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	<title>china Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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	<description>Magazin für Wirtschaft &#38; Politik in Bayern, Deutschland und der Welt seit 2012 - Google / Bing  NEWS &#38; KI Search gelistet</description>
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	<title>china Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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		<title>Wirtschaftsbeziehungen zu China: Partnerschaft auf Augenhöhe?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2020 10:51:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland, insbesondere mit Bayern, haben sich in den vergangenen Jahren stark intensiviert. In Europa ist Deutschland, und hier vor allem der bayerische Mittelstand, der wichtigste Exportmarkt und das wichtigste Lieferland für China. Laut einer aktuellen Studie der Prognos AG im Auftrag der vbw...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland, insbesondere mit Bayern, haben sich in den vergangenen Jahren stark intensiviert. In Europa ist Deutschland, und hier vor allem der <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/bayerns-wirtschaftsminister-in-china-chance-fuer-kmu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bayerische Mittelstand</a>, der wichtigste Exportmarkt und das wichtigste Lieferland für China. Laut einer aktuellen Studie der Prognos AG im Auftrag der <a href="https://www.vbw-bayern.de/vbw/Home/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft)</a> gingen im Jahr 2017 bereits 23 Milliarden Euro an bayerischen Direktinvestitionen (circa 9 Prozent der gesamten Direktinvestitionen) nach China. Vielfach kämpfen deutsche Unternehmen allerdings immer noch mit starken rechtlichen Hindernissen und Benachteiligungen auf dem chinesischen Markt. Gleichzeitig drängen chinesische Investoren massiv in die europäische und deutsche Wirtschaft. Kann noch von einer Verbesserung der Beziehungen und einer Partnerschaft auf Augenhöhe sprechen? Oder versucht China nur seinen Einfluss weiter auszubauen?</p>
<h5><strong>Immer noch hohe Hürden</strong></h5>
<p>„Das Foreign Investment Law (FIL) hat zwar den Rahmen für ausländische Direktinvestitionen in China verbessert, geht aber an manchen Stellen nicht weit genug, um annährend gleiche Bedingungen zu erreichen. Die Wirkungen sind derzeit noch nicht klar erkennbar. Es bleibt ein legaler Unterschied zwischen ausländischen und chinesischen Unternehmen bestehen“, betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw.</p>
<p>Zwar haben sich die Bedingungen für Investitionen europäischer Firmen in China im Laufe der letzten Jahre verbessert, gleichzeitig ist vor dem Hintergrund des technologischen Aufholprozesses der Volksrepublik ein wachsendes Konkurrenzverhältnis in vielen Segmenten zu beobachten. Auch ist man laut der vbw Studie noch weit vom ausgegebenen Ziel eines „level playing fields“, also möglichst ähnliche Zugangsbedingungen zum Markt des jeweiligen Partners, entfernt.</p>
<h5><strong>China erhöht Investitionen</strong></h5>
<p>Gleichzeitig hat China seine eigenen Direktinvestitionen in Bayern und Deutschland massiv erhöht. Fokus liegt dabei vor allem auf hochtechnologischen Sektoren wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Chemie und Pharma. Als stellvertretende Beispiele stehen hier die Übernahmen von Traditionsunternehmen wie KraussMaffei, Kuka oder dem Automobilzuliefere Grammer durch chinesische Investoren, oder der Erwerb von Anteilen wie bei Daimler (9 Prozent) oder der Deutschen Bank (10 Prozent). Bereits seit einiger Zeit wird dies mit Sorge von Politik und Wirtschaft beobachtet. Forderungen nach mehr Kontrolle und einer Beschränkung des Marktzugangs werden laut. Viele befürchten bereits den Ausverkauf von deutschem Know-how, einen negativen Technologietransfer und den Verlust der Konkurrenzfähigkeit im internationalen Vergleich.</p>
<h5><strong>Corona als Chance? </strong></h5>
