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Mit E-Schubkarren die Lagerlogistik modernisieren

Die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie verursachte in vielen Branchen einen starken wirtschaftlichen Rückgang, doch es gibt nicht nur Verlierer. Der Versandhandel und damit auch die Logistikbranche konnten und können von den einschränkenden Maßnahmen zur Virusbekämpfung profitieren. In der Folge steigen die Preise für Logistik-Immobilien, was Handel und Produktion praktisch zwingt, den vorhandenen Platz im Lager bestmöglich auszunutzen. Eine Möglichkeit besteht darin, die innerbetrieblichen Verkehrswege zu optimieren. Elektroschubkarren können dabei nützliche Werkzeuge sein.

Der Begriff Flurförderzeuge beschreibt Transportfahrzeuge im Lager, die in ihrer Bauweise auf die Bewegung und den Transport in Lagergängen optimiert sind. In den meisten Fällen entspricht die Optimierung von Flurförderzeugen der Aufnahme von Euro- oder Einwegpaletten. Deren Handling erfordert eine Mindestgangbreite im Lager von 125 cm, selbst bei der Nutzung eines schmalen Handhubwagens. Die Überlegung geht nun in die Richtung, die Lagergänge auf unter 80 cm Breite zu verringern und für die Bedienung Elektroschubkarren einzusetzen, wie sie beispielsweise bei www.wematik.de angeboten werden.

Schmalere Gänge, mehr Lagerfläche

Ein Palettenlager mit 10 Regalen und somit 5 Lagergängen weist eine Breite von über 18 m auf, davon sind 12 m Lagerfläche und 6,25 m Lagergang. Bei einer Reduktion der Gangbreite auf 80 cm können über 2 m mehr an Lagerfläche in der Breite herausgeholt werden. Gleichzeitig können auch die Regale verlängert werden, weil sich der Rangierbereich an den Stirnseiten verkleinert oder wahlweise dieser eingesparte Bereich einer anderen Nutzung, etwa Kommissionierung und Verpackung, zugeführt werden kann.

Für die Einlagerung und die Entnahme werden Elektroschubkarren eingesetzt, die wie der Wematik Edmonton Plus gestaltet sind. Mit einer Breite von 76 cm passt er ideal in die Lagergänge und er besitzt natürlich einen Rückwärtsgang. Die Umgestaltung des Lagers weg von der Palette hin zur Lagerbox lohnt sich vor allem für Firmen im Endkundenbereich, die überwiegend kleinteilig versenden, etwa Elektro-Kleingeräte oder auch Geschenkartikel. Neben der Platzersparnis in Länge und Breite erlaubt die Lagerung in Boxen ein mehr an Zwischenböden in den Lagerfächern, wodurch sich die benötigte Höhe wie auch die maximale Fachlast reduziert, was sich in den Anschaffungskosten der Regale positiv niederschlägt. Die Berufsgenossenschaften als Träger der Unfallversicherung geben eine Mindestbreite von 75 cm pro Lagergang vor, womit bei Einhaltung der weiteren Vorschriften der Platzersparnis oder der Lagererweiterung bei gleichem Platzangebot nichts im Wege steht. Sicher bedeutet diese Umgestaltung oder Neueinrichtung für die Mitarbeiter im Lager durch die Umlagerung von der Palette in die Box einen gewissen Mehraufwand als die direkte Entnahme aus der eingelagerten Palette. Auf der anderen Seite sind Palettenlager sehr raumgreifend und Lagerplatz wird immer teurer, vor allem in den Ballungsgebieten, die wiederum die beste logistische Anbindung bieten. Nicht zu vergessen, dass es eine kleinteilige Lagerhaltung ermöglicht, Logistikobjekte zu Miete oder Kauf in Betracht zu ziehen, die weniger Fläche aufweisen, dafür aber auch in der Regel günstiger sind als etwa ein Paletten-Hochregallager.

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