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	<title>coronakrise Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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	<description>Magazin für Wirtschaft &#38; Politik in Bayern, Deutschland und der Welt seit 2012 - Google / Bing  NEWS &#38; KI Search gelistet</description>
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		<title>Deutsche Wirtschaft in Corona-Zeiten: Geht der Mittelstand langsam zugrunde?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2021 10:01:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Corona Pandemie beherrscht aktuell weite Teile der Welt. So ist von dieser Pandemie auch Deutschland sowohl unter gesundheitspolitischen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schwer betroffen. Der Lockdown und seine Folgen Es ist nicht zu übersehen, dass der Lockdown in Deutschlands Wirtschaft schwerwiegende Einschnitte zeigt. So ist die wirtschaftliche Entwicklung...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Corona Pandemie beherrscht aktuell weite Teile der Welt. So ist von dieser Pandemie auch Deutschland sowohl unter gesundheitspolitischen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schwer betroffen.</p>
<h4><strong>Der Lockdown und seine Folgen</strong></h4>
<p>Es ist nicht zu übersehen, dass der Lockdown in Deutschlands Wirtschaft schwerwiegende Einschnitte zeigt. So ist die wirtschaftliche Entwicklung in <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/category/deutschland/" target="_blank" rel="noopener">Deutschland</a> seit Beginn der Pandemie Anfang des Jahres 2020 nachhaltig negativ beeinflusst worden. Ein Umstand, der sich nach wie vor fortsetzt, nicht zuletzt wegen des neuerlichen Lockdowns mit der Schließung sämtlicher Einzelhandelsgeschäfte einschließlich der Gastronomie. Aber auch die kulturellen Bereiche in Deutschland, die besonders in <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/category/bayern/" target="_blank" rel="noopener">Bayern</a> einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Faktor darstellen, sind im Prinzip auf null zurückgefahren worden. Kinos, Theater, Museen und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen und leiden folglich unter massivsten Umsatzeinbußen.</p>
<p>Viele wirtschaftliche Tätigkeiten können bzw. dürfen nur noch online abgewickelt werden. Dies gilt auch für die Casinobetriebe, die einen wichtigen Wirtschaftszweig in der Spieleindustrie darstellen. Immerhin können hier noch Umsätze erzielt werden. Im Vorteil sind hier natürlich <a href="https://www.casibella.com/casinos-mit-schneller-auszahlung/" target="_blank" rel="dofollow noopener">Anbieter mit besonders schneller Auszahlung</a>. Allerdings können über den Online-Betrieb nicht alle Wirtschaftszweige ihre gravierenden Verluste kompensieren: Ähnlich wie beim Außer-Haus-Verkauf für die gastronomischen Betriebe stellt der Online-Handel für viele Einzelhandelsgeschäfte lediglich einen Tropfen auf den heißen Stein dar. Ein Grund, warum sich <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/mittelstand-fordert-aufhebung-der-corona-restriktionen-spaetestens-ende-mai-und-deutlich-hoeheren-stellenwert-fuer-wirtschaft/" target="_blank" rel="noopener">viele mittelständische Unternehmen bereits im Mai für eine Beendigung des Lockdowns aussprachen</a>.</p>
<h4><strong>Folgen für den Mittelstand</strong></h4>
<p>Dies alles bedingt heftige Folgen für den Mittelstand in Deutschland. Es stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der Mittelstand langsam zu Grunde geht. Zwar hat nach dem ersten Lockdown im Jahre 2020 eine wirtschaftliche Erholung eingesetzt. Diese ist mittlerweile durch das neuerliche Pandemiegeschehen und den damit einhergehenden Betriebsschließungen wieder abrupt gestoppt worden. Zudem leidet der komplette Mittelstand nicht nur unter den Betriebsschließungen, sondern gleichzeitig unter vielen coronabedingten Quarantänemaßnahmen.</p>
<p>So sind durch die Corona Pandemie auch Betriebe betroffen, die letztendlich nicht geschlossen werden mussten. Dies gilt für die sogenannten systemrelevanten Betriebe als auch beispielsweise für das produzierende Gewerbe. Hier ist es nicht zu verkennen, dass auch diese Betriebe durch die Quarantänemaßnahmen nachhaltig beeinträchtigt worden sind. Als Beispiel sind hier die fleischverarbeitenden Betriebe zu nennen, in denen in jüngster Zeit teilweise ein erhöhtes Infektionsgeschehen zu beobachten gewesen war. Wenn Hunderte von Mitarbeitern in Quarantäne müssen, dann wirkt sich dies gleichzeitig &#8211; bei welchem Betrieb auch immer &#8211; auf die Wirtschaftstätigkeit des Unternehmens aus.</p>
<h4><strong>Konsum- und Investitionsneigung</strong></h4>
<p>Negative Auswirkungen sind auch im Hinblick auf die Konsum- und Investitionsneigung zu verzeichnen. Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland steigen und immer mehr Menschen befinden sich in Kurzarbeit. All dies sind Umstände, die zur Reduzierung der Kaufkraft führen. Dies wirkt sich natürlich negativ auf das Konsumverhalten der Bürger aus. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Gesichtspunkt, sind die Handelsbeziehungen. Da natürlich auch die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/category/international/" target="_blank" rel="noopener">Nachbarländer Deutschlands</a> wirtschaftlich von Corona massiv betroffen sind, leidet selbstverständlich auch die gesamte deutsche Exportwirtschaft. Die Folgen sind unübersehbar.</p>
<h4><strong>Die Prognosen</strong></h4>
<p>Auf den ersten Blick sehen die <a href="https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_89132352/ifo-prognose-2021-schlechte-wirtschaftsaussichten-fuer-deutschland.html" target="_blank" rel="noopener">Prognosen für das Jahr 2021</a> für die deutsche Wirtschaft somit recht düster aus. Allerdings gibt es einen Lichtblick: Eine gewisse Normalisierung der Situation ist im Frühjahr dieses Jahres zu erwarten &#8211; nämlich dann, wenn erfahrungsgemäß das Infektionsgeschehen insgesamt rückläufig sein wird. In diesem Zusammenhang spielen die wärmere Jahreszeit und laut Regierung die produzierten Impfstoffe eine Rolle. Damit werden dann, so die begründete Hoffnung, die coronabedingten Einschränkungen überflüssig.</p>
<p>Der Fokus der Wirtschaftsexperten liegt dann auf der zu erwartenden wirtschaftlichen Erholung mit den damit einhergehenden stärkeren Wachstumsraten und einer gewissen Erholung des Arbeitsmarktes. Allerdings wird die deutsche Wirtschaft eine komplette Konjunktur im Jahre 2021 wohl nicht erwarten dürfen. Wenn überhaupt, dann wird es erst voraussichtlich im Jahr 2022 zu einer Rückkehr zur Normalität kommen. Erst dann werden sich wahrscheinlich nachhaltige Erholungsprozesse beim Einzelhandel sowie der Gastronomie einstellen.</p>
<h4><strong>Fazit</strong></h4>
