Mittelstand in Bayern
Alle NewscoverNEWS DEUTSCHLAND

Mittelstand zeigt sich wieder innovationsfreudiger

Laut der jüngsten Studie der KfW-Bank zeigt sich der deutsche Mittelstand wieder etwas innovationsfreudiger. Der am 4. März veröffentlichten Studie zufolge haben 41 Prozent der Unternehmen von 2022 bis 2024 mindestens eine Innovation hervorgebracht – das entspricht 1,6 Millionen der mittelständischen Gewerbe. 2021 bis 2023 lag die Zahl noch bei 39 Prozent. Jedoch stiegen auch die Ausgaben der Unternehmen für innovative Projekte an: 2024 betrugen diese 35,4 Milliarden Euro – ein Anstieg um 1,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Größere Unternehmen haben die Oberhand

Auch wenn es also jüngst etwas bergauf zu gehen scheint, muss auch bedacht werden, dass die Innovationsaktivität des deutschen Mittelstands seit Mitte der 2000er Jahre deutlich zurückgegangen ist, so die Studie. Zudem konzentriere sich diese auf immer wenigere und insbesondere größere Unternehmen. Demnach haben 73 Prozent der großen Mittelständler (mehr als 50 Beschäftigte) eine Innovation hervorgebracht, wo es bei kleineren Gewerben lediglich 37 waren.

Als Innovationsaktivitäten bezeichnet man Maßnahmen, die ein Unternehmen zur Erschaffung neuer oder zur Verbesserung seiner bestehenden Produkte, ergreift, wie beispielsweise organisatorische oder prozessuale Abläufe und Marketingverfahren.

Kein Grund zufrieden zu sein

Dr. Dirk Schumacher, Chef-Volkswirt der KfW äußert sich zwiegespalten über diese Entwicklung: „Dass wieder etwas mehr Unternehmen Innovationen tätigen, ist erfreulich. Es ist mit Blick auf das weiterhin schwierige konjunkturelle Umfeld auch bemerkenswert.“ Weiter sagte Schumacher: „Angesichts der Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft können wir mit der Innovationstätigkeit der Unternehmen aber nicht zufrieden sein. Diese war in der Vergangenheit schon einmal deutlich höher. Die Produktivitätsentwicklung und die Transformationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft werden nachhaltig geschwächt, wenn ein immer größerer Anteil von Unternehmen auf die regelmäßige Erneuerung ihrer Produktionsprozesse und ihrer Produktangebote verzichtet.“ Es sei wichtig, wirtschaftspolitische Maßnahmen wie Förderprogramme so zu gestalten, dass auch kleine Unternehmen ohne eigene Forschung und Entwicklung diese wahrnehmen können. „Außerdem ist der Abbau bürokratischer Hemmnisse und die Linderung des Fachkräftemangels für mittelständische Unternehmen von zentraler Bedeutung“, ergänzt der Volkswirt.

Ähnliche Artikel

„Wir brauchen einen Staatsminister für Digitales – mit mehr als einem Klingelschild. Dieser Minister braucht Rechte und Ressourcen. Unter anderem sollte er einen Digitalvorbehalt bei allen Gesetzesvorhaben ausüben und bestehende Gesetze hinsichtlich ihrer Digitalverträglichkeit prüfen.“

webmaster MIB

„Verlieren wir im digitalen Rausch unsere Lebensfreude, Emotionalität und Beziehungsfähigkeit?“

webmaster MIB

Einen Kommentar hinterlassen

* Mit der Nutzung dieses Kontaktformulares erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.

Mittelstand in Bayern
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.