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Rai 1 interviewt BVMW zur politischen Lage in Bayern

Ein Vertreter des italienischen Fernsehsenders RAI 1 befragte letzte Woche den Landesbeauftragten für Politik des BVMW Bayern, Achim von Michel, in einem Interview zur politischen Lage in Bayern.

Vor der Landtagswahl in Bayern fiel der Blick insbesondere auf den voraussichtlichen Einzug der AfD in den Landtag. Der Erfolg der AfD ließ im Interview die Frage aufkommen, warum in einem Land, dem es wirtschaftlich so gut geht wie Bayern, eine rechtpopulistische Protestpartei so stark ist. Schließlich habe man ja in vielen Gegenden Bayerns praktisch Vollbeschäftigung erreicht, so der Interviewer von Rai 1. In Italien hingegen ist der Siegeszug populistischer Parteien hingegen mit der anhaltend angespannten Wirtschaftslage vergleichsweise leichter zu erklären.

Unzufriedene Wähler gebe es auch in Deutschland trotz der guten Lage genug, meint von Michel. Um ihren Protest gegen bestehende Probleme zum Ausdruck zu bringen und den im Parlament vertretenen Parteien einen Denkzettel zu verpassen, wählten diese dann unter Umständen die AfD.

Deswegen seien aber viele dieser Wähler noch lange nicht rechtsradikal, betont von Michel. Zwar sei das Erstarken der AfD aufgrund ihrer fremdenfeindlichen Positionen durchaus beunruhigend, eine erfolgreiche Demokratie könne mit derlei Herausforderungen aber mit der Zeit fertig werden, so von Michel. Schließlich ist die AfD zurzeit weit von einer Regierungsbeteiligung entfernt und verhältnismäßig noch keine bestimmende Kraft.

„Italienische Verhältnisse mit zahlreichen Neuwahlen und der schlussendlichen Bildung einer populistischen Regierung drohen uns in Bayern daher nicht“, hofft von Michel. Noch bestehe außerdem keinerlei Grund zur Sorge, dass das demokratische System hierzulande durch die AfD gefährdet ist, so von Michels Fazit.

Den Beitrag des italienischen Fernsehens finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Ih_kENd6E6Q

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