<p>Die Frage, ob der Mittelstand langsam aber sicher zugrunde geht, lässt sich abschließend wohl verneinen – zumindest kurzfristig. Der Mittelstand wird sich im Laufe der Zeit erholen, allerdings werden viele mittelständische Unternehmen sehr lange Zeit brauchen, um die Folgen der Corona Pandemie zu kompensieren. Zu berücksichtigen ist zudem, dass wohl nicht alle Betriebe das Geschehen verkraften, so dass prognostisch gesehen mit einer höheren Insolvenzrate zu rechnen ist. Ob beispielsweise im Laufe dieses Jahres eine Rezession droht, hängt von der weiteren konkreten Entwicklung ab. Verlässlich Angaben sind hierzu derzeit nicht möglich.</p>
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		<title>Berlin2908 – gefährliches Zielgruppen-Marketing für „Andersdenkende“</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2020 10:19:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was macht man eigentlich, wenn man von einem richtig wuchtigen Demo-Aufschlag in der deutschen Hauptstadt gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen träumt, aber eigentlich ganz genau weiß, dass es dafür weder ausreichende Mehrheiten noch die notwendige Mobilisierung gibt? Aktuelle Befragungen belegen eindrücklich, dass bis zu 90 Prozent der Deutschen den Umgang mit...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht man eigentlich, wenn man von einem richtig wuchtigen Demo-Aufschlag in der deutschen Hauptstadt gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen träumt, aber eigentlich ganz genau weiß, dass es dafür weder ausreichende Mehrheiten noch die notwendige Mobilisierung gibt? Aktuelle Befragungen belegen eindrücklich, dass bis zu 90 Prozent der Deutschen den Umgang mit der Pandemie richtig finden und sogar eine verschärfte Überwachung der bestehenden Corona-Regeln befürworten würden. Nun gut, da blieben theoretisch noch um die 10 Prozent übrig, aber das Problem einer breiten Mobilisierung besteht trotzdem. Wie viel praktischer wäre es, ganz gezielt ein Sammelbecken für alle möglichen, mehr oder weniger demokratisch legitimierten, aber bereits aktiven Randgruppen zu schaffen, die mit Corona erstmal nur eines gemeinsam haben: Sie alle nutzen dieselbe Plattform, dieselben Verkehrsmittel zur Anreise und dieselben Versammlungsorte für eine dann gar nicht mehr so kleine Demonstration ohne Masken und Abstand und mit ganz viel Freiheit.</p>
<p><em>Der ersehnte Sprung über die Wahrnehmungsschwelle</em></p>
<p>Und so lässt sich die breit angelegte Demonstration am 29. August in Berlin wohl auch am besten verstehen. 30.000 bis 40.000 Teilnehmer ist keine so ganz geringe Anzahl, wenngleich sie von den utopisch fabulierten 1,3 Millionen der ersten Demo von Anfang August immer noch astronomisch weit entfernt ist. Aber keine der überwiegend unter dem Deckmäntelchen von „Liebe und Wahrheit“ subsumierten Teilgruppen hätte mit ihren Anliegen wohl alleine den Sprung über die echte mediale Wahrnehmungsschwelle &#8211; also die so verhassten Mainstream-Medien – geschafft, oder gar in der Politik irgendwelche relevanten Reaktionen hervorgerufen. Social Media-Kanäle sind praktisch weil in der Regel sehr geduldig, aber wenn es um maßgeblichen „Impact“ geht, dann sind Medien mit echten Redakteuren, die eine echte Auswahlentscheidung zwischen relevant und irrelevant treffen, auch 2020 noch „der“ Aufmerksamkeits-Kanal. So erklärt sich übrigens auch die „Hass-Liebe“ vieler politischer Randgruppen zu diesen angeblichen Informationsmonopolen.</p>
<p>Der maßgebliche Treiber der beiden Demos im August, die Initiative Querdenken 711, scheint die wichtigsten Mechanismen eines erfolgreichen Zielgruppen-Marketing und entsprechender medialer Aufmerksamkeit durchaus verstanden zu haben. Und so präsentierte sich die Demo am Samstag mit vielfältigen Einladungen an eine ganz heterogene Klientel. Schon früh am Morgen war klar, dass die Teilnahme für eine gewaltbereite Gruppe von Hooligans und Extremisten vorrangig diesen Sinn ergab: Endlich mal wieder richtig Randale machen. Schließlich sind die Fußballstadien seit Monaten geschlossen, und diese beliebte Kampfzone fällt wohl auch noch lange aus. Und so war eine der ersten beunruhigen Twitter-Nachrichten auch tatsächlich jene von der Beobachtung einer zunächst noch kleinen Gruppe, die sich eifrig Boxer-Bandagen um ihre Fäuste wickelte. Sie sollte auf mehrere tausend Aktivisten anwachsen bis zum frühen Abend und in über 300 Festnahmen münden – Hauptschauplatz dabei die russische Botschaft, wo bereits am Vorabend vehemente Forderungen nach einem „Friedensvertrag“ für Deutschland skandiert wurden. Das ist zwar Unsinn, klingt aber einfach fundiert und „geschichtsträchtig“ – letzteres übrigens auch ein Wort, das bedeutungsschwanger durch die gesamte Bühnenmoderation des Tages mäanderte.</p>
<p><em>Vielfältig inszenierte Wahrheiten für alle Zielgruppen</em></p>
<p>Auch die vielen anderen Gruppen des Corona-Happenings kamen nicht zu kurz. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Francis_Kennedy_junior" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robert Kennedy Jr</a>., ein umwelt-aktiver Neffe des berühmten „Ich bin ein Berliner“ US-Präsidenten John F. Kennedy, holte die versammelten 5G- und Nanochip-Gegner in durchaus weltmännischer Manier mit einer Hassrede gegen Bill Gates und die gesamte US Milliardärs-Clique ab. Für die anwesende Esoterik-Zielgruppe, die in Teilen schon länger mit dem QAnon-Verschwörungsbecken antichambriert, gab es eine meditative Gesangseinlage mit Yoga-Symbolik und Hippie-Feeling. Und vergesst die Mütter nicht: Frauen, die mit Maske gebären müssen, und dadurch nicht nur schwere Körperverletzung erfahren, sondern darüber hinaus sofort die weltweite Hilfe aller gerade verfügbaren Menschenrechtsorganisationen benötigen, um das schwere Unrecht an deutschen Kindern anzuprangern – auch sie fanden rhetorisch geschulte Fürsprecherinnen. Die brachten auch gleich noch ihre Kinder mit, die vorgefertigte Botschaften von zerknitterten Texten ablasen, um diesem Teil des Bühnenprogramms ein nachhaltig berührendes Gefühl zu geben. Überhaupt war „Gänsehaut-Feeling“ eine der wohl meistbenutzten Situationsbeschreibungen der Live-Kommentatoren in den Nicht-Mainstream-Kanälen. Da wirkte der eher nüchterne, und sicher auch von den meisten schon tausendmal gehörte Vortrag über die „Unwahrheiten“ der &#8222;Mainstream&#8220;-Virologen gegenüber der „Wahrheit“ eines ungefährlichen Coronavirus fast schon abturnend – eben gar nicht Gänsehaut-geeignet, sondern schnöde <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/corona-krise-wir-brauchen-dringend-ein-neues-ziel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auseinandersetzung mit der Pandemie</a>. Das Kribbeln auf der Haut ist aber fester Bestandteil dieses Marketing-Plans, sei es durch die mehrfach mit tausenden Stimmen intonierte Nationalhymne, die von der Bühne gebrüllte „Tschüss, Frau Merkel“-Parole eines Heiko Schrang, oder das DJ-Posing des Moderators und anschließendem Deutschrap-Song &#8211; ein kurzes Exklusivkonzert für Zehntausende von der Hauptbühne, das übrigens so in Deutschland derzeit nirgendwo sonst erlaubt wäre. Und fertig ist das Multi-Marketing-Konzept für eine völlig heterogene Gruppe Andersdenkender auf der Suche nach einer wirklich großen Plattform. „Groß“ ist dabei ein Attribut, das allen sehr zu gefallen scheint, seien es die „Groß-Geber“ einer 100.000-Euro Spendenaktion, der „transatlantische Anschluss“ an eine US-Kinderstiftung, oder die dann doch immer wieder kurz aufblitzenden Schätzungen von einer, zwei oder gar acht Millionen Teilnehmern an diesem Tag. Nur Groß-Koch Attila Hildmann, der ebenfalls sehr gerne in beeindruckenden Metaphern redet, hat dabei irgendwie mal wieder die Abzweigung verpasst: er landet am späten Nachmittag – medial dokumentiert durch wenig schmeichelnde Pressebilder – kurzerhand in Polizeigewahrsam.</p>
