Eine Zusammenarbeit zwischen dem Mittelstand und Start-ups ist unerlässlich für die bayerische Wirtschaft. Um Kooperationen aktiv zu unterstützen, fördert das Bayerische Wirtschaftsministerium das Projekt „Kooperation zwischen Mittelstand und Start-ups“ bis Ende 2029 mit jährlich 500.000 Euro. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern äußerte sich positiv dazu: „Die Zusammenarbeit von Mittelstand und Start-ups bietet große wirtschaftliche Chancen für beide Seiten. Das fördern wir gezielt. Mit unserer Unterstützung wollen wir erreichen, dass diese Chancen von etablierten Unternehmern und dynamischen Neugründern noch stärker genutzt werden.“ Mit Bayern Innovativ sowie BayStartUP habe man hier im Freistaat die idealen Partner, um erfolgreich zu sein.
Aiwanger: „Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, gewinnen am Ende alle.“
Die Initiative soll dabei helfen, den Innovationsbedarf des Mittelstands zu identifizieren sowie dafür geeignete Start-up-Lösungen zu finden. Zudem sollen Kooperationspotenziale sichtbar gemacht und das Vertrauen zwischen Mittelstand und Start-up-Unternehmen gestärkt werden. Darüber hinaus sollen Matching-Veranstaltungen passende Partner zusammenbringen. „Start-ups bringen frische Ideen, Tempo und neue Technologien – genau das, was unsere etablierte Unternehmen brauchen, um jenseits ihres Kerngeschäfts neue Geschäftsfelder zu erschließen oder Prozesse zu optimieren“, so Aiwanger weiter. Auch umgekehrt sei dies rentabel, da junge Firmen von der Erfahrung, den Netzwerken und der Marktstärke des Mittelstands profitieren würden. „Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, gewinnen am Ende alle – und Bayern bleibt wirtschaftlich stark.“
Mittelstand und Start-ups sprechen oft nicht dieselbe Sprache
Die Hauptgründe, warum eine Zusammenarbeit meist scheitert, sind fehlende Informationen, sowie unterschiedliche Ziel- und Umsetzungsvorstellungen. Mittelstand und Start-ups sprechen in vielen Fällen nicht die gleiche Sprache und verfügen nicht über das notwendige Wissen zu den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Hier setzt die Initiative „Kooperation zwischen Mittelstand und Start-ups“ an. Mittelständler könnten dadurch vom Zugang zu neuen Technologien profitieren und Start-ups könnten neue Vertriebswege finden, ihre Unternehmen skalieren und den Markteintritt beschleunigen.
Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer von Bayern Innovativ, unterstützt das Projekt: „Wir freuen uns sehr darauf, dieses Thema im Rahmen der institutionellen Förderung von Bayern Innovativ strategisch weiter voranzutreiben.“ Auch der Geschäftsführer von BayStartUP, Dr. Carsten Rudolph, weiß ob der Wichtigkeit der Initiative: „Gerade im Mittelstand liegen für Start-ups ideale Kooperationspartner und Kunden. Viele bayerische Start-ups arbeiten an Themen, die im Mittelstand einen Innovationsschub bewirken können.“ Gepaart mit der „Start-up-typischen Flexibilität und Dynamik“ sei dies die beste Voraussetzung für erfolgreiche gemeinsame Projekte.



