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mIndex 2015: Einzigartige Studie in Deutschland zeigt SEO-Schwachstellen auf

Die deutsche Wirtschaft verschenkt durch SEO-Versäumnisse eigenes Umsatzpotenzial. Dieser Ansicht ist die Kölner mindshape GmbH und untermauert ihre Behauptung durch eine umfanassenden SEO-Branchenvergleich. 3.513 Unternehmenswebsites aus 15 Branchen wurden in Bezug auf Online Marketing im Allgemeinen und Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Speziellen unter die Lupe genommen – eine Fallzahl die diese SEO-Studie nach Aussage der Auftraggeber einzigartig in Deutschland macht.

Unter dem Titel „mIndex 2015. Welche SEO-Potenziale schlummern in Deutschlands Unternehmenswebsites?“ werden dabei die größten Optimierungsansätze aufgezeigt, die es für eine bessere Online Marketing Performance auszuschöpfen gilt. Der mIndex – ein von Mindshape entwickelter Index, der den Optimierungsgrad einer Website widerspiegelt – ermöglicht dabei den direkten Vergleich der untersuchten Websites und Branchen.

Die 33-seitige Studie richtet sich sowohl an Geschäftsführer und Entscheider in deutschen Unternehmen, Marketing-Verantwortliche, als auch an Online-Marketing-Experten und Suchmaschinenoptimierer.

Die Ergebnisse in Kürze

Insgesamt besteht in Bezug auf Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung großer Nachholbedarf bei deutschsprachigen Unternehmen. Das gilt für alle untersuchten Branchen über alle Bundesländer hinweg. So liegt der durchschnittliche mIndex für alle untersuchten Domains lediglich bei 0,37. Der mIndex der schwächsten Domains liegt bei 0,13 – insgesamt weisen vier Domains diesen Wert auf. Die beste Domain kann immerhin einen mIndex von 0,79 aufweisen.

Im Ost/West-Vergleich sowie im Nord/Süd-Vergleich treten eher kleine Unterschiede zutage. Die untersuchten Unternehmen aus den südlichen Bundesländern weisen einen durchschnittlichen mIndex von 0,37 auf, die norddeutschen Bundesländer von 0,36. Etwas größer ist der Unterschied zwischen den neuen und den alten Bundesländern (mit Berlin) – der durchschnittliche mIndex für die ostdeutschen Bundesländer liegt bei 0,35, derjenige für die westdeutschen Bundesländer bei 0,37. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen sind ebenfalls eher gering und bewegen sich zwischen 0,33 (Baugewerbe) und 0,40 (Pädagogik & Ausbildung).

Bereits viele grundlegende SEO-Techniken werden von den untersuchten Unternehmen nicht genutzt. So sind bei nur 48 Prozent der URLs überhaupt Meta-Descriptions vorhanden. Insbesondere im Bereich Crawlability besteht enormer Nachholbedarf: Die robots.txt und die sitemap.xml – welche als Indikatoren für eine bewusste Suchmaschinen-Optimierung gesehen werden können – sind eher rar gesät. Nur 55 Prozent der untersuchten Websi-tes haben eine robots.txt und lediglich neun Prozent verfügen über eine sitemap.xml.

Doch nur wer Online-Inhalte den Suchmaschinen leicht zugänglich macht, kann sich erfolgreich in den Google-Suchergebnissen positionieren. Damit stehen sich sehr viele Unternehmen mit ihren aktuellen Websites in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung selbst im Weg, weil schlichtweg das notwendige Fundament fehlt.

Die Responsivität einer Website spielt mittlerweile eine große Rolle – täglich surfen Menschen mehr und mehr mit Smartphone und Tablet im Internet. Für deutsche Unternehmen besteht hier noch viel Nachholbedarf – mit 85 Prozent der untersuchten Websites ist ein Großteil nicht responsiv gestaltet und damit über mobile Endgeräte deutlich schwerer bis gar nicht rezipierbar.

Der Teilbereich Social Media spielt zwar für die Suchmaschinenoptimierung eine untergeordnete Rolle, sollte aber aufgrund seiner wachsenden Bedeutung dennoch nicht vernachlässigt werden. Lediglich bei 31 Prozent der untersuchten Websites ist das Facebook-Profil von der Startseite aus verlinkt, für das Twitter-Profil liegt dieser Wert bei 19 Prozent. In Bezug auf die Anzahl der Social Signals weisen die Tourismus- und Freizeitbranche sowie die Dienstleistungsbranche die stärksten Signale unter den 15 untersuchten Branchen auf. Nichtsdes-totrotz wird auch in diesen Branchen viel Potenzial verschenkt.

Insgesamt schnitten die untersuchten Unternehmen über alle Branchen und Bundesländer hinweg in den Bereichen Technik, OffPage-Optimierung und Content besser ab als in den anderen Teilbereichen. Dementsprechend besteht der größte Nachholbedarf in Bezug auf die Crawlability, die allgemeine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen sowie im Bereich Social Media. Suchmaschinenoptimierung gehört bei einem durchschnittlichen mIndex von 0,37 bei deutschsprachigen Unter-nehmen auch in 2015 noch immer nicht zum Stan-dard-Repertoire im Marketing-Mix. Die deutsche Wirtschaft verschenkt derzeit enormes Umsatzpotenzial mit ihren Unternehmenswebsites.

Zum Download der vollständigen Studie geht es HIER.

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