<p><em>Niemand verhandelt erfolgreich mit Sars-Cov-2</em></p>
<p>30.000 oder auch etwas mehr werden es wohl wirklich gewesen sein, aber eine irgendwie relevante Anti-Corona-Front war es eben nicht – sondern nur eine geschickt eingesammelte Menschentraube großen Ausmaßes. Zukunft kann das kaum haben, dafür sind die ideologischen Gräben zwischen radikalen Extremisten, friedlichen Esoterikern und reinen Spaß-Demonstranten sicher auf Dauer zu groß. Was sie alle einen mag, ist der diffuse Wunsch nach irgendeiner Veränderung. Weshalb, wohin und wie – das bleibt im Dunklen. „Mehr Liebe und mehr Wahrheit“ ist so ziemlich das einzige, was dazu an Programmatik von der Bühne zu hören ist, wenn man mal von den an diesem Tag grundsätzlich konsensfähigen Krawall-Botschaften &#8222;Beschränkungen abschaffen&#8220;, „Widerstand“, „Lügenpresse“ und „Corona-Diktatur“ absieht. So muss diese Bewegung in sich sehr bald Frustration auslösen, denn sie kann nicht einmal im Ansatz liefern, was sie im Kern verspricht: einen politisch veränderten Umgang mit der Corona-Pandemie. Sars-Cov-2 lässt ohnehin nicht mit sich verhandeln, und 30.000, 50.000 oder sogar 500.000 Demonstranten stürzen auch keine Demokratie.</p>
<p>Bleibt nur zu hoffen, dass die Bewegung mit all ihren verschiedenen Teilgruppen schon bald das gleiche Schicksal erfährt, wie vielleicht auch das Coronavirus: Im Laufe der Zeit einfach weniger gefährlich zu werden und irgendwann ein gut beherrschbarer und nicht weiter aufregender Teil unseres Alltags. Auf einen Impfstoff zu hoffen, scheint nicht nur für Hinblick auf das Virus eine eher unsichere Angelegenheit zu sein.</p>
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		<title>Krisenbewältigung für Entscheider</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 08:04:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die aktuelle Situation stellt die Wirtschaft weltweit vor Herausforderungen, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Die aktuellen Fälle, wie beispielsweise Vapiano, Esprit, Poggenpohl, Mister Minit oder Condor stehen stellvertretend für eine Vielzahl von Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Sie zeigen außerdem, dass sich die...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die aktuelle Situation stellt die Wirtschaft weltweit vor Herausforderungen, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Die aktuellen Fälle, wie beispielsweise Vapiano, Esprit, Poggenpohl, Mister Minit oder Condor stehen stellvertretend für eine Vielzahl von Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Sie zeigen außerdem, dass sich die pandemiebedingten Beeinträchtigungen branchenübergreifend auswirken. </strong></p>
<p>In dieser Situation ergibt sich für viele Unternehmen die Frage, ob etwaige Angebote des staatlichen Rettungsschirms in Anspruch genommen werden sollten. Zudem wird in den Vorstandsetagen über das Für und Wider einer gerichtlichen Sanierung über den Weg eines Eigenverwaltungs- bzw. <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/corona-ueberbrueckungshilfe-fuer-kmu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutzschirm</a>verfahrens diskutiert.</p>
<p>Um das eigene Unternehmen souverän aus dieser Krise zu steuern, müssen die sinnvollsten Optionen ausgelotet werden. Hierfür bedarf es dem richtigen Feingefühl in der Einschätzung der eigenen Situation und Weitsicht in der Auswahl der passenden Maßnahmen. Wir haben den hohen Beratungsbedarf erkannt und sehen uns in der Verantwortung unseren Beitrag zur Bewältigung und Überwindung der spezifischen, wirtschaftlichen Problemstellungen zu leisten.</p>
<h6><strong>1.Staatlicher Rettungsschirm</strong></h6>
<p>In dieser Krise kann es von existenzieller Bedeutung sein, unternehmerische Entscheidungen mit der erforderlichen Sorgfalt zu treffen. Die Frage nach einer ordentlichen und gewissenhaften Unternehmensführung ist eng mit rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Ein zentraler Aspekt ist hierbei die Planung und Sicherstellung der Liquidität.</p>
<p>Einerseits kommen hierbei Kredite über die Hausbank mit einer Absicherung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Betracht. Auch die zeitweise Aussetzung der Mietzinszahlungen stellt für viele Unternehmen eine Option dar. Beide Maßnahmen führen jedoch zu höheren Schulden und Verbindlichkeiten. Ein weiterer Punkt ist das Kurzarbeitergeld, das eine Lohnfortzahlung von 60 bis 67 % zur Folge hat. Zur Entlastung des Unternehmens besteht außerdem die Möglichkeit einer zeitweisen und zinslosen Steuerstundung. Zudem umfasst das Maßnahmenpaket der Bundesregierung die zeitweise Aussetzung der Insolvenzantragspflicht. Diese gilt vorerst bis zum 30. September 2020. Damit einhergehend wurden die Pflichten und Haftungsrisiken der Gesellschafter sowie der Organe begrenzt. In diesem Kontext wurden auch die Möglichkeiten der Insolvenzanfechtung zeitweise ausgesetzt bzw. eingeschränkt.</p>
<h6><strong>2.Gerichtliche Sanierung über Eigenverwaltungs-/Schutzschirmverfahren</strong></h6>
<p>Neben dem Grundsatz, die Ansprüche der Gläubigerseite bestmöglich zu befriedigen, steht aber auch der Erhalt und die tatsächliche Sanierung des angeschlagenen Unternehmens im Fokus der neuen Sanierungskultur. Durch reduzierte Haftungs- und Anfechtungsrisiken soll eine Sanierung gefördert werden. Zudem wird die Eigenverwaltung mit dem Ziel verbunden, mit Hilfe eines Insolvenzplans auch ohne Zustimmung aller Gläubiger, das Unternehmen bzw. die betreffenden Anteile zu erhalten. Zudem werden Vollstreckungsmaßnahmen zeitweise ausgesetzt. Zusätzlich ergeben sich Liquiditätsvorteile: So besteht ein Anspruch auf Insolvenzgeld. Dieses beinhaltet eine 100%-ige Lohnfortzahlung über drei Monate. Ein Tilgungsstopp und die Erstattung abgeführter Umsatzsteuer kann weitere Liquiditätsvorteile bilden. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten der Vertragsbeendigung erleichtert. Auch im Hinblick auf Arbeitsverhältnisse und die Beendigung langfristiger Mietverhältnisse wurden die Anforderungen der Kündigung vereinfacht.</p>
<p>Unternehmen, die von der aktuellen Krise in besonderem Maße betroffen sind, benötigen hier professionelle Hilfe durch Sanierungs- und Restrukturierungsexperten. Als Mitglied des <a href="https://www.bvmw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BVMW</a> können Sie bei der Suche nach einem geeigneten Sanierungs- und Restrukturierungsexperten vom bundesweiten Netzwerk der LEGIAL AG profitieren. Das erste Beratungs- und Orientierungsgespräch, das bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen kann, ist unverbindlich und kostenlos.</p>
