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Online-Shopping wird auch für Unternehmen immer wichtiger

Ein Klick und schon stehen die neuen Schuhe innerhalb von ein paar Tagen im eigenen Schuhschrank. Kein Gedränge in der Stadt, sondern das Wunschprodukt bequem von zu Hause auswählen – Online-Shopping hat wirklich so einige Vorteile. Und das haben nicht nur Privatpersonen schon längst erkannt, sondern auch Unternehmen: die B2B-E-Commerce-Branche wächst seit Jahren. Das ergab jetzt auch eine Expertenstudie der Berliner E-Commerce Agentur VOTUM und des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg zum Verhalten von Unternehmen beim B2B-E-Commerce. Demnach nimmt die wirtschaftliche Bedeutung des E-Commerce für den B2B-Sektor stetig zu. Das wird insbesondere daran deutlich, dass bei 57 Prozent der Befragten die Zahl der Online-Einkäufe in ihren Unternehmen in den letzten zwei Jahren gestiegen ist, 14 Prozent verzeichnen sogar einen signifikanten Anstieg. Und auch für die Zukunft sehen die Experten keineswegs einen Rückgang des Geschäfts. 73 Prozent gehen von einem Anstieg der geschäftlichen motivierten Online-Einkäufe aus.

Privates Shopping als Vorbild für das B2B-Angebot

Die meisten B2B-Shopper gehen auch privat gerne online shoppen. Da ist es nicht verwunderlich, dass 80 Prozent der Befragten sich auch beruflich die gleichen Abläufe und Features sowie maximalen Komfort wünschen. Dennoch sind auch speziell auf B2B-Shopping ausgerichtete Funktionen gewünscht. Auch die Optimierung der Shops für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ist für die Business-Zielgruppe wichtig: 21 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Tablets für die Suche vor dem Kauf. Doch zwei Drittel der Unternehmen, die ihre Produkte und Leistungen online verkaufen, haben ihren Shop – trotz steigenden Zugriffs – bisher noch nicht mobil angepasst. Hier ist demnach ein großes ungenutztes Potenzial für Kundenbindung und Umsatzsteigung vorhanden.

Um auf ihren Online-Shop aufmerksam zu machen, nutzen die meisten Unternehmen (80 Prozent) zumindest schon SEO-Suchmaschinenoptimierung. Insgesamt lässt sich ein Mix aus Online- und Offline-Marketing- Maßnahmen feststellen. An Platz zwei und drei stehen E-Mail-Marketing und Print-Werbung.

Angst vor der Komplexität von Online-Shops

Kaum überraschend ist wohl die Tatsache, dass neun von zehn B2B-Shops international agieren. 25 Prozent verkaufen in Europa, 67 Prozent sogar weltweit. Dabei hat jedoch keines der befragten Unternehmen ein eigenes Shop-System für jedes Land aufgebaut. In der Regel werden länderspezifische Frontends oder Mandantenshops genutzt – das Grundsystem bleibt jedoch immer gleich.

Was also hindert Unternehmen noch an dem Schritt zu einem eigenen B2B-Online-Shop? Über die Hälfte der Unternehmen, die 2015 ihre Produkte und Leitungen noch nicht aktiv über das Internet verkaufen, nennen die hohe Komplexität eines Shop-Projekts als Grund hierfür. Weitere Gründe sind strategische Überlegungen, ungeeignete Produkte, Zeitmangel und vermeintlich zu hohe Kosten. Bei einem geschätzten Umsatz von rund 47 Mrd. Euro im E-Commerce für 2015 nur in Deutschland – Tendenz rasant steigend- werden in Zukunft viele Unternehmen dennoch den Schritt in die neue Vertriebswelt wagen.

Die ausführliche B2B E-Commerce-Studie können Sie sich unter votum.de herunterladen.

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