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Mittelstand in Bayern

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Telekom-Studie zeigt: Digitalisierung im Mittelstand schreitet voran

2020 hat sich die Digitalisierung im Mittelstand spürbar beschleunigt. Die Corona-Pandemie wirkte dabei als wichtiger Antreiber. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021“ der Deutschen Telekom. Sowohl branchenübergreifend als auch in allen Firmengrößen seien dieses Jahr große Fortschritte erreicht worden. Der Digitalisierungsindex stieg deshalb im Vergleich zu Vorjahr um zwei Punkte auf 58 von 100 Punkten.

Digitalisierte Unternehmen hatten Vorteile in der Krise

Laut der Studie haben 46 Prozent der befragten Unternehmen Geschäftsmodelle, Produkte und Services während der Coronakrise kurzfristig digital angepasst. Fast drei Viertel boten ihren Mitarbeitern an, im Homeoffice zu arbeiten. Es zeigte sich auch: Digitale Spitzenreiter, also Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad, kamen bisher besser durch die Corona-Krise. Sie können Geschäftsabläufe und Produktivität einfacher aufrechterhalten und einen flexibleren Kundenservice anbieten als andere Betriebe. Für die Studie wurden mehr als 2.000 kleine und mittelständische Unternehmen befragt.

Homeoffice, digitale Formate und verbesserte Arbeitsabläufe

Der Index zeigt, wie sich die vier Handlungsfelder digitale Geschäftsmodelle, Kundenbeziehungen, Produktivität sowie Datenschutz und IT-Sicherheit in diesem Jahr entwickelt haben. Insbesondere der plötzliche Lockdown im Frühjahr 2020 zwang viele Betriebe dazu, ihre Wertschöpfung neu zu überdenken und weitreichend Homeoffice anzubieten. Kreativität war gefragt – und digitale Lösungen. So setzte beispielsweise die Gastronomie auf Online-Lieferdienste, die Eventbranche auf virtuelle Fachmessen und Kultureinrichtungen entdeckten das Streaming von Konzerten und Theateraufführungen für sich. Weitere Beispiele wie die Digitalisierung den Unternehmen geholfen hat, sind verbesserte Arbeitsabläufe und Strukturen durch digitale Tools. Unternehmen investierten hierbei kurzfristig in mobile Endgeräte und mobile Business-Anwendungen.

Kundenkommunikation hauptsächlich digital

Vor allem Branchen wie das Gesundheitswesen, das Dienstleistungsgewerbe oder der Handel nutzten dieses Jahr verstärkt digitale Lösungen. Die Firmen setzten vermehrt auf den digitalen Kontakt mit Kunden. Digitale Videoanwendungen und soziale Netzwerke standen dadurch stärker im Fokus. Der Indexwert für den Bereich Kundenbeziehungen steigt im Vergleich zum Vorjahr deshalb um drei Punkte auf 58 Zähler.

Zunehmende Investitionen in IT & Software

Viele Mittelständler haben außerdem ihre Geschäftsmodelle mit digitalen Produkten weiterentwickelt. Hier steigt der Indexwert ebenfalls um drei Punkte auf 51. Trotz sinkendem Umsatz und begrenzter Budgets wurde zudem verstärkt in mobile Endgeräte, Tools für Kommunikation und Kollaboration sowie VPN-Lösungen investiert. Die vollständige Studie finden Sie hier. Unternehmen können ihren digitalen Status quo dort außerdem selbst kostenlos prüfen.

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