<p>Sollten Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, hat die LEGIAL AG hierfür bereits entsprechende Kontaktmöglichkeiten geschaffen:</p>
<p>E-Mail:             <a href="mailto:corona-soforthilfe@legial.de">corona-soforthilfe@legial.de</a></p>
<p>Telefon:           089 588 086 570</p>
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		<title>Corona-Überbrückungshilfe für KMU</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 12:40:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach der Soforthilfe zu Beginn der Krise können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, nun die sogenannte Corona-Überbrückungshilfe erhalten. Konkret können Betriebe, deren Umsätze im April und Mai im Vergleich zum Vorjahr zusammengenommen um mindestens 60 Prozent zurückgegangen sind,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/bayerische-soforthilfe-greift-nur-in-notfaellen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Soforthilfe</a> zu Beginn der Krise können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, nun die sogenannte Corona-Überbrückungshilfe erhalten. Konkret können Betriebe, deren Umsätze im April und Mai im Vergleich zum Vorjahr zusammengenommen um mindestens 60 Prozent zurückgegangen sind, diese in Anspruch nehmen. Insgesamt stehen dafür im Rahmen des Konjunkturprogramms rund 25 Milliarden Euro zur Verfügung. „Unsere Überbrückungshilfe ermöglicht es Unternehmen, die von der Krise besonders hart betroffen sind, bald wieder durchzustarten“, betont Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Betroffene KMU können so bis zu 150.000 Euro als Zuschuss erhalten, der nicht zurückgezahlt werden muss.</p>
<h5><strong>Die Überbrückungshilfe</strong></h5>
<p>Durch die Überbrückungshilfe sollen die Fixkosten von besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen zumindest teilweise gedeckt werden. Förderfähige Kosten sind unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Beantragen können diese KMU, aber auch Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen. Die Auszahlung übernimmt dabei das jeweilige Bundesland. Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und  Missbrauch, wie dies bei der Soforthilfe zu häufig vorgekommen ist, zu verhindern, kann die Überbrückungshilfe nur über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer beantragt werden.</p>
<p>Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen. Die maximale Höhe der Corona-Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der Erstattungsbetrag maximal 3.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate, bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten maximal 5.000 Euro pro Monat für bis zu drei Monate. Die Anträge müssen bis spätestens 31. August gestellt werden.</p>
<h5><strong>Beantragung in Bayern</strong></h5>
<p>Im Freistaat zuständig für die Abwicklung des Antragsverfahrens ist die <a href="https://www.ihk-muenchen.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Industrie- und Handelskammer</a> (IHK) für München und Oberbayern. „Das Verfahren wird vom Antrag über die Bearbeitung bis zur Auszahlung vollständig digital ablaufen. Laut Bund soll die Bearbeitung der Anträge in den Ländern ab dem 20. Juli möglich sein, die Auszahlung der Hilfsgelder könnte ab dem 24. Juli folgen. Stand heute ist von etwa 200.000 Anträgen auszugehen&#8220;, sagt Dr. Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern. Über eine eigene Online-Plattform kann der zuständige Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer ab dem 10. Juli die Überbrückungshilfe beantragen. &#8222;Mit der Corona-Soforthilfe haben wir dafür gesorgt, dass die Unternehmen trotz weggebrochener Umsätze liquide bleiben. Es muss nun alles darangesetzt werden, dass den Betrieben nicht zu einem späteren Zeitpunkt die Luft ausgeht“, bekräftigt Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.</p>
<p>Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer können sich unter <a href="http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de</a> registrieren und die Anträge einreichen.</p>
<p>Alle Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe und den Antragsbedingungen sind online verfügbar unter der <a href="https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums</a> sowie der IHK.</p>
<p>IHK-Überbrückungshilfe-Hotline Bayern: 089/5116-1111</p>
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		<title>BVMW spricht mit Wirtschaftsweiser Prof. Schnitzer über Corona-Krise</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 12:54:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der BVMW Bayern diskutierte letzte Woche im Rahmen eines Web-Seminares mit Prof. Dr. Monika Schnitzer von der Ludwig-Maximilians-Universität München über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Im Fokus standen dabei Fragen zur Konjunktur in Deutschland und Europa, den geplanten Hilfspaketen, dem europäischen Handel und den mittelständischen Unternehmen in der Zeit nach der Corona-Krise....]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der BVMW Bayern diskutierte letzte Woche im Rahmen eines Web-Seminares mit Prof. Dr. Monika Schnitzer von der Ludwig-Maximilians-Universität München über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Im Fokus standen dabei Fragen zur <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/bayerische-wirtschaft-abgestuerzt-steht-erholung-bevor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konjunktur</a> in Deutschland und Europa, den geplanten Hilfspaketen, dem europäischen Handel und den mittelständischen Unternehmen in der Zeit nach der Corona-Krise.</p>
<p>Prof. Dr. Schnitzer ist als Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seit 2020 eine der so genannten „Wirtschaftsweisen“, die regelmäßig Prognosen und Empfehlungen an die Bundesregierung abgeben. Zudem ist sie Lehrstuhlinhaberin für Komparative Wirtschaftsforschung an der LMU München. Der Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre liegt im Bereich der Wettbewerbspolitik, der Innovationsökonomik und der multinationalen Unternehmen.</p>
<h5><strong>Aktuelle Konjunkturprognose vorgestellt</strong></h5>
<p>Im Online-Gespräch, moderiert von Achim von Michel, Pressesprecher und Landesbeauftragter Politik des BVMW Bayern, stellte Prof. Schnitzer zunächst die aktuelle Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vor. Demnach erwarten die Experten eine baldige Erholung des Konsumniveaus: Für das Jahr 2020 rechnen die Experten zwar noch mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,5 Prozent, erklärte Prof. Schnitzer. Nächstes Jahr erwarten sie dann aber eine Phase der Erholung und ein positives Wachstum von 4,9 Prozent. Damit dürfte das BIP im Jahr 2022 wieder auf dem Niveau vor der Pandemie liegen. Die Arbeitslosenquote wird in den kommenden Monaten weiter ansteigen und erst im Jahresverlauf 2021 wohl langsam wieder zurückgehen.</p>