<p>Geht es aber überhaupt noch ohne China? Die Corona-Pandemie zeigt uns momentan, wie weit die Globalisierung vorangeschritten ist, und wie stark gerade der Technologiestandort Bayern von internationalen Zulieferern und Abnehmern abhängt. So bestätigen die neuesten Zahlen des <a href="https://www.statistik.bayern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bayerischen Landesamts für Statistik</a>, wie gravierend sich der Zusammenbruch globaler Lieferketten auf den Freistaat auswirkt: So sanken die bayerischen Importe im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,5 Prozent, die Exporte sogar um 36,8 Prozent. Besonders stark betroffen ist unter anderem der Handel mit den USA: Hier gingen die bayerischen Ausfuhren um 54 Prozent zurück, die Einfuhren um 40 Prozent. Umso erstaunlicher, dass die Importe aus China im Mai bereits wieder um 17,1 Prozent gestiegen sind. Die Exporte gingen zwar auch zurück, allerdings nur um vergleichsweise „milde“ 26,4 Prozent. Sind wir also bereits zu abhängig von China? Und sollten wir versuchen, den Handel mit dem Reich der Mitte nach Corona einzuschränken?</p>
<p>„Wir müssen uns für offene Märkte und wirtschaftliche Gleichbehandlung einsetzen und dafür eintreten, dass die Chancen der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen fair und zukunftsgerichtet realisiert werden. Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund die europäische Ebene: Nur geschlossen hat Europa das erforderliche Gewicht und die Größe, um auf Augenhöhe mit China verhandeln zu können“, so Brossardt.</p>
<p>Auch Achim von Michel, Pressesprecher und Politikbeauftragter des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) in Bayern, hält einen generellen Ausschluss Chinas vom deutschen Markt nicht für die richtige Lösung. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen zieht er andere Möglichkeiten in Betracht: So könnte beispielsweise „ein Gremium wie das Kartellamt prüfen, ob systemkritisches Know-how abwandert“, so von Michel.</p>
<h5><strong>Ausblick</strong></h5>
<p>Bedingt durch dir Corona-Krise ist die Anzahl der chinesischen Firmenübernahmen in Europa zuletzt zurückgegangen. Experten vermuten allerdings nur vorübergehend. Somit muss sich die Politik in naher Zukunft, wenn die Corona-Staatshilfen auslaufen und die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie sichtbar werden, die Frage stellen: Wie weit darf der Einfluss Chinas auf die europäische Wirtschaft reichen?</p>
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		<title>Coronavirus: Stabilisiert sich die Lage in China?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2020 15:02:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Coronavirus sorgt aktuell für Schlagzeilen: Während die Situation in Deutschland zurzeit unübersichtlich ist, scheint sich die Lage im Ausbruchsland China aktuell aber scheinbar zu verbessern: Seit einigen Tagen vermeldet die WHO in ihren täglichen Situation Reports sinkende neue Fallzahlen sowie weniger neue Todesfälle in China. Daraus lässt sich schließen,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Coronavirus sorgt aktuell für Schlagzeilen: Während die Situation in Deutschland zurzeit <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/krankheiten-experte-erwartet-60-bis-70-prozent-infizierte-in-deutschland-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200228-99-108884" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unübersichtlich</a> ist, scheint sich die Lage im Ausbruchsland China aktuell aber scheinbar zu verbessern: Seit einigen Tagen vermeldet die WHO in ihren täglichen <a href="https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Situation Reports</a> sinkende neue Fallzahlen sowie weniger neue Todesfälle in China. Daraus lässt sich schließen, dass die Zahl der Neuansteckungen in China zurückgeht. Außerhalb der schwer betroffenen Provinz Hubei werden nur noch vereinzelte neue Fälle bestätigt. Mittlerweile stecken sich mehr Menschen in anderen Ländern als in China an, gleichzeitig soll etwa die Hälfte der chinesischen Erkrankten bereits wieder gesund sein.</p>
<h4><strong>Lage in China bereits unter Kontrolle?</strong></h4>
<p>Laut chinesischen Beobachtern hat das energische Durchgreifen der Behörden die Situation unter Kontrolle gebracht: „Dank den energischen Maßnahmen der chinesischen Regierung ist jetzt in China die Ausbreitung des Virus sichtbar eingedämmt worden. Laut der jüngsten Berichte ist in China – außer in der schwer betroffenen Region Hubei – schon langsam die Normalität zurückgekehrt. Viele Unternehmen stellen ihre Produktionskapazitäten rasch wieder her“, so Xiangwu Zhang, Vize-Direktor des Repräsentanzbüros der chinesischen Provinz Jiangsu in Deutschland.</p>
