Investitionen aus China vor allem in der Automobilbranche
Chinas Investoren richten Augenmerk zunehmend auf mittelständische Unternehmen (Quelle: Pixabay)

Mittelstand im Fokus chinesischer Investoren

Veröffentlicht: 31.08.2016

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Spannende Ergebnisse präsentiert die Deloitte-Studie „Investing in Germany – A guide for Chinese businesses“: Mittelständische Firmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Logistik und Immobilien rücken demnach immer mehr in den Fokus chinesischer Investoren. Seit 2010 setzen diese immer stärker auf Transaktionsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt. Statt Übernahmen von in Schieflage geratenen Unternehmen, sind nun Käufe von mittelständischen Technologie- und Weltmarktführern („Hidden Champions“) zu einer Kernaktivität der ostasiatischen Investoren geworden.

Übernahmen verlaufen in der Regel erfolgreich

„Eine erfolgreiche Übernahme bedeutet nicht nur potentielle Gewinne für den Investor. Das jeweilige Unternehmen erhält Zugang zu einem neuen, bedeutenden Absatzmarkt und schafft damit die Voraussetzung für weiteres Wachstum und Investitionen auf dem Heimatmarkt“, so Dirk Hällmayr, Partner und Leiter der Chinese Services Group von Deloitte. „Befürchtungen, dass Unternehmen zerschlagen werden und Arbeitsplätze verloren gehen, sind dabei in den meisten Fällen unbegründet. Viele Automobilzulieferer sind beispielsweise in der Krise von chinesischen Investoren übernommen worden – und inzwischen erfolgreich umstrukturiert und wieder konkurrenzfähig“, so Hällmayr.
In der Automobilbranche sind vor allem die Zulieferer mit ihrem Umsatz von insgesamt 73 Milliarden Euro (2014) attraktiv. Hier sind die hohen Standards, technisches Know-how und die teilweise große Profitabilität wichtige Anreize für asiatische Investoren.
Neben der Automobilbranche ist das Geschäft mit Immobilien zu einem wichtigen Faktor für chinesische Investoren geworden. Anlageperspektiven bieten sich hierbei beim Wohnungsbau oder bei dem Erwerb von gewerblichen Immobilien. Die Direktinvestitionen machten in diesem Bereich in der ersten Jahreshälfte 2015 28,8 Milliarden Euro aus. Auch in der Logistik ist das chinesische Investitionsvolumen im letzten Jahr deutlich gestiegen und betrug 41 Milliarden Euro.

China als wichtiger Handelspartner

Die große Bedeutung Chinas als Handelspartner demonstrieren die Exportzahlen aus dem Jahr 2015, in dem Waren und Dienstleistungen im Wert von 71,2 Milliarden Euro aus Deutschland nach China transferiert wurden. Die Importe stiegen um 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegen bei 91,5 Milliarden Euro. Der Investitionsanstieg aus China wird seit einigen Jahren befördert durch einen gesteigerten Qualitätsanspruch der Chinesen. Die Schwerpunkte der chinesischen Bemühungen liegen außerdem in strategischen Partnerschaften mit den Bundesländern Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Die gesamte Studie von Deloitte finden Sie HIER.


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