Wie Sie die Privatsphäre auf Ihrem Android-Gerät schützen

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Wie Sie die Privatsphäre auf Ihrem Android-Gerät schützen

Wie Sie die Privatsphäre auf Ihrem Android-Gerät schützen

Über die Google-Einstellungen kann beeinflusst werden, was von Google gesammelt wird (Bild: Pixabay).

Dass es einige Datenkraken im Internet gibt, ist allgemein bekannt. Google ist eine davon, aber dennoch nutzen viele den Dienst auf dem Android-Gerät. Doch wie kann man sich vor der Daten-Sammelwut des Online Riesen schützen? Denn schließlich trägt man auf seinem Smartphone vertrauliche Daten mit sich herum.

Die Neugier von Google bremsen

Über die Google-Einstellungen kann vieles, was Google über die Nutzer sammelt, beeinflusst werden. Dafür muss der Nutzer einfach unter „Persönliche Daten & Privatsphäre“ zur Verwaltung der Aktivitäten von Google scrollen und dann auf die „Aktivitätseinstellungen“ klicken. Dort ist es möglich, das abzuschalten, was die Suchmaschine speichert und für eine Suche nutzen darf. Allerdings gibt es ein Problem: Die Kategorien sind zum Teil irreführend.

So ist es zum Beispiel möglich, die Aufzeichnung darüber, wann und wie oft eine App benutzt wurde, gemeinsam mit der Auswertung der eingegebenen Suchbegriffe zu deaktivieren. Dafür ist die Speicherung von Aktivitäten auf Internetseiten getrennt abzuschalten.

Das ist vor allem für Casinospieler hilfreich, die sicherlich nicht möchten, dass Google genau weiß, wann, wie oft und wie lange man sich auf dem Glücksspielportal aufgehalten hat, da man eventuell einen Casino Bonus ohne Einzahlung genutzt hat. Mehr als nur Details zum jeweiligen Gerät sind in den „Geräteinformationen“ zu finden. Denn hier werden selbst Kontakte, Kalender oder abgespielte Musik erfasst.

Zudem ist es möglich, es Google auf dem Anzeigenmarkt schwerer zu machen. Dafür muss man in den Einstellungen unter „Anzeigen“ die Werbe-ID regelmäßig abändern und die Anzeige für personalisierte Werbung deaktivieren.

App-Berechtigungen einschränken

Es ist nicht sinnvoll, sich abzumühen, den Apps die gesammelten Daten nachträglich zu entziehen. Besser ist es, das Sammeln gleich zu unterbinden. Das ist ab Android 6.0 bereits leichter geworden. Denn wenn eine App auf die Kamera, Kontakte, den Standort, den Speicher oder anderes zugreifen möchte, muss diese fragen. Werden die Rechte gewährt, dann können diese unter „Apps“ wieder entzogen werden. Einfach dafür das Zahnrad oben rechts anklicken und dann App-Berechtigungen wählen. Dort sind dann alle Programme nach Zugriffsrechten aufgeführt.

Allerdings kann es passieren, dass einige Apps nach dem Rechteentzug ihre Arbeit verweigern. Dazu kommt, dass längst nicht alle Berechtigungen erfasst werden. Zu sehen sind diese nur vor der Installation, wenn im jeweiligen Eintrag im Play Store bis zu den „Berechtigungsdetails“ nach unten gescrollt wird.

Für alle Nutzer, die ein Android-Gerät mit dem Betriebssystem 5.1 oder älter besitzen, gibt es keine Möglichkeit, einer App die Rechte zu verweigern. In diesem Fall gibt es entsprechende Apps, mit denen eine Rechteverwaltung nachgerüstet werden kann, indem eine App mit veränderten Rechten erneut installiert wird.

Das Google Backup deaktivieren

Wird das Smartphone eingerichtet, dann bietet Google an, die Einstellungen fürs System und Daten der Apps in der Cloud zu sichern. Beim Wiederherstellen kann diese zwar praktisch sein, doch selbst sensible Daten wie WLAN-Passwörter werden gesichert. Deaktivieren kann man das nachträglich unter dem Punkt „Einstellungen/Sichern & zurücksetzen“.

Aber in dem Fall sind die Daten dann nicht gelöscht. Dafür ist es notwendig, in den Einstellungen unter Google in der Auswahl „Persönliche Daten & Privatsphäre“ aufzurufen. Unter „Google Dashboard“ und dann „Android“ sind alle registrierten Geräte für den Account einzusehen. Durch einen Klick auf „Sicherungsdaten löschen“ werden sämtliche Back-ups für Geräte aus dem Google-Account gelöscht.

Hier halten sich die Nachteile in Grenzen. Denn das Back-up ist zum einen rudimentär und zum anderen nutzen viele Apps diese Möglichkeit nicht. So sind gekaufte Apps beispielsweise ohnehin mit dem Account verknüpft und können aus dem Store erneut installiert werden.

Android 9.0 Pie hat neue Standards etabliert

Neue Standards kamen bereits 2018 mit dem Release der neuen Android-Version 9.0 Pie heraus. Mit dieser etablierte Google neue Standards beim Thema Internet Security. Das Betriebssystem ist der Nachfolger von Oreo und legt ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und Performance.

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