<h4><strong>Auswirkungen für die Weltwirtschaft noch ungewiss</strong></h4>
<p>Der chinesischen Produktion kommt eine bedeutende Rolle für die Weltwirtschaft zu. Wenn sie wieder normal anläuft, sind das eindeutig gute Signale für deutsche Unternehmen – und damit <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/coronavirus-im-unternehmen-was-sollte-man-beachten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch für den Mittelstand</a>. Doch noch wäre jede Euphorie darüber verfrüht: Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte gegenüber der Passauer Neuen Presse, dass die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus noch „völlig ungewiss“ seien. Im Interview mit SPIEGEL und n-tv hatte Mittelstandspräsident Mario Ohoven in der vergangenen Woche auf die bereits sehr konkreten Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland hingewiesen. So werde die Krise das Wachstum in Deutschland in diesem Jahr erheblich dämpfen. &#8222;Ich gehe davon aus, dass die Wirtschaft 2020 so gut wie nicht mehr wachsen wird&#8220;, erklärte Ohoven.</p>
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		<title>Bayerns Wirtschaftsminister in China: Chance für KMU</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 12:52:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger reiste letzte Woche, begleitet von 50 Unternehmern und Unternehmerinnen sowie den Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs (Grüne) und Sandro Kirchner (CSU), nach China. &#8222;Bei dem Besuch steht der Ausbau der bayerisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen im Vordergrund&#8220;, so Aiwanger. Während der sechstägigen Reise mit den Schwerpunkten „Smart Cities und Smart Mobility“...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger reiste letzte Woche, begleitet von 50 Unternehmern und Unternehmerinnen sowie den Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs (Grüne) und Sandro Kirchner (CSU), nach China. &#8222;Bei dem Besuch steht der Ausbau der bayerisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen im Vordergrund&#8220;, so Aiwanger. Während der sechstägigen Reise mit den Schwerpunkten „Smart Cities und Smart Mobility“ besuchte die Delegation die Städte Shanghai, Guangzhou und Shenzhen.</p>
<h6><strong>Wachstumsmarkt China</strong></h6>
<p>Auch wenn in <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/innovationsstandort-deutschland-zieht-china-vorbei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">China</a> das wirtschaftliche Wachstum längst nicht mehr im zweistelligen Bereich liegt, bietet das Reich der Mitte weiterhin großes Entwicklungspotenzial: Im letzten Jahr wuchs das BIP im Vergleich zum Vorjahr immerhin noch um 6,6 Prozent. Deutschland lag im selben Zeitraum nur bei 1,5 Prozent, die Euro-Zone bei 1,8. Trotz der verlangsamten Konjunktur bietet China so nach wie vor für bayerische KMU Wachstumschancen. Insbesondere der Auf- und Ausbau des neuen, interkontinentalen Handels- und Infrastruktur-Netzes („neue Seidenstraße“) ermöglicht künftig stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Laut einer <a href="https://www.ihk-muenchen.de/Content-Repository/ifo-Studie-Megatrends-im-Welthandel-Die-neue-Seidenstra%C3%9Fe.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellen Studie</a> des ifo-Instituts im Auftrag der IHK Bayern ist durch diese verstärkte Zusammenarbeit eine Zunahme des Handels zwischen Bayern und China um bis zu 8 Prozent denkbar. Die bayerischen Exporte könnten sogar um bis zu 2,2 Milliarden Euro zulegen, so die Studie weiter.</p>
<h6><strong>Politik hat Chance erkannt</strong></h6>
<p>Auch die bayerische Regierung hat die Vorteile einer verstärkten Kooperation erkannt. Bereits seit 2004 besteht unter anderem eine Partnerschaft zwischen Bayern und der Provinz Guangdong.  Mit ihren 60 Millionen Einwohnern ist diese eine der größten urbanen Ballungsräume der Welt. &#8222;Ein wichtiges Ziel der vertieften Partnerschaft ist es, neben großen nun auch kleinen und mittleren bayerischen Unternehmen den Zugang zu diesem interessanten Markt zu ermöglichen&#8220;, bekräftigte Aiwanger bei einer Ansprache vor mehr als 200 Vertretern aus Wirtschaft und Politik.</p>