<p>In Europa sieht es ähnlich aus, wenn auch mit stärkeren Ausschlägen: Für den Euro-​Raum rechnet der Sachverständigenrat mit einem Rückgang des realen BIP im Jahr 2020 um 8,5 Prozent und einem positiven Wachstum von 6,2 Prozent im Jahr 2021.</p>
<h5><strong>Zuschüsse statt Kredite innerhalb der EU sinnvoll &#8211; aber unter Bedingungen</strong></h5>
<p>Angesprochen auf die hohe Schuldenlast vieler EU-Staaten betonte Prof. Schnitzer, dass Zuschüsse aus dem EU-Hilfspaket eher als Kredite das Mittel der Wahl seien, um den schwer getroffenen Krisenländern zu helfen. Diese müssten jedoch an erfüllbare Bedingungen geknüpft werden.</p>
<p>Deutschland könne sich anders als viele andere EU-Staaten hingegen die Aufnahme neuer Schulden leisten: Die Expertin erklärte im Hinblick auf das deutsche Konjunkturpaket und seine vielfältigen Maßnahmen, dass damit ein ziemlich breit gestreuter Effekt erreicht werden könne.</p>
<p>Auf die Frage eines Teilnehmers, wie sich die Corona-Krise auf die Inflation auswirken wird, antwortete Prof. Dr. Schnitzer: „Wir rechnen weder mit einer Deflation noch mit einer Hyperinflation. Aktuell sehen wir einen leichten Rückgang der Inflation […], wie konkret sich das aber weiter entwickeln wird, wird die Zeit zeigen.“</p>
<h5><strong>Trotz Lockerungen unsichere Aussichten</strong></h5>
<p>Die Wirtschaftswissenschaftlerin gab dennoch auch zu bedenken, dass mit einer deutlich länger anhaltenden Schwächephase zu rechnen sei, falls es nicht gelingen sollte, die Anzahl der Neuinfektionen weiter gering zu halten und den bisherigen Lockerungskurs fortzusetzen. &#8222;Es kommt darauf an, dass wir wieder auftretende Infektionen so eindämmen, dem so nach gehen, dass wir das lokal begrenzen können&#8220;, so Prof. Dr. Schnitzer.</p>
<p>Das vollständige Webinar finden Sie HIER.</p>
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		<title>Luftfahrtstandort Bayern bedroht</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 07:59:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Corona-Krise setzt den Industriestandort Bayern weiter unter Druck. Neben der Automobilindustrie bekommen das nun auch Zulieferer aus Luft- und Raumfahrt zu spüren: Nachdem Airbus aufgrund des Auftragseinbruchs den Abbau von 15.000 Stellen angekündigt hat, befürchten viele Zulieferer in Bayern einen langfristigen Umsatzeinbruch. „Der Zusammenbruch des weltweiten Luftverkehrs bedingt […]...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/bayerische-wirtschaft-abgestuerzt-steht-erholung-bevor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corona-Krise</a> setzt den Industriestandort Bayern weiter unter Druck. Neben der Automobilindustrie bekommen das nun auch Zulieferer aus Luft- und Raumfahrt zu spüren: Nachdem Airbus aufgrund des Auftragseinbruchs den Abbau von 15.000 Stellen angekündigt hat, befürchten viele Zulieferer in Bayern einen langfristigen Umsatzeinbruch. „Der Zusammenbruch des weltweiten Luftverkehrs bedingt […] eine dramatische Situation für unsere Zulieferkette“, warnt Arndt Schoenemann, Vizepräsident für Ausrüstung und Werkstoffe des <a href="https://www.bdli.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverbands für die Deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie</a> (BDLI).</p>
<h5><strong>Auch Politik sieht Handlungsbedarf</strong></h5>
<p>Bayerns <a href="https://www.stmwi.bayern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wirtschaftsminister</a> Hubert Aiwanger hat nun den angekündigten Abbau von Airbus-Arbeitsplätzen als „große Herausforderung für den Luft- und Raumfahrtstandort Bayern und insbesondere für den Raum Augsburg“ bezeichnet. Um ein gemeinsames Konzept zur Unterstützung des Standorts Bayern zu entwickeln steht Aiwanger seit dieser Woche in engem Austausch mit Vertretern der Branche. Bereits am Mittwoch stimmte sich der Wirtschaftsminister mit dem Vorstandschef der Augsburger Airbus-Tochtergesellschaft Premium Aerotec, Thomas Ehm, ab. „Die für die nächsten Jahre weltweit zu erwartenden Auftragsrückgänge für zivile Flugzeuge sind einschneidend“, so Aiwanger.</p>
<h5><strong>BDLI: „Die Lage ist dramatisch“</strong></h5>
<p>Die Corona-Pandemie stellt die Luft- und Raumfahrtindustrie vor die größte Herausforderung ihrer Geschichte. „Die Lage ist dramatisch. Wir sind über Nacht ein halbes Jahrhundert zurückgeworfen worden, was Reisen und internationalen Austausch anbetrifft“, so BDLI-Präsident Dirk Hoke. Viele Fluggesellschaften mussten inzwischen staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, um nicht in die Insolvenz zu schlittern. Weltweit wurden laut IATA (International Air Transport Association) bereits 123 Milliarden US-Dollar an staatlicher Unterstützung gewährt (Stand Mai 2020). Darunter so renommierte Namen wie Air France-KLM, die skandinavische SAS, American Airline oder Emirates. Und auch für die deutsche Lufthansa ist inzwischen der Weg frei für eine staatliche Beteiligung und die damit verbundene Milliardenhilfen.</p>
<h5><strong>Corona-Krise wird zu Einschnitten führen</strong></h5>
<p>Ob sich die Fluggesellschaften und die Luftfahrtindustrie überhaupt wieder vollständig erholen werden bleibt fraglich. Die IATA rechnet inzwischen mit weltweit mehr als 30 Airlines, die die aktuelle Krise nicht überstehen werden. Für Flugzeugbauer und deren Zulieferer bedeutet dies weniger Aufträge und einen langfristig niedrigeren Umsatz. „Diese mittelständisch geprägten Unternehmen bluten in einem noch nie dagewesenen Tempo finanziell aus. Die aktuelle Situation stellt die Existenz vieler Unternehmen infrage“, so Arndt Schoenemann. Davon ist Bayern besonders betroffen: Laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit arbeiten ca. 27 Prozent aller in Deutschland Beschäftigten der Branche in Bayern (Stand 2013). Der BDLI ruft daher zu schnellen und unbürokratischen Maßnahmen auf, um die Zukunft dieser für die Exportnation Deutschland zentralen, systemrelevanten Branche zu sichern. „Wir brauchen Exportbürgschaften sowie Finanzierungsunterstützung für den Absatz“, fordert Reiner Winkler, BDLI-Vizepräsident Luftfahrt. „Dies umfasst eine Absicherung der Flugzeugfinanzierung und eine Erweiterung der Exportgarantien durch das Bundeswirtschaftsministerium.“</p>
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		<title>Münchner Wirtschaft 2020: So groß sind die Einbußen durch Corona</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 08:00:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diese Woche erschien der Jahreswirtschaftsbericht der Landeshauptstadt München, der alle wichtigen aktuellen Zahlen zum Wirtschaftsstandort München liefert. Bei der letzten Veröffentlichung 2019 war die Münchner Wirtschaft noch sehr gut aufgestellt: Ein dynamischer Arbeitsmarkt mit historisch niedriger Arbeitslosenquote, hohe Einnahmen durch die Gewerbesteuer und eine hohe Kaufkraft kennzeichneten die Qualität des...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche erschien der Jahreswirtschaftsbericht der Landeshauptstadt München, der alle wichtigen aktuellen Zahlen zum Wirtschaftsstandort München liefert. Bei der letzten Veröffentlichung 2019 war die Münchner Wirtschaft noch sehr gut aufgestellt: Ein dynamischer Arbeitsmarkt mit historisch niedriger Arbeitslosenquote, hohe Einnahmen durch die Gewerbesteuer und eine hohe Kaufkraft kennzeichneten die Qualität des Standorts. Nun zeigen die Zahlen für das erste Halbjahr 2020 die schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns und der Corona-Pandemie. Der Bericht listet dabei die bereits sichtbaren Einbußen aus dem ersten Quartal 2020 nach Branchen auf.</p>
