Mittelstand in Bayern
Alle NewscoverNEWS DEUTSCHLAND

Mittelstand startet schwach in 2026

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex attestiert dem deutschen Mittelstand einen schwachen Start ins neue Jahr. Demnach legt zwar der Umsatzindex im Januar saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, im Vorjahresvergleich liegt er aber mit minus 0,7 Prozent nach wie vor leicht im Minus. „Der Mittelstand startet verhalten ins Jahr: Die Umsätze sind weiterhin rückläufig und auch die Beschäftigung geht weiter zurück“, fasst Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, die Ergebnisse zusammen. „Entgegen mancher optimistischen Verlautbarungen gibt es derzeit keine belastbaren Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.“

Der Auswertung zufolge ist besonders das verarbeitende Gewerbe mit einem Umsatzrückgang von 4,8 Prozent stark betroffen. Das Gastgewerbe verharrt dagegen auf dem schwachen Niveau der Vormonate.
Bei Löhnen und Gehältern ist die Situation hingegen von weiterem Wachstum geprägt. Sie liegen im Januar um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau – Ursache ist vor allem von die Erhöhung des Mindestlohns zum Jahreswechsel. Besonders stark fallen die Zuwächse bei Löhnen und Gehältern im Gastgewerbe (+6,1 Prozent) und bei den sonstigen Dienstleistungen (+5,8 Prozent) aus. Dies deckt sich mit aktuellen Schätzungen des Statistischen Bundesamts: Demnach betrifft die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde das Gastgewerbe besonders hart. Gemäß Destatis waren in dieser Branche rechnerisch 47 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse von der Anhebung zum 1. Januar betroffen.

Die Beschäftigung bleibt hingegen stabil, sie bewegt sich nahezu auf dem Niveau des Vormonats, liegt dabei aber mit einem Minus von 0,8 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Am stärksten fällt der Rückgang im Gastgewerbe (-3,2 Prozent) aus. Bei der Betrachtung nach Unternehmensgröße zeigen sich die mittleren Unternehmen nach wie vor als Beschäftigungsmotor. Während in den Kleinst- und kleinen Unternehmen Jobs verloren gehen, erzielen sie als einzige Größenklasse ein Plus von 2,4 Prozent.

Ein Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex vom Februar gibt aber auch Anlass zu der Hoffnung, dass sich der insgesamt schwache Start zu einer Belebung entwickelt. Diesem Index zufolge hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland verbessert: Der Wert stieg im Februar auf 88,6 Punkte, nach 87,6 im Januar. Die Unternehmen zeigten sich demnach nicht nur zufriedener mit ihren laufenden Geschäften, auch die Erwartungen hellten sich auf. Für das ifo Institut sind die erste Signale einer Belebung der deutschen Wirtschaft. Damit widerspricht es der deutlich pessimistischeren Interpretation des aktuellen DATEV Mittelststandsindex vom Februar.

Ähnliche Artikel

„Wir brauchen einen Staatsminister für Digitales – mit mehr als einem Klingelschild. Dieser Minister braucht Rechte und Ressourcen. Unter anderem sollte er einen Digitalvorbehalt bei allen Gesetzesvorhaben ausüben und bestehende Gesetze hinsichtlich ihrer Digitalverträglichkeit prüfen.“

webmaster MIB

„Verlieren wir im digitalen Rausch unsere Lebensfreude, Emotionalität und Beziehungsfähigkeit?“

webmaster MIB

Einen Kommentar hinterlassen

* Mit der Nutzung dieses Kontaktformulares erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden.

Mittelstand in Bayern
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.