<h6><strong>Kooperation bereits voll in Gang</strong></h6>
<p>Viele bayerische Unternehmen sind bereits in China aktiv. Neben großen, international agierenden Firmen, wie Audi oder Siemens, engagieren sich nun auch immer mehr mittelständische Betriebe. Ein Beispiel ist hier die Baubranche. „Es freut mich, dass so viele hochkarätige Firmen der bayerischen Baubranche in China Geschäfte machen“, betonte Aiwanger bei der Eröffnung der BAU China, einer Schwesterveranstaltung der Welt-Leitmesse BAU München. Im Rahmen des gemeinsamen Besuchs lobte auch Guangjun Zhang, Vize-Gouverneur von Guangdong, Bayern als wichtigen deutschen Wirtschaftsmotor, sowie die bisherige Zusammenarbeit: „Ich spüre den Wunsch und die Begeisterung beider Seiten, die Zusammenarbeit zu stärken&#8220;.</p>
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		<title>Schlemmer Group expandiert weiter in China</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2015 12:25:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung hat die Ningbo Schlemmer Automotive Parts Ltd. am 16. April ihre neuen, erweiterten Produktionsflächen in Zhongshan in Südchina eingeweiht. Neben Schlemmer-CEO Josef Minster, CFO Christian von der Linde und dem lokalen Geschäftsführer Xianxiong Hu nahmen auch Verantwortliche der chinesischen Administration an der Feier teil. Auf...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung hat die Ningbo Schlemmer Automotive Parts Ltd. am 16. April ihre neuen, erweiterten Produktionsflächen in Zhongshan in Südchina eingeweiht. Neben Schlemmer-CEO Josef Minster, CFO Christian von der Linde und dem lokalen Geschäftsführer  Xianxiong Hu nahmen auch Verantwortliche der chinesischen Administration an der Feier teil. Auf rund 12.500 qm produziert das Werk in Südchina jetzt Kabelschutzsysteme, medienführende Systeme und andere Komponenten &#8211; hauptsächlich für die regional ansässige Automobilindustrie (PKW, Motorräder, Nutz- und Spezialfahrzeuge). Zu einem geringen Anteil werden auch chinesische Industriekunden aus den Branchen Maschinenbau, Schifffahrt und Bahntechnik mit Schlemmer-Produkten beliefert.</p>
<p>CEO Josef Minster erklärte zur jüngsten Werkserweiterung in der weltweiten Schlemmer-Familie: „Schlemmer wächst mit seinen sieben Werken in Changchun, Mianyang, Ningbo, Suzhou, Wuhan, Yantai und Zhongshan derzeit um 15 Prozent jährlich und ist vom Südosten bis in den Nordosten in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Die bisherige Produktion in Zhongshang war bereits zu 90 Prozent ausgelastet. Neue Großprojekte geben uns jetzt die Möglichkeit weiter im chinesischen Markt zu expandieren.“</p>
<p>Schlemmer produziert seit dem Jahr 2006 in Zhongshan. Aus anfänglich 76 Mitarbeitern ist in  der Zwischenzeit eine Belegschaft von fast 200 durchgängig chinesischen Beschäftigten entstanden. Mit der Werkserweiterung wurde die Produktionsfläche von etwa 5.000 auf 12.500 qm annähernd verdreifacht. Die neuen Produktionsanlagen ermöglichen die Herstellung von bis zu 5 Millionen Teilen im Jahr. Nur etwa 60 Prozent der hergestellten Komponenten sind Standard-Produkte, der Rest wird individuell nach den jeweiligen Vorgaben für lokal ansässige Kunden produziert. Damit verfolgt Schlemmer auch in China konsequent seine Strategie, sich zunehmend als Komponenten- und Systemlieferant für die Automobilindustrie zu positionieren.  </p>
<p>Josef Minster ist überzeugt, dass auch die jüngste Investition maßgeblich zum weiteren Wachstum der Schlemmer Group beitragen wird. „Für das Jahr 2014 hat Schlemmer zum zweiten Mal in Folge das beste Geschäftsergebnis in der Unternehmensgeschichte vorgelegt. Auch im ersten Quartal 2015 liegen wir gut im Plan. China ist mittlerweile der größte Absatzmarkt für Fahrzeuge weltweit und deshalb natürlich ein zentraler Wachstumsmarkt für uns.“ </p>
