Mittelstand in Bayern

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ERP-Programm gilt jetzt für noch mehr KMU

Das European Recovery Programm (ERP) geht in die Verlängerung. Auch im Jahr 2022 soll das ERP kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium meldet, werden dabei in Zukunft noch mehr Unternehmen gefördert werden. KMU sollen so großzügige Förderangebote erhalten.

Vereinfachte Struktur und Ausweitung des ERP

Künftig sollen alle Firmen, die nach Definition der Europäischen Kommission als KMU gelten, Anspruch auf günstige Finanzierungskonditionen der ERP-Förderung haben. Somit können alle Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro von dem Förderprogramm profitieren. Neben der Aufstockung des Kapitals von 7,9 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 9,8 Milliarden Euro soll auch die Struktur der ERP-Förderung ab dem 1. Januar 2021 vereinfacht werden.
Durch das Programm sollen Unternehmen vor allem bei ihrer Gründung und Wachstumsfinanzierung gefördert werden. Finanzierungen und Beteiligungskapital mit zinsgünstigen Konditionen soll es besonders in strukturschwachen Regionen, für die Innovationsfinanzierung und für die Bereitstellung von Beteiligungskapital geben. Durch die Einführung des sogenannten negativen Bankeneinstands können Finanzierungskonditionen sogar zu Endkreditnehmerzinsen ab 0,01 Prozent angeboten werden.

Altmaier bezeichnet ERP als „Fördervolumen in Rekordhöhe“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU begrüßte die Verlängerung und Ausweitung des Programms: „Die ERP-Programme mit ihren zinsgünstigen Krediten und Beteiligungskapital gehören zu den schlagkräftigsten Instrumenten der deutschen Wirtschaftsförderung. Um KMU zielgerichtet und effektiv aus der Corona-Krise zu begleiten, stellen wir mit dem heute verabschiedeten ERP-Wirtschaftsplangesetz mit fast 10 Milliarden Euro ein Fördervolumen in Rekordhöhe für den Mittelstand zur Verfügung.“
Das ERP existiert seit über 70 Jahren und entstand aus den Mitteln des Marshallplans nach dem zweiten Weltkrieg. Das Bundewirtschaftsministerium ist für die Verwaltung der Gelder verantwortlich. Da vor allem KMU gegenüber Großunternehmen häufig strukturell benachteiligt sind, sollen diese mit Hilfe des Programms gefördert werden. Durch das Programm kann die Wettbewerbsfähigkeit der KMU gesteigert werden. Somit sorgt die Förderung für eine Sicherung bestehender sowie für die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

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