<h4><strong>Auswirkungen der Corona-Krise stark branchenabhängig</strong></h4>
<p>Auffällig ist dabei, dass sich die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Krise stark von Branche zu Branche unterscheiden. In München sind vor allem das Gastgewerbe, das verarbeitende Gewerbe, der Handel und die Kultur- und Kreativwirtschaft besonders stark betroffen, während andere Wirtschaftssektoren nur geringe oder sogar positive Effekte verzeichnen.</p>
<h4><strong>Verarbeitendes Gewerbe: fast 37 Prozent minus</strong></h4>
<p>Knapp 24 Prozent der wirtschaftlichen Wertschöpfung Münchens wird im produzierenden Sektor erarbeitet. Viele Industriebereiche haben internationale Zuliefererbeziehungen, weshalb aufgrund unterbrochener Lieferketten bereits früh negative Effekte festzustellen waren. Aufgrund der Corona-induzierten Abstandsgebote wurden zudem die Produktionsprozesse zum Teil heruntergefahren. Zugleich kam es zeitweise zu kompletten Nachfrageausfällen. Die aktuellen Umsatzzahlen vom April zeigen für das Verarbeitende Gewerbe in München daher einen Umsatzrückgang von 36,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Auslandsumsatz sank um 34,9 Prozent.</p>
<h4><strong>Tourismus: minus 76 Prozent </strong></h4>
<p>Der vollständige Wegfall des Tourismus, der in München jährlich einen Wirtschaftswert von 8,3 Mrd. Euro generiert, ließ die gesamte touristische Wertschöpfung für die Monate März bis Mai ersatzlos ausfallen. Außerdem liegt der gesamte Bereich des Messe- und Kongresstourismus aufgrund der nicht stattfindenden Veranstaltungen zumindest bis zur Wiedereröffnung der Messe München im September brach. So gut wie alle Großveranstaltungen mussten für 2020 abgesagt werden, darunter das Oktoberfest mit einem Umsatzausfall von 1,23 Mrd. Euro.</p>
<p>Für das Gastgewerbe lässt sich der Umsatzausfall nicht eingegrenzt für München benennen. Die bayerischen Zahlen, die auf München mindestens so zutreffen, nennen jedoch für den April einen Umsatzrückgang von 76,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und einen Beschäftigungsrückgang von 28,4 Prozent.</p>
<h4><strong>Einzelhandel: bis zu minus 80 Prozent</strong></h4>
<p>Im Einzelhandel konnten Geschäfte des täglichen Bedarfs während der Ausgangsbeschränkungen geöffnet haben und Umsatzzuwächse verzeichnen, der sonstige lokale Einzelhandel erlitt andererseits massive Umsatzausfälle. Hier kommt ebenfalls die fehlende Nachfrage der ausbleibenden Touristen zum Tragen. Die gegensätzlichen Effekte sind auch in den aktuellen April-Zahlen für Bayern sichtbar: der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet ein Umsatzplus von 13,4 Prozent, während der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen einen Umsatzeinbruch von 80,2 Prozent beklagt. Über die gesamte Branche betrachtet, liegt der Rückgang bei 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.</p>
<h4><strong>Schlechte Aussichten für Kultur- und Kreativwirtschaft</strong></h4>
<p>Die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/schlechte-aussichten-fuer-veranstaltungs-und-kreativbranche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Kultur- und Kreativwirtschaft</a> ist maßgeblich von den Auswirkungen der durch die Corona-Krise notwendigen Schutzmaßnahmen und Beschränkungen betroffen. Die Umsatzeinbußen sind kaum durch nachholendes Geschäft zu kompensieren und für einen Großteil der Kultur- und Kreativschaffenden zumeist schon jetzt existenzbedrohend. Überdies werden hier weiter anhaltende Beschränkungen, die Absage von Großevents und die Kürzung von Marketing- und Kulturbudgets für weit über die nächsten Monate hinaus eine prekäre Situation zur Folge haben.</p>
<h4><strong>Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt</strong></h4>
<p>Für den Arbeitsmarkt haben die Probleme der unterschiedlichen Branchen schlechte Auswirkungen: Statt der sonst üblichen Frühjahrsbelebung stieg die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent im April und im Mai ein weiteres Mal auf jetzt 4,8 Prozent.  Insgesamt stieg die Zahl an Arbeitslosen im Agenturbezirk München in diesen beiden Monaten um 14.500. Im Agenturbezirk München gingen zudem in drei Monaten 22.344 Anzeigen zur Kurzarbeit ein.</p>
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		<title>Video: Mittelstands Unterstützung mit dem &#8222;Krisen-PAULA-Tool&#8220;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2020 12:57:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie kommen ich und meine Mitarbeiter gut durch Krisen? Die Corona-Krise belastet derzeit den deutschen Mittelstand in ungeahntem Ausmaß. Im BVMW #afterLunchTreff verrät Christina Scheck von Business meets Chiemgau, wie man gestärkt als Team aus einer Krise herausgeht, was das neue &#8222;Krisen-PAULA-Tool&#8220; ist und welche Vorteile es für KMU bietet:...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kommen ich und meine Mitarbeiter gut durch Krisen? Die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/absturz-der-bayerischen-exporte-durch-coronakrise-zeichnet-sich-ab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corona-Krise</a> belastet derzeit den deutschen Mittelstand in ungeahntem Ausmaß. Im <a href="https://www.bvmw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BVMW</a> <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=%23afterLunchTreff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#afterLunchTreff</a> verrät Christina Scheck von <a href="https://www.business-meets-chiemgau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Business meets Chiemgau</a>, wie man gestärkt als Team aus einer Krise herausgeht, was das neue &#8222;Krisen-PAULA-Tool&#8220; ist und welche Vorteile es für KMU bietet:</p>
<p><iframe title="#afterLunchTreff - 4 Mittelstands Unterstützung mit dem Krisen PAULA-Tool von Christina Scheck" width="1400" height="788" src="https://www.youtube.com/embed/HsdyYqyUttw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mittelstand zeigt sich in Krise robust und kämpferisch</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2020 07:40:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der deutsche Mittelstand hält tapfer die Stellung: Trotz Konjunktureinbruch in Folge des Corona-Shutdowns haben bisher nur 8 Prozent der mittelständische Unternehmen Mitarbeiter entlassen müssen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank (DZ Bank) mit 1043 Teilnehmern. Allerdings blicken viele der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer pessimistisch...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Mittelstand hält tapfer die Stellung: Trotz Konjunktureinbruch in Folge des Corona-Shutdowns haben bisher nur 8 Prozent der mittelständische Unternehmen Mitarbeiter entlassen müssen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der <a href="https://www.dzbank.de/content/dzbank_de/de/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank</a> (DZ Bank) mit 1043 Teilnehmern. Allerdings blicken viele der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer pessimistisch in die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/corona-krise-wir-brauchen-dringend-ein-neues-ziel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nahe Zukunft</a>.</p>
<h5><strong>Corona-Krise stellt Robustheit von KMU auf eine harte Probe  </strong></h5>
<p>Trotz solider Eigenkapitalausstattung musste bereits über ein Fünftel der befragten Unternehmen staatliche Förderkredite beantragen. Dies gilt für Unternehmen aus fast allen Wirtschaftssektoren. Lediglich die Landwirtschaft, Elektroindustrie und das Baugewerbe kommen noch nahezu ohne staatliche Unterstützung aus. So bewerten beispielsweise immer noch 85 Prozent der mittelständischen Bauunternehmen ihre aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“. Insgesamt hat sich die Stimmung im Mittelstand jedoch deutlich eingetrübt. Besonders große Sorgen äußern hierbei Unternehmen aus der Metall-, Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie aus dem Dienstleistungsgewerbe.</p>
<h5><strong>U</strong><strong>nternehmen setzen auf Kurzarbeit</strong></h5>
<p>Um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen mussten viele KMU inzwischen Kurzarbeit beantragen. „Auf Kurzarbeit greifen bereits jetzt mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen zurück. Das Instrument, das sich bei zahlreichen Unternehmen schon in der Finanzkrise 2008/09 bewährt hat, um wertvolle Fachkräfte nicht zu verlieren, wenden vor allem die ohnehin stark gebeutelten Maschinen- und Fahrzeugbauer an“, sagt DZ BANK-Volkswirt Dr. Claus Niegsch. Laut Umfrage befinden sich derzeit zwei Drittel der Mitarbeiter von mittelständischen Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau und Automobil in Kurzarbeit.</p>
<h5><strong>Mittelstand zeigt sich flexibel</strong></h5>
<p>Um Entlassungen zu umgehen ergreifen viele Betriebe unterschiedlichste Werkzeuge.  Insgesamt setzen 63 Prozent der befragten Unternehmen kurzfristig auf Maßnahmen wie den Abbau von Überstunden oder Betriebsurlaub. Zudem ermöglichen inzwischen fast drei Viertel der Mittelständler ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice. Weitere 12 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihr Geschäftsmodell im Zuge des Shutdowns neu ausgerichtet zu haben. Vor allem kleinere Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als fünf Millionen Euro im Jahr zeigen sich dank kurzer Entscheidungswege flexibel. Unter ihnen hat bislang beinahe jedes sechste Unternehmen eine Neuausrichtung des Geschäftsmodells vorgenommen.</p>
<p>„Es ist erfreulich, dass sich der Mittelstand trotz des schwierigen Marktumfelds kämpferisch zeigt und mehrheitlich nach alternativen Lösungen sucht, um Umsätze zu sichern“, betont Uwe Berghaus, Vorstandsmitglied der DZ BANK. „Den deutschen Mittelstand kennzeichnet ein ausgeprägter Unternehmergeist. Davon können die Unternehmen auch in Krisenzeiten stark profitieren.“</p>
<p>Dennoch werden die Einsparungen durch Kurzarbeit, Neustrukturierungen und weitere Maßnahmen immer häufiger nicht ausreichen, so das Ergebnis der Umfrage. So plant inzwischen unter den Metall-, Maschinenbau- und Automobilunternehmen sowie im Dienstleistungssektor sogar jedes zehnte Unternehmen, Entlassungen vorzunehmen oder hat dies bereits tun müssen.</p>
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		<title>Verändert die Corona-Krise unsere Art zu arbeiten?</title>
		<link>https://www.mittelstandinbayern.de/veraendert-die-corona-krise-unsere-art-zu-arbeiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[webmaster MIB]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 08:00:09 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
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					<description><![CDATA[Durch die Corona-Krise wird unsere gewohnte Art zu leben und zu arbeiten derzeit auf den Kopf gestellt. Im Zuge von Ausgangsbeschränkungen und Kontakteinschränkungen finden sich viele Arbeitnehmer erstmals in ihrem Arbeitsleben über einen längeren Zeitraum im Homeoffice wieder. Gleichzeitig gewinnen flexible Arbeitszeitmodelle aufgrund von geschlossenen Kitas und Schulen deutlich an...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Corona-Krise wird unsere gewohnte Art zu leben und zu arbeiten derzeit auf den Kopf gestellt. Im Zuge von Ausgangsbeschränkungen und Kontakteinschränkungen finden sich viele Arbeitnehmer erstmals in ihrem Arbeitsleben über einen längeren Zeitraum im Homeoffice wieder. Gleichzeitig gewinnen <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/verbaende-wollen-flexiblere-arbeitszeiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flexible Arbeitszeitmodelle</a> aufgrund von geschlossenen Kitas und Schulen deutlich an Bedeutung. Da die aktuellen Einschränkungen über kurz oder lang wieder aufgehoben werden, stellt sich nun die Frage: Kehren wir nach der Corona-Krise wieder zu alten Gewohnheiten zurück oder wird sich unsere Art zu arbeiten nachhaltig verändern? Im Interview hat uns Frau Dr. Katharina Lochner, Professorin für Wirtschaftspsychologie am Iserlohner Campus der University of Applied Sciences Europe, die wichtigsten Fragen dazu beantwortet.</p>
<p><strong><em>1. Frau Dr. Lochner, viele Menschen, besonders aus kleinen und mittelständischen Betrieben, befinden sich derzeit aufgrund der Corona-Krise erstmals in ihrem Arbeitsleben über längere Zeit im Homeoffice. Kontakt mit Kollegen, Kunden oder dem Chef findet nur per Telefon oder E-Mail statt. Kann das über einen längeren Zeitraum funktionieren?</em></strong></p>
<p>So ganz ohne persönlichen Kontakt wird es auf die Dauer schwierig werden. Die Forschung beschäftigt sich ja schon seit längerem mit dem Thema virtuelle Teams, und aus dieser Forschung werden die Schwierigkeiten deutlich: Zunächst erfordert virtuelles Zusammenarbeiten eine sehr klare Abstimmung über Ziele, Herangehensweisen und Rollen. Wenn hier unsorgfältig vorgegangen wird, führt es zu Misskommunikation und damit letzten Endes zu schlechteren Arbeitsergebnissen und Frust. Über einen kürzeren Zeitraum ist das vielleicht nicht so schlimm, aber über einen längeren Zeitraum können hier die Folgen schon gravierend werden. Informationsaustausch und Wissensmanagement sind weitere Themen, die über die Distanz wirklich herausfordernd sind. Zudem ist das Thema Vertrauen ein großes: Man sieht nicht, was, wie und wie viel die anderen arbeiten, und auch der persönliche Kontakt zur Vertrauensbildung fehlt. Das kann schnell dazu führen, dass die Motivation nachlässt.</p>