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		<title>China Poll: Deutscher Mittelstand weitet seine Aktivitäten aus</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2015 07:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Trotz rückläufigen Wirtschaftswachstums in China wollen deutsche Unternehmen ihr Geschäft im Reich der Mitte weiter verstärken. Der aktuelle &#8222;China Poll&#8220; des German Centre Shanghai und des Chinaforums Bayern, bei dem mehr als 180 in China tätige deutsche Unternehmen befragt wurden, liefert folgendes Ergebnis: 35 Prozent der bereits in China tätigen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz rückläufigen Wirtschaftswachstums in China wollen deutsche Unternehmen ihr Geschäft im Reich der Mitte weiter verstärken. Der aktuelle &#8222;China Poll&#8220; des German Centre Shanghai und des Chinaforums Bayern, bei dem  mehr als 180 in China tätige deutsche Unternehmen befragt wurden, liefert folgendes Ergebnis: 35 Prozent der bereits in China  tätigen Unternhemen Firmen plant innerhalb der nächsten drei Jahre die Errichtung neuer Niederlassungen vor Ort. </p>
<p>„Es geht den Unternehmen bei Neuansiedlungen längst nicht mehr nur um den Aufbau von Produktionsanlagen“, sagt Christian Sommer, Geschäftsführer des German Centre Shanghai. „Die in den vergangenen Jahren auf dem Markt verkauften Maschinen benötigen Ersatzteile und Reparaturen. Entsprechend stehen Service- und After-Sales-Angebote hoch im Kurs. Aber auch Unternehmen anderer Branchen suchen vermehrt nach weiteren Standorten in China: Logistiker, Rechtsanwälte, Consulting-Häuser oder Steuerberater – sie alle interessieren sich für neue Niederlassungen. Das zeigt die Befragung ebenso wie unsere Erfahrungen vor Ort.“ </p>
<p>Unabhängig von Tätigkeit und Branche geht es den Unternehmen vor allem darum, im lokalen Markt weiter erfolgreich zu sein. Als &#8222;verlängerte Werkbank&#8220; der Welt taugt das Reich der Mitte nach Überzeugung der deutschen Firmen ohnehin nicht mehr. Entsprechend haben Personalkosten bei der Standortwahl nur eine geringe Bedeutung. Entscheidend ist dagegen der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern. </p>
<p>„Die meisten deutschen Unternehmen müssen kämpfen, um geeignete Mitarbeiter zu finden“, weiß Stefan Geiger, Geschäftsführer des Chinaforums Bayern e.V. „Sie haben einen hohen Qualifizierungsbedarf. Den können insbesondere Mittelständler nicht alleine decken.“ 74 Prozent der Firmen wünschen sich daher Kooperationen bei der Aus- und Weiterbildung ihres Personals. Und 58 Prozent würden gerne Vereinbarungen treffen, die einen Verzicht auf das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitern vorsehen. </p>
<p>„Die Unternehmen prüfen sehr genau, wo sie sich niederlassen wollen. Und sie sind bei der Standortentscheidung wählerischer geworden“, zeigen die Erfahrungen von China-Experte Sommer. Insbesondere Produktions- und Einkaufsniederlassungen werden im Gegensatz zu früher zunehmend außerhalb von Shanghai, Peking oder Guangzhou errichtet. Im Fokus stehen oft kleinere Städte im Umfeld der großen Metropolen.  Das German Centre Shanghai, eine Tochter der BayernLB, plant daher eine eigene Tochtergesellschaft in Taicang. Die Stadt in der Provinz Jiangsu im Osten der Volksrepublik China liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Shanghai und gilt als beliebter Standort für  Unternehmen aus der Bundesrepublik. Das German Centre Taicang wird Firmen aller Branchen dort ab Ende diesen Jahres Infrastruktur und Unterstützung anbieten. „Vor allem für Mittelständler ist die gebotene Kombination aus Bürovermietung, der Bereitstellung einer verlässlichen Infrastruktur sowie einem Zugang zu lokalen Netzwerken von großer Bedeutung“, so Sommer. </p>
<p>China Poll &#8211; den regelmäßigen Trendmesser für alle Fragen rund um den Wirtschafts- und Kulturraum Chinas &#8211; finden Sie <a href="http://www.chinaforumbayern.de/chinapoll/" target="_blank">HIER</a>.  </p>
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		<title>Bayerisch-chinesisches Frühlingsfest in München</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2015 14:38:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 5. März wurde in der Alten Kongresshalle in München mit über 500 Gästen der Beginn des chinesischen Jahr des Schafes gefeiert. Dieses Datum beschließt in der Volksrepublik auch die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr mit dem Laternenfest. Laternen bestimmten daher die Dekoration in der alten Kongresshalle in München. Auch die...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. März wurde in der Alten Kongresshalle in München mit über 500 Gästen der Beginn des chinesischen Jahr des Schafes gefeiert. Dieses Datum beschließt in der Volksrepublik auch die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr mit dem Laternenfest. Laternen bestimmten daher die Dekoration in der alten Kongresshalle in München.</p>
