Kurzarbeitergeld

Mittelstand in Bayern

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Kurzarbeitergeld hat Millionen Arbeitsplätze gerettet

Durch den erleichterten Zugriff auf Kurzarbeitergeld für Unternehmen konnten in der Corona-Krise bislang über 2,2 Millionen Arbeitsplätze gerettet werden. Vor dem Hintergrund dieser Zahl hat sich die Bundesregierung nun dazu entschlossen, das Kurzarbeitergeld bis September zu verlängern. Auch wenn die Inzidenzen zurückgehen und es in zahlreichen Bereichen Lockerungen gibt, sind nach wie vor viele Betriebe von den Corona-Maßnahmen stark betroffen. Daher sei es laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wichtig, den Branchen eine „Perspektive für den Sommer“ zu geben.

Heil: Kurzarbeitergeld baut „Brücke“ zur wirtschaftlichen Erholung

Bis zuletzt war geplant, das Kurzarbeitergeld am 30. Juni auslaufen zu lassen. Da im Mai aber insbesondere in der Gastronomie und dem Tourismus 2,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit waren und viele Betriebe die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter kürzen mussten, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, die Hilfen zu verlängern. Laut Hubertus Heil ist es trotz sinkender Inzidenzen und den damit verbundenen Lockerungen notwendig, den geschwächten Branchen zu helfen, um eine „Brücke“ zur wirtschaftlichen Erholung des Landes zu bauen.

Betriebe bekommen durch das Kurzarbeitergeld die vollen Sozialbeiträge für ihre Mitarbeiter erstattet und dürfen nun schon ab einem Mitarbeiterausfall von 10 Prozent Kurzarbeitergeld beantragen, statt wie bisher bei einem Ausfall von mindestens einem Drittel. Dank der Überbrückungshilfe III Plus, die am 9. Juni von der Bundesregierung beschlossen wurde, erhalten Unternehmen nun sogar Zuschüsse, wenn sie ihre Mitarbeiter frühzeitig aus der Kurzarbeit zurückholen.

Rettung von Arbeitsplätzen dank Kurzarbeitergeld

Durch das Kurzarbeitergeld konnten während der Corona-Krise in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden. Ein Grund für diesen Erfolg war das schnelle Handeln der Regierung. Anders als beispielsweise bei der Finanzkrise 2008 und 2009 wurden 2020 die Zugangsvoraussetzungen für Kurzarbeit zeitnah erleichtert und zusätzlich der Bezugszeitraum für Kurzarbeitergeld ausgeweitet. Das Ergebnis: Während der Corona-Krise konnten bislang 2,2 Millionen Arbeitsplätze gesichert werden, sechsmal soviel als 2009.

Die Kosten für das Kurzarbeitergeld sind allerdings enorm: Allein im Jahr 2020 wurden rund 30 Milliarden Euro für das Kurzarbeitergeld ausgegeben. Laut Experten wäre es aber ohne die Kurzarbeit zu Massenentlassungen und damit zu sehr viel höheren Kosten gekommen. Die Finanzierung der Arbeitslosigkeit wäre Experten zufolge dreimal höher als die der Kurzarbeit. Demzufolge wurden durch das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise nicht nur Arbeitsplätze erhalten, sondern sogar Geld gespart.

 

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