<p><strong><em>2. Deutschland reagiert tendenziell ja eher skeptisch auf neue Entwicklungen in der Arbeitswelt. So sind viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer Neuerungen wie flexiblen Arbeitszeitmodellen oder digitalen Tools bisher mit Zurückhaltung begegnet. Wird sich durch die aktuelle Situation an dieser misstrauischen Einstellung etwas ändern?</em></strong></p>
<p>Misstrauen mag ein Grund für die Zurückhaltung sein. Ich sehe jedoch einen anderen Aspekt sehr stark im Vordergrund, und zwar, dass Dinge, die nicht unbedingt notwendig sind, erst einmal auf die lange Bank geschoben werden. Hierzu gehört beispielsweise die Herstellung einer Infrastruktur, mit der flexibel gearbeitet werden kann. Diese wurde nun aus der Not heraus geschaffen, so dass zumindest jetzt die technischen Bedingungen für digitales Arbeiten vorhanden sind. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass hier und da Misstrauen gegenüber flexiblen Arbeitszeitmodellen und digitalen Tools herrscht. Allerdings sind wir meiner Meinung nach da an vielen Stellen schon weiter als wir denken. Es gibt natürlich die klassischen Vorreiter wie beispielsweise Zalando, die schon deutlich vor der Corona-Krise mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und digitalen Tools gearbeitet haben. Jedoch hat auch der Fachkräftemangel viele Mittelständler bereits dazu gebracht, hier deutlich offener zu sein. Dort hat also die Not den Wandel eingeleitet, und man macht positive Erfahrungen damit. Ich sehe nicht, warum das in Bezug auf die durch Corona bedingten Veränderungen nicht auch so sein sollte.</p>
<p><em><strong>3. Welche Vorteile bieten Homeoffice und flexible Arbeitszeitmodelle grundsätzlich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?</strong></em></p>
<p>Für mich ist ein ganz großes Plus des Homeoffice das unterbrechungsfreie Arbeiten. Es ist nicht zu unterschätzen, wie häufig man im Büro unterbrochen wird und zu welchen Reibungsverlusten das führt. Gerade bei analytischen oder konzeptionellen Aufgaben kommt man da störungsfrei viel besser voran. Darüber hinaus ermöglicht es aber auch, Beruf und Alltag besser zu integrieren. Ein Arzt-, Bank- oder Behördenbesuch kann mühelos in einen Homeoffice-Tag integriert werden. Der Alltag wird somit leichter zu organisieren, was Ressourcen befreit. Auch um pflegebedürftige Angehörige oder Kinder kann man sich besser kümmern. Zudem pendeln nicht wenige Menschen sehr weite Strecken, wenn dies zumindest an einigen Tagen wegfällt, bringt dies mehr Lebensqualität. All diese Aspekte mindern den Stress und können Arbeitnehmer damit zufriedener und produktiver machen. Aus Arbeitgebersicht ist sogar zu überlegen, ob jeder Mitarbeiter tatsächlich noch einen eigenen Arbeitsplatz benötigt. Allerdings ist hier auch zu berücksichtigen, dass es gerade unter der sogenannten Generation Z viele gibt, die lieber im Büro als zu Hause arbeiten wollen, um eine bessere Trennung von Beruflichem und Privatem zu erreichen. Und das bringt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt: Flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice sind nicht jedermanns Sache und sind auch nicht immer angebracht. Es gibt Menschen, die können zu Hause nicht arbeiten, weil sie zu abgelenkt sind und dann gar nichts schaffen oder denen die Disziplin fehlt, am Ende des Tages die Arbeit zu beenden und die damit viel zu viel arbeiten, aber dadurch unter Umständen krank werden.</p>
<p><strong><em>4. Hartnäckig hält sich auch das Vorurteil besonders von Arbeitgeberseite, im Homeoffice würde zu viel „gefaulenzt“ werden. Lässt sich das ihrer Meinung nach bestätigen?</em></strong></p>
<p>Nein. Das mag in Einzelfällen so sein. In den meisten Fällen ist es jedoch so, dass eher zu viel als zu wenig gearbeitet wird.</p>
<p><strong><em>5. In Zeiten von Facebook, Twitter und Co.: Wird durch mehr Homeoffice und Digitalisierung der direkte soziale Kontakt nicht zu sehr eingeschränkt und abgewertet?</em></strong></p>
<p>Ich denke, er verschiebt sich eher von Kollegen hin zu Familie und Freunden. Durch wegfallende Pendelzeiten hat man mehr Zeit mit dem Partner oder der Familie und vielleicht auch unter der Woche abends noch mehr Energie mit Freunden etwas zu unternehmen.</p>
<p><strong><em>6. Wie ist ihre Einschätzung: Wird die Corona-Krise die Art und Weise wie wir arbeiten nachhaltig verändern oder fallen wir wieder in die „Vor-Corona-Zeit“ zurück? </em></strong></p>
<p>Ich denke, einen Rückfall auf die „Vor-Corona-Zeit“ wird es nicht geben. Wie bereits gesagt, es wurden technische und organisatorische Voraussetzungen geschaffen, dass flexibel gearbeitet werden kann, und vielerorts wurden damit positive Erfahrungen gemacht. Daher werden wir nach der Krise sicherlich flexibler und digitaler arbeiten also vor der Krise. Jedoch bemerken viele Menschen auch jetzt erst, welche Herausforderung es stellt, sich zu Hause komplett selbst zu organisieren, wie aufwändig Informationsaustausch, Wissensmanagement und Planung sein können und wie sehr ihnen der persönliche Kontakt mit den Kollegen fehlt. Außerdem wurde in einer Art Feldexperiment ja nun erprobt, was digital gut funktioniert und was nicht, so dass nun eine informierte Entscheidung getroffen werden kann, wo zurück zum Arbeiten vor Ort in der Firma gegangen und wo tatsächlich beim flexiblen Arbeiten geblieben werden sollte.</p>
<p><strong>Über Katharina Lochner</strong></p>
<p>Dr. Katharina Lochner ist Professorin für Wirtschaftspsychologie am Iserlohner Campus der University of Applied Sciences Europe. Sie berät seit 16 Jahren Unternehmen verschiedener Branchen im In- und Ausland zu HR-Prozessen und befasst sich schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung im Recruiting und den sich durch die digitale Transformation verändernden Kompetenzen der Mitarbeiter.</p>
<p><strong>Über die University of Applied Sciences Europe – Iserlohn, Berlin, Hamburg</strong></p>
<p>Die University of Applied Sciences Europe mit Standorten in Iserlohn, Berlin und Hamburg ist eine staatlich anerkannte private Hochschule. Sie bildet in den drei Fachbereichen Wirtschaft &amp; Psychologie; Sport, Medien &amp; Event sowie Kunst &amp; Design Gestalter und Entscheidungsträger von morgen aus und setzt den Grundstein für Karrieren auf den globalen Jobmärkten der Zukunft. Durch ihr Netzwerk von zahlreichen Partnerschulen weltweit, fördert die University of Applied Sciences Europe einen internationalen und interkulturellen Austausch sowohl in Forschung und Lehre als auch in zahlreichen Praxisprojekten. Alle Bachelor-, Master- und dualen Studiengänge sind staatlich anerkannt und akkreditiert. Darüber hinaus bietet sie duale Studiengänge sowie einen digitalen, internationalen MBA an. Ende 2014 wurde sie für weitere zehn Jahre reakkreditiert und verfügt somit über das in Deutschland größtmögliche wissenschaftliche Qualitätssiegel. Weitere Informationen: <a href="https://www.ue-germany.com/">https://www.ue-germany.com/</a></p>
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