<p>Auch die Keynote Sprecherin des Abends, Fr. Dr. Ulrike Tagscherer, freute sich über das Fest. Die seit 2008 in Beijing tätige Wissenschaftlerin berichtete, dass an ihrem Arbeitsplatz, dem neu gegründeten Innovationszentrum Beijing, die Aktivitäten zum Frühlingsfest der Anti-Korruptionskampagne, die seit zwei Jahren unter der neuen Regierung propagiert wird, zum Opfer gefallen sei.</p>
<p><figure id="attachment_5165" aria-describedby="caption-attachment-5165" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6-300x200.jpg" alt="Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-5165" srcset="https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6-300x200.jpg 300w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6-600x400.jpg 600w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6-200x133.jpg 200w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0454_f5f7640ca6.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-5165" class="wp-caption-text">Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München</figcaption></figure>Ihr Vortrag hatte den Titel: „Wir sind jetzt mal innovativ – Chinas Zukunftspläne zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Dazu gab sie u.a. ihre Einschätzung zu einer Reihe von Subsystemen für Innovation. Beim Bildungssystem hätten Deutschland und China gesamthaft ein recht ähnliches Niveau. Die Schulbildung in China lege zwar nicht viel Wert auf Kreativität, deutsche Unternehmen seien mit der Ausbildung ihrer chinesischen Mitarbeiter aber recht zufrieden und kompensierten die fehlenden Fähigkeiten einfach mit internen Trainingsprogrammen.</p>
<p>Für die chinesische Wirtschaft wird Innovation stetig wichtiger, weil der Wettbewerbsvorteil Chinas, der jahrzehntelang wegen der niedrigen Lohnkosten bestand, schwindet. Bei steigenden Einkommen müssten die Produkte hochwertiger werden. Wichtige Voraussetzung für Innovation ist aber nach Meinung von Fr. Dr. Tagscherer die Fähigkeit, Kooperationen einzugehen und dafür brauche es Vertrauen. Hier sieht sie auch die wesentliche Einflussmöglichkeit des Staates, um Innovation zu fördern: Es muss ein rechtlicher Rahmen gesteckt sein, der geistiges Eigentum schützt und im Fall der Verletzung dieses Recht einklagbar macht. Grundsätzlich aber gilt, dass sich Innovationen nur durchsetzen, wenn der Markt sie braucht.</p>
<p><figure id="attachment_5166" aria-describedby="caption-attachment-5166" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498.jpg"><img decoding="async" src="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498-300x200.jpg" alt="Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-5166" srcset="https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498-300x200.jpg 300w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498-600x400.jpg 600w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498-200x133.jpg 200w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/03/Fruehlingsfest-15-0484_8348f42498.jpg 900w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-5166" class="wp-caption-text">Impressionen vom bayerisch-chinesischen Frühlingsfest am 5. März in München</figcaption></figure>In der anschließenden Podiumsdiskussion griffen folgende Experten zusammen mit Fr. Tagscherer das Thema auf:<br />
&#8211; Zhu Wanjin, chinesischer Generalkonsul in München<br />
&#8211; Dr. Otto Wiesheu, ehemaliger bayerischer Wirtschaftsminister<br />
&#8211; Christian Ude, Münchner Altürgermeister<br />
&#8211; Patrick Berger, Head of Communication von Huawei Deutschland<br />
&#8211; Peter von Jan, CEO der Raylase AG und Vorstandsvorsitzender des Chinaforum Bayern e. V.</p>
<p>Anschließend erlebten die Gäste mit Lenze &#038; De Buam prominente Vertreter den „Neuen bayerischen Welle“. Bei der innovativen bayerischen Volksmusik ließ sich der Bandleader Lorenz Schmid auch auf keine hinlänglich bekannte Stilrichtung festlegen. Die Dancing Strawhats überraschten mit b-boying moves aus dem Hiphop zu asiatischen Klängen. Erst zum Abschluss der Show erfuhren die Zuschauer, dass die Gruppe aus Norwegen kam. </p>
