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Mittelstand in Bayern

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Was erfolgreiche Internationalisierung ausmacht  

Erfolgreichen Mittelständlern eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten, ihr Geschäft international auszuweiten. Auch die fortschreitendende Globalisierung trägt dazu bei. Gerade in unsicheren Zeiten hilft es, neue Märkte zu erschließen, um sich Wachstum und diversifizierte Umsatzströme zu sichern.  

Verschiedene Hürden, neue Märkte zu erschließen 

Doch für eine erfolgreiche Internationalisierung gibt es zahlreiche Hürden: So unterscheiden sich die verschiedenen Wirtschafts- und Rechtsordnungen von Land zu Land, vor allem wenn es über die Grenzen der EU hinaus gehen soll. Auch unterschiedliche Konsumgewohnheiten und die Kulturen der Kunden in fremden Ländern stellen ein Problem dar. Am Anfang jeder internationalen Expansion sollte daher die Informationsbeschaffung über die Bedingungen im Zielland stehen.  

Kulturelle Unterschiede  

Beispiele aus der Vergangenheit wie der Fall des US-amerikanischen Einzelhandelsriesen Walmart haben gezeigt, wie eine internationale Expansion schiefgehen kann, wenn die kulturellen Eigenheiten des Ziellands nur ungenügend berücksichtigt werden. Bei der Expansion in den deutschen Markt am Anfang dieses Jahrtausends übertrug der US-Konzern sein funktionierendes Konzept einfach auf Deutschland und ließ marktspezifische Unterschiede größtenteils außer Acht. Daher scheiterte der Markteinstieg nicht zuletzt an den Unterschieden zwischen der US-amerikanischen und der deutschen Einkaufskultur. International expandierende Unternehmen tun also gut daran, ihre Geschäftsmodelle an die jeweiligen Zielmärkte anzupassen. 

Herausforderungen im internationalen Webauftritt 

Aber nicht nur im Ladengeschäft, sondern auch online gibt es bei der Internationalisierung einiges zu beachten: Webseiten und digitale Werbetexte müssen optimal in die jeweiligen Sprachen übersetzt werden, Informationen und Ansprechpartner lokal angepasst werden. Verschiedene kulturelle Faktoren spielen auch hier eine Rolle, die es bei der Lokalisierung von Unternehmensauftritten zu berücksichtigen gilt. Hilfreich ist es hier, auf Mitarbeiter zu setzen, die die Gegebenheiten im Zielmarkt bestens kennen und mit den kulturellen Besonderheiten vertraut sind.  

Logistische Hürden: Frachtkosten, Zölle etc. 

Wenn es um den Export von Waren geht, sind auch logistische Hürden bei der Internationalisierung zu überwinden: Hohe Frachtkosten können die Folge sein, wenn Waren über den halben Globus verschickt werden müssen. Auch Zölle können fällig werden, wenn zwischen den Staaten keine Freihandelsabkommen bestehen.  

Generell sind bei der Internationalisierung verschiedene Rechtsordnungen und wirtschaftliche Regulierungen zu beachten, um drohenden Strafen zu entgehen. Möglicherweise sind im Ausland erweiterte Marken- und Patentrechte erforderlich. Daher macht es gerade für mittelständische Unternehmen Sinn, bei einer Internationalisierung des Geschäfts zunächst vor allem auf Nachbarländer oder die restliche EU zu setzen. 

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