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Wachstumsprognosen steigen wieder: Schwächephase überwunden?

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Die Abschwächung der deutschen Wirtschaft könnte schon wieder dem Ende zugehen (Bild: Pixabay)

Die Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland scheint nur vorübergehend zur sein: Laut der kürzlich vorgestellten Wachstumsprognose der Bundesregierung für 2020 soll das reale Bruttoinlandsprodukt nächstes Jahr um 1,5 Prozent ansteigen. Dieses Jahr wird hingegen nur mit einem geringen Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklärte anlässlich der neuen Prognose: „Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich seit Mitte des vergangenen Jahres abgekühlt. Die gute Nachricht ist – wir werden diese Schwächephase perspektivisch wieder überwinden. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ebenso wie die Löhne positiv; das führt durch die Entlastungen bei Steuern und Abgaben zu steigenden Einkommen der Menschen.“

Globale Faktoren erschweren Wachstum

Die Entwicklung in diesem Jahr wird noch durch die Sondereffekte der neuen WLTP- Zulassungstests für Pkw und das Niedrigwasser im Rhein im vergangenen Jahr erschwert. Auch die globale Abschwächung aufgrund der Handelskonflikte und des Brexit-Prozesses wirkt sich negativ aus.

Wichtige Auftriebskräfte im Inland sind aber intakt: Die positive Arbeitsmarktentwicklung führt in Verbindung mit höheren Löhnen sowie Entlastungen bei Steuern und Abgaben zu merklich steigenden verfügbaren Einkommen der Bürgerinnen und Bürger. Auch die Bauwirtschaft boomt und die Umsetzung des Koalitionsvertrags liefert hier weitere Impulse.

Zudem hält die erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an: Die Beschäftigung dürfte bis zum Jahr 2020 auf mehr als 45,75 Millionen Personen steigen und damit so hoch liegen wie noch nie zuvor. Gleichzeitig würde die Arbeitslosenquote auf den historischen Tiefstand von 4,6 Prozent fallen.

Exporte entwickeln sich wieder leicht positiv

Die internationalen Organisationen korrigieren ihre Wachstumserwartungen zwar nach unten. Für die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen werden vorerst jedoch moderate Zuwächse erwartet. Passend hierzu konnten Bayerns Ausfuhren bereits im Februar im Vorjahresvergleich um 3,5 Prozent zulegen – nachdem die letzten drei Monate rückläufige Exportzahlen aufwiesen. „Ich hoffe, dass der bayerische Außenhandel damit wieder auf Erfolgskurs einschwenkt und eine Trendwende einsetzt. Die Zahlen lassen hoffen, dass die Exportdelle zur Jahreswende nur vorübergehend war“, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu den aktuellen Außenhandelszahlen im Februar 2019.

Importe nehmen weiter zu – Überschuss schrumpft

Die deutschen Importe werden aufgrund der starken Inlandsnachfrage ebenfalls weiter zunehmen. Beim Außenhandel ist daher – rein rechnerisch – im Jahr 2019 mit einem spürbar negativen Wachstumsbeitrag zu rechnen. Der Leistungsbilanzüberschuss sinkt damit aktuell kontinuierlich und wird bis zum Jahr 2020 auf 6,4 Prozent zurückgehen. Blickt man auf die Inflationsrate, wird für dieses Jahr mit einer Preissteigerung von nur 1,5 Prozent gerechnet, 2020 wird eine Zunahme auf 1,8 Prozent erwartet.

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