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Unternehmen in der Krise – 6 praktische Tipps zur Kosteneinsparung

Kaum hatten die deutschen Unternehmen nach der Mäßigung der Pandemie wieder Luft zum Atmen, folgte auch schon die nächste Krise. Ein Krieg in Europa und die damit einhergehenden Sanktionen stürzten die europäischen Staaten und vor allem Deutschland in eine Energiekrise. Und das, bevor die Probleme, die durch die Pandemie ausgelöst wurden, wie zum Beispiel die Engpässe der Lieferketten, endgültig gelöst werden konnten. Deutschland ist eine Industrienation mit der viertgrößten Wirtschaft der Welt. Eine Industrienation, die Probleme mit der Energieversorgung hat, könnte schon sehr bald ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt verlieren. Glücklicherweise gibt es ein paar Handlungsmöglichkeiten und Praktiken, die Unternehmen helfen können, besser durch die Krise zu kommen.

Nachhaltige Rekrutierung

Die erste und wichtigste Handlung für Unternehmen, um erfolgreich durch die Krise zu navigieren, ist die nachhaltige Rekrutierung von Mitarbeitern. Qualifiziertes Personal ist gerade in diesen Zeiten buchstäblich Gold wert. Doch die richtigen Fach- und Führungskräfte zu finden, stellt sich für die meisten mittelständischen Unternehmen als zunehmend schwieriger heraus. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig zu wissen, was eine gute Stellenanzeige ausmacht, um die kompetentesten Mitarbeiter rekrutieren zu können. Dieser Guide für die optimale Stellenanzeige kann Ihnen dabei helfen, das passende Personal zu finden.

Intelligent Strom sparen

Auch kleine, nur scheinbar unwichtige Dinge, können Ihnen helfen, die Stromrechnung signifikant zu reduzieren und so dem Hauptproblem dieser Krise entgegenzuwirken. Zum Beispiel jede Quelle von natürlichem Sonnenlicht zu nutzen, anstatt das Licht einzuschalten, hat langfristig einen großen Einfluss auf die Kosten. Noch dazu ist es sehr von Vorteil, alle elektronischen Geräte auszuschalten, die nicht verwendet werden. Das mag sich simpel anhören, aber in unzähligen Büros werden die elektronischen Geräte über Nacht im Stand-by gelassen. Beauftragen Sie einen Mitarbeiter, der jeden Abend einen Kontrollgang macht und alle Geräte ausschaltet.

Machen Sie Ihre Arbeitsumgebung smarter

Der richtige Einsatz von smarten Thermostaten, Zeitschaltuhren und Bewegungssensoren kann einen wesentlich größeren Einfluss auf Einsparungen haben, als die meisten Menschen vermuten. In Räumen, wo das Licht nicht immer eingeschaltet sein muss, wie zum Beispiel in Fluren, Aufenthaltsräumen und sonstigen Räumen, könnte der Einbau von Bewegungssensoren zu enormen Senkungen der Stromrechnung führen. Wenn sich keiner Ihrer Mitarbeiter über längere Zeit in einem Arbeitsraum aufhält, können Sie die Temperatur mit einem programmierbaren Thermostat automatisch anpassen. So kann es nicht passieren, dass nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen die Heizung läuft.

Nutzen Sie energieeffizientere Geräte

Sie können den Stromverbrauch um 50 % oder mehr senken, wenn Sie Geräte wie Computer, Bildschirme, Drucker, Kopierer und so weiter mit Energy Star-Label kaufen. Während der Benutzung sind sie viel effizienter und schalten sich automatisch ab, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht benutzt werden. Das gleiche gilt für energieeffiziente LED-Birnen mit Energy Star-Label. Dank ihrer erstaunlich langen Lebensdauer von bis zu 20 Jahren sind sie nicht nur eine kurzfristige Lösung für die Krise, sondern können Ihnen helfen, längerfristig zu sparen und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun.

Auf Stammkunden fokussieren

In diesen Zeiten tendieren viele Unternehmen dazu zu versuchen, jeden Kunden zu behalten, um die Rechnungen zahlen zu können. Für viele kann es jedoch auch ratsam sein, sich nur auf die wesentlichen Kunden zu konzentrieren und Qualität vor Quantität walten zu lassen. Sich nur auf seine Stammkunden zu konzentrieren und zu versuchen, mehr solcher Kunden zu gewinnen, ist in sehr vielen Fällen profitabel und macht das Geschäftsmodell robuster, weil diese Kunden die Qualität des Unternehmens zu schätzen wissen und weniger Aufwand produzieren. Diese Kunden sind auch eher dazu geneigt, mehr zu bezahlen und langfristig zu bleiben. Eine Krise bietet immer wieder die Chance, sich neu zu erfinden und unnötigen Ballast loszuwerden. Nicht jeder Kunde ist immer König, schon gar nicht, wenn er mehr Aufwand und Ärger verursacht, als er wert ist und bezahlt.

Bewusstes Marketing

Gerade wenn zu Krisenzeiten ein geringeres Budget zur Verfügung steht als sonst, ist es wichtig, die Marketingkampagnen durchdacht zu planen und kontinuierlich umzusetzen, um sehen, was funktioniert, anstatt chaotisch alles gleichzeitig zu versuchen. Es ist wichtig, einen kühlen Kopf zu behalten und eine Idee nach der anderen auszuprobieren, denn das Ziel ist nicht irgendwie an Kunden zu kommen, sondern das Ziel ist, mit weniger Geld mehr zu erreichen. Daher ist eine rationale Strategie sehr wichtig.

 

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