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		<title>Euler Hermes: Studie: Zahlungsausfälle und Insolvenzen in China steigen an</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2015 08:00:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Chinas Bedeutung für deutsche Exportunternehmen ist immens. Mit der Abhängigkeit vom chinesischen Markt steigen aber auch die Risiken. Euler Hermes erwartet für 2015 ein Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts von 7-7,5% &#8211; aber auch einen Anstieg der Insolvenzen im Reich der Mitte um +5%. Gründe dafür sind die sinkende Liquidität von...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Chinas Bedeutung für deutsche Exportunternehmen ist immens. Mit der Abhängigkeit vom chinesischen Markt steigen aber auch die Risiken. Euler Hermes erwartet für 2015 ein Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts von 7-7,5% &#8211; aber auch einen Anstieg der Insolvenzen im Reich der Mitte um +5%. Gründe dafür sind die sinkende Liquidität von Unternehmen durch das schärfere Vorgehen gegen Schattenbanken, Überkapazitäten im Immobilienmarkt und die wachsende Disziplin bei den Ausgaben der Lokalregierungen.</p>
<p>Aufgrund der hohen Kosten und der enormen Komplexität sind gerichtliche Insolvenzverfahren in China &#8211; anders als beispielsweise in Europa &#8211; jedoch relativ selten, insgesamt rechnen die Ökonomen von Euler Hermes mit rund 2.800 Fällen im laufenden Jahr.</p>
<p>Nach Ansicht von Euler Hermes ist eine wachsende Anzahl von Unternehmen auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen, da sie keinen Zugang zu Bankkrediten haben. Verbreitet sind daher extrem lange Zahlungsziele sowie das Ausreizen dieser Ziele bis hin zum Zahlungsverzug. Zahlungsausfälle haben sich in 2014 nach Schätzungen von Euler Hermes im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+104%). Besonders stark betroffen sind die Lebensmittel- (+450%) und die Chemiebranche (+206%), Rohstoffe (+150%), Computer und Telekommunikationsgüter (+129%).</p>
<p>&#8222;Chinesische Abnehmer wenden sich für mehr Kredite zunehmend an lokale Exporteure&#8220;, sagte Anil Berry, Asia Pacific Commercial Director bei Euler Hermes. “Sie bestehen bei den Konditionen darauf, für laufende Rechnung zu bezahlen &#8211; während sie früher problemlos Bankbürgschaften oder sogar Vorauszahlungen akzeptiert haben.&#8220;</p>
<p>Das Eintreiben von Schulden ist zudem in China sehr komplex. Bei 44 von Euler Hermes untersuchten Ländern, landete China auf dem viertletzten Platz. Nur Saudi-Arabien, die Vereinigte Arabische Emirate (V.A.E.) und Russland schnitten bei der Inkasso-Schwierigkeit noch schlechter ab.</p>
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		<title>Ernst&#038;Young: Deutschland für Chinesen beliebtestes Investitionsziel in Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2015 17:50:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland wird bei chinesischen Investoren immer beliebter: 2014 führten chinesische Unternehmen 36 Unternehmenskäufe in Deutschland durch. Damit war Deutschland für chinesische Investoren das mit Abstand attraktivste Investitionsland in Europa. Auf Platz Zwei folgt Großbritannien mit 26 Transaktionen. Ein Jahr zuvor war der Abstand deutlich knapper, als sich Chinesen bei 28...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland wird bei chinesischen Investoren immer beliebter: 2014 führten chinesische Unternehmen 36 Unternehmenskäufe in Deutschland durch. Damit war Deutschland für chinesische Investoren das mit Abstand attraktivste Investitionsland in Europa. Auf Platz Zwei folgt Großbritannien mit 26 Transaktionen. Ein Jahr zuvor war der Abstand deutlich knapper, als sich Chinesen bei 28 Unternehmen in Deutschland und bei 26 Unternehmen in Großbritannien eingekauft haben.</p>
<p>Großbritannien steht bereits seit Jahren hoch in der Gunst chinesischer Investoren, Deutschland hat der Insel inzwischen aber den Rang abgelaufen. Noch im Jahr 2009 wechselten lediglich zwei deutsche Unternehmen in chinesische Hände, seitdem legten die M&#038;A-Aktivitäten chinesischer Investoren in Deutschland massiv zu. Hinter Deutschland und Großbritannien folgten im vergangenen Jahr erst mit deutlichem Abstand Frankreich (13), Italien (11) sowie Spanