Jacke, muss schnell ein Betrag über 200 Euro investiert werden. Doch auch abseits der klassischen Fanartikel kann genug Geld ausgegeben werden. Egal ob klein oder groß, jung oder alt – es gibt nichts, was es nicht gibt: Schnuller, Strampler, Brillen, Schmuck, Taschen, Tassen, Gürtel, Krawatten, Anhänger und so weiter…

Werbung

Durch ihre große mediale Präsenz ist die Bundesliga natürlich auch eine ideale Werbeplattform. Allein der FC Bayern München erhält von seinem Trikotsponsor, der Telekom, 35 Millionen Euro pro Jahr. Durchschnittlich verdienen die 18 Bundesligaclubs circa 10 Millionen Euro auf diese Weise. Daneben zahlen Sponsoren für Bandenwerbung, Events mit den Profis oder lediglich die Erwähnung als Partner in der aktuellen Stadionzeitung.

Tickets

Früher Haupteinnahmequelle der Vereine, ist die Bedeutung der Ticketverkäufe in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Betrachtet man die Preise und die Größe der Stadien, nimmt das „Ticketing“ trotzdem einen nicht geringen Platz bei den Einnahmen ein. In der Saison 2018/19 kostet das billigste Tagesticket 12 Euro: ein Stehplatz beim TSG Hoffenheim. Am meisten konnte man bei Hertha BSC in Berlin bezahlen, für die teuerste Tageskarte verlangte der Hauptstadtclub 99 Euro. Der FC Bayern befindet sich mit 70 Euro nur im oberen Mittelfeld. Daneben gibt es natürlich auch noch Logen und VIP-Tickets, die dementsprechend mehr kosten.

Drumherum

Im Umfeld des eigentlichen Clubs sind unterschiedlichste Subunternehmen angesiedelt, die an der Bundesliga ordentlich verdienen. Sportanalysefirmen werten softwaregestützt Spiele für den Trainerstab aus, Sicherheitsunternehmen stellen die Ordner für Heimspiel, Handwerker und Wartungsservice kümmern sich um die Stadien und Vereinsgelände und Gastronomieunternehmen sorgen für die nötige Verpflegung im Stadion. Insgesamt schaffte die Bundesliga bereits in der Saison 2013/14 mehr als 150.000 Arbeitsplätze.

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