Die Einnahmen der bayerischen Spielbanken sind inzwischen rückläufig.

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Bayern: Der Freistaat ist reich an Spielbanken

Die Einnahmen der bayerischen Spielbanken sind inzwischen rückläufig.

Inzwischen erwirtschaften sechs von neun bayerischen Spielbanken ein Defizit (Bild: Pixabay)

Beim Glücksspiel handelt es sich um einen Bereich des Freizeitvergnügens, der stark reglementiert ist. Eine große Rolle spielen hier die Suchtgefährdung und der Jugendschutz – so auch im Freistaat Bayern. Aber gerade in Bayern, im Vergleich zu anderen Bundesländern, ist die größte Anzahl an offiziellen Spielbanken zu finden. Einmal abgesehen von Niedersachsen. Insgesamt sieben gibt es an der Zahl. Interessierte können alle Details über die Spielbanken in Bayern hier nachlesen.

Die Freunde des großen Spiels, wie Blackjack, Roulette und Poker, finden dank der großen Anzahl schnelle eine Möglichkeit und das mit recht kurzen Anfahrtswegen.

Das Erfolgsmodell „Bayerischer Weg“

Die Bayern haben sich, im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern, die über die Schließung von Spielhallen verfügt haben, nach dem Auslaufen der Übergangsfrist zu einem moderaten Weg der Härtefallregelung entschieden. Die Spielhallenbetreiber, die die neuen gesetzlichen Regelungen nicht erfüllen können, haben die Chance, ihren Betrieb bis zum 30.06.2021 weiterzuführen, wobei dies mit zahlreichen Auflagen einhergeht. Dabei handelt es sich um die…

  • Verlängerungen der Sperrzeit
  • Zertifizierung und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften
  • Schulung und Betreuung der Spieler
  • u.v.m.

Das Ziel dieser Auflagen ist es, den Spieler-und Jugendschutz noch weiter zu verstärken. Von den Spielhallenbetreibern wurde die Regelung positiv aufgenommen. Aus diesem Grund appelliert der bayerische Automaten-Verband (BAV) dafür, das erfolgreiche Modell „Bayerischer Weg“ gemeinsam in den Zeitraum nach 2021 zu transferieren. Denn so wäre es möglich, den negativen Entwicklungen dauerhaft entgegenzuwirken. Zudem könnten so den Spielern Sicherheit und Stabilität gewährleistet werden und ebenso den Spielhallenbetreibern.

Die Zahl der kleinen Spielhallen ist nur langsam rückläufig

Neben den Spielbanken Bayern gibt es noch viele kleine Spielhallen. In diesen wird überwiegend das Automatenspiel (kleines Spiel) angeboten. Der Gesetzgeber versucht, dies seit geraumer Zeit zu reglementieren, doch auch in Bayern gelingt dies noch nicht so recht.

So hält der Siegeszug der Spielhallen an, womit die Glücksspielbranche in Bayern so groß ist wie noch nie. Der Glücksspielvertrag von 2017 hat daran kaum etwas geändert. Allein im Freistaat sind rund 70.000 Menschen von der Spielsucht betroffen. Nach wie vor ist die Spielsucht ein großes Problem in Bayern. Die Zahl der Geldspielgeräte hat sich in den Jahren 2006 bis 2016 mehr als verdoppelt.

Oft lassen sich die strengeren Vorschriften mit Ausnahmeregelungen umgehen. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Spielautomaten von 2016 bis 2018 kaum gesunken. Gerade einmal sieben von mehr als 1.000 Spielotheken mussten ihre Pforten schließen und noch immer gibt es rund 21.000 Geräte von vormals 21.500. Das ist eine Reduzierung von knapp 3%, während andere Bundesländer einen Wert von über 20% schafften.

Bayerische Spielbanken schreiben rote Zahlen

Das im Casino am Ende stets das Haus gewinnt, ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Dies stimmt schon lange nicht mehr bei den Spielbanken Bayern. Denn 2017 schlossen sechs der neun staatlichen Casinos mit einem Defizit ab.

Laut dem Finanzministerium kamen alle neun Standorte auf ein Defizit von rund drei Millionen Euro. Die Gewinne der Spielbank Bayern in Bad Wiessee, sowie der Casinos in Feuchtwangen und Garmisch-Partenkirchen reichten nicht aus, um die 11 Mio. Euro Defizit der sechs anderen Häuser aufzufangen. Die Staatliche Lotterieverwaltung, der die bayerischen Spielbanken unterstehen, ergänzte, dass das Casino Bayern in Bad Kissingen in 2017 einen Jahresfehlbetrag von 1.733 Mio. Euro verzeichnete.

Online Casinos befinden sich auf dem Siegeszug

Bayerische Spielbanken verzeichnen Defizite und wie es mit den landbasierten Spielhallen in Bayern weitergeht, dass weiß niemand derzeit. Der Dritte in der Runde sind die Online Casinos und eben diese erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. In Europa hat die Zahl der Gambler, die in den virtuellen Spielhallen spielen, eine beträchtliche Größenordnung angenommen, die weit mehr als sieben Millionen User erreicht hat.

Die Vorteile des online Gamblings sind klar: Keine langen Anfahrtswege, kein Dresscode und keine zeitliche Bindung. So kann dank High-Tech der Online Casinos jederzeit nach Lust und Laune ein Spielchen gewagt werden.

Es gibt inzwischen so viele Betreiber, dass sich die Spieler in dem Dschungel der Angebote kaum zurecht finden und den Überblick behalten können. Genau hier verbirgt sich ein Risiko, denn jeder Spieler muss sich vor der Registrierung die Frage stellen, ob der Anbieter seriös ist.

Stets auf Nummer sichergehen

Die Bayern haben die Regulierung des Glücksspiels noch nicht ganz so im Griff, wie es sein sollte. Wer sich dafür entscheidet online zu spielen, der muss keine Angst haben, denn dadurch macht er sich nicht strafbar. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Anbieter über eine europäische Lizenz verfügt. Ist das der Fall, kann davon ausgegangen werden, dass dort alle seriös und vertrauenswürdig zugeht.

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