Mittelstand in Bayern
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Bayerischer Exportpreis zum 15. Mal verliehen

„Das Exportherz schlägt besonders stark im bayerischen Mittelstand.“ So gratulierte Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert am gestrigen Abend den Gewinnern des Exportpreises Bayern 2022. In diesem Jahr wurde der Preis zum 15. Mal vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gemeinsam mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Handwerkskammern und Bayern International verliehen. Vier mittelständische Unternehmen wurden in den Kategorien Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Genussland ausgezeichnet.

 

Erfolg in Krisenzeiten

Die hohe Inflationsrate, der Fachkräftemangel, Lieferengpässe, steigende Energiepreise und die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine belasten den Mittelstand stark. Viele Unternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen. „Umso beeindruckender sind die Leistungen der Gewinner.“, lobt Weigert die Unternehmen. Anerkennung erhielten die Sieger auch von Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern, der betonte: „Die Exportpreisgewinner 2022 haben sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb behauptet. Unter den kleinen und mittleren Unternehmen in Bayern sind viele Hidden Champions, die auf ihrem Gebiet zu den Marktführern gehören.“

 

Was macht die Gewinner besonders?

„Es handelt sich meist um inhabergeführte Unternehmen, die mit Flexibilität, Innovationskraft und gut ausgebildeten Fachkräften punkten.“, sagte Peteranderl außerdem. BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl gratulierte den Unternehmen ebenfalls und betonte wie beeindruckend der internationale Erfolg kleiner bayerischer Unternehmen sei. “Unsere diesjährigen Exportpreis-Sieger bewältigen die geballte Ladung an Krisen durch eine ganz besondere Freude an Leistung, Teamgeist, Durchhaltevermögen und Innovationskraft.”

Zu den ausgezeichneten Unternehmen gehören IMES aus Kaufbeuren, Spezialist für Zylinderdrucksensoren, elektronische Indiziergeräte und Zylinderdrucküberwachungssysteme für die Schwerindustrie, die Axiros GmbH aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn, ein auf Softwarelösungen für die Telekommunikationsbranche spezialisiertes Unternehmen, die Walter Föckersperger GmbH aus Pauluszell, Hersteller von Spezialmaschinen, welche innovative Systeme für das grabenlose Verlegen von Kabeln und Rohren entwickelt und das Münchner Start-Up supernutural, welches frisch gepresste Nusscreme aus fair gehandelten Bio-Nüsse herstellt. Alle Gewinner punkten mit dem Verkauf in über 20 Länder, im Falle der Axiros GmbH sogar in rund einhundert.

 

Anerkennung für den bayerischen Mittelstand

Seit 2007 haben das Bayerische Wirtschaftsministerium und die beteiligten Partner bereits 61 Unternehmen mit dem Preis ausgezeichnet. „Der Exportpreis ist eine Anerkennung für den stark international ausgerichteten, erfolgreichen bayerischen Mittelstand. Deshalb zeichnen wir ganz gezielt kleine Unternehmen bis hundert Mitarbeiter aus, die in herausragender Weise und mit Mut, Tatkraft und Flexibilität die Chancen der Globalisierung nutzen. Wir wollen zeigen, dass die Größe eines Unternehmens kein Hindernis ist, erfolgreich Geschäfte im Ausland zu tätigen“, erklärte Staatssekretär Roland Weigert.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt mittelständische Firmen bei der Erschließung internationaler Märkte, beispielsweise durch Messebeteiligungen, Delegationsreisen oder das Programm „Go International“, das gezielt kleine und mittlere Unternehmen auf den ersten Internationalisierungsschritten begleitet.

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