Lediglich 69 % der deutschen Unternehmen hatten laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2023 eine eigene Website. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil es vor der Corona-Pandemie im Jahr 2017 bereits 67 % waren. Vor allem Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden verzichten oftmals auf eine eigene Website. Dabei ist diese unabhängig von der Unternehmensgröße ein wichtiger Baustein einer zukunftsorientierten Digitalstrategie.
Die Unternehmenswebsite ist digitaler Anker und erster Kontaktpunkt
Der erste Berührungspunkt mit Unternehmen, Marken, deren Produkten und Dienstleistungen findet heute vielmals im digitalen Raum statt. Für den Ersteindruck ist also die Website verantwortlich, die in der Praxis mehr leisten muss als nur weitere Kontaktmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Website hat zugleich Anteil an der Außenwirkung des Unternehmens: Sowohl gegenüber Endkunden im B2C-Segment als auch gegenüber Geschäftspartnern auf B2B-Ebene.
Unternehmen positionieren sich mit der Website innerhalb ihres Marktes, steigern die Reichweite inner- und außerhalb der Zielgruppe, können sie für Service-Anliegen und den Vertrieb nutzen. In Suchmaschinen werden Unternehmen, abseits von Social-Media-Profilen, allen voran durch die Website sichtbar. In nicht wenigen Fällen nutzen Endkunden und Geschäftspartner die Website sogar als Ersatz für ein persönliches Erstgespräch. Dort wird sich dann über das Unternehmen, dessen Werte und Leistungen informiert, was allesamt proaktiv Vertrauen bildet und Seriosität kommuniziert.
Was macht einen überzeugenden Webauftritt im Mittelstand aus?
Klar kommunizierte, hochwertige und zielgruppenorientierte Inhalte legen gemeinsam mit einer klar strukturierten Navigation das Fundament. Die Inhalte stellen transparent dar, wofür das Unternehmen steht, in welchen Bereichen es tätig ist und wie es seinen Kunden und Partnern Mehrwerte bietet. Eine durchdachte Navigation stellt sicher, dass all diese zentralen Informationen schnell und intuitiv abrufbar bleiben.
Hand in Hand gehen das Corporate-Design sowie die Benutzerfreundlichkeit. Die Website sollte in ihrer Tonalität konsistent, in ihrer Farbwahl und dem Layout kohärent zum Corporate Design sein. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Weil Funktionalität und Design direkt zusammenhängen, ist zugleich auf eine konsistent hohe Benutzerfreundlichkeit zu achten. Deshalb muss die Website mindestens für mobile Endgeräte optimiert sein, denn ein Großteil des Internet-Traffics findet heute am Smartphone und/oder Tablet statt.
Sichtbarkeit braucht zugleich formale und rechtliche Sorgfalt
Nutzer im Internet erwarten heute schnelle Ladezeiten, aktuelle HTTPS-Verschlüsselungen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten und eine stabile, endgerätabhängige Darstellung. All das ist aus Unternehmenssicht zu gewährleisten. Inhalte sind aktuell zu halten, denn veraltete Informationen schaden der Außenwahrnehmung und stiften Verwirrung.
Auch rechtlich sind alle Vorgaben zu erfüllen. Dazu zählen neben dem Datenschutz und der DSGVO auch die korrekte Umsetzung der Impressumspflicht. Schon kleine Fehler, beispielsweise unvollständige Pflichtangaben, können zu Abmahnungen des Impressums oder anderen formalen Verstößen führen. Sofern sich Unternehmen, sollten sie der rechtlich einwandfreien Umsetzung unsicher sein, die Website vor Live-Schaltung und nach erfolgten Änderungen unabhängig durch Experten prüfen lassen sollten.
Unternehmenswebseiten sind eine Notwendigkeit – liefern aber auch signifikante Mehrwerte
Speziell im Mittelstand schaffen Unternehmenswebseiten wertvolle Sichtbarkeit und Reichweite, können aber zugleich einen Vertrauensvorschuss bilden und dem Marken- sowie Unternehmensauftritt förderlich sein. Innerhalb der digitalen Unternehmensstrategie ist die Website daher Dreh- und Angelpunkt, durch den andere Kanäle zugleich sinnvoll vernetzt und nachhaltig gestärkt werden können.



