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Die Übergabe eines Betriebes an die nächste Generation kann eine Herausforderung darstellen (Bild: Pixabay)

Zukunftsrisiko Generationswechsel

Veröffentlicht: 19.01.2018

Die Frage nach der Nachfolge ist in Familienunternehmen von zentraler Bedeutung für die Zukunft des Betriebes. Doch die Neuregelung an der Spitze läuft nicht immer problemlos ab. Wenn die Übergabe an einen Nachfolger scheitert, gefährdet dies jedoch nicht nur den Betrieb in seinem Bestand, sondern auch viele Arbeitsplätze.

Umso besorgniserregender ist nun, dass immer mehr Unternehmen hierzulande vor einem Generationswechsel stehen. Dies ergibt eine aktuelle Studie der K.E.R.N Beratergruppe. Zudem überrascht die in der Studie festgestellte dramatische Alterung deutscher Chefs – selbst vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland.

42 Prozent der Unternehmenslenker in Deutschland über 55

Insgesamt sind demnach 42 Prozent aller Unternehmenslenker bereits heute älter als 55 Jahre. Dies bringt eine steigende Zahl von Generationswechseln in den nächsten Jahren mit sich, da die geburtenstärksten Unternehmerjahrgänge auch langsam an die Rente denken müssen. Geeignete Nachfolger hingegen lassen sich oftmals schwer finden.

„Woher sollen denn die nachfolgenden Unternehmer kommen?“, fragt dazu K.E.R.N. Partner Holger Habermann. „Die geburtenschwachen Jahrgänge erzeugen bereits heute einen dramatischen Fachkräftemangel und ziehen automatisch einen Unternehmermangel nach sich. Die Organisation erfolgreicher Generationswechsel ist damit auch das größte Zukunftsrisiko für deutsche Familienunternehmen.“

1,5 Millionen Arbeitsplätze betroffen

Die Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, die in Deutschland eine Nachfolge für ihre Führungskräfte organisieren müssen, steigt laut der Studie bis 2022 um rund 63 Prozent auf 311.889. Dies betrifft dadurch über 1,5 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland.

„Erfolgreich organisierte Nachfolgeregelungen werden damit letztlich zu einer Zukunftsfrage für die weitere Entwicklung der Wirtschafts- und Innovationskraft der Bundesrepublik“, so K.E.R.N-Partner Roland Greppmair.

In Oberbayern 12.000 Firmen bis 2021 betroffen

Allein in Oberbayern müssen nach einer IHK-Schätzung beispielsweise bis 2021 fast 12.000 Unternehmensinhaber mit rund 200.000 Beschäftigten eine Nachfolgelösung finden.

Unternehmer, die sich für das Thema Unternehmensnachfolge interessieren, können hilfreiche Informationen für einen erfolgreichen Übergang hierzu bei der BVMW-Veranstaltung „Unternehmensnachfolge in der Praxis“ am 20. Februar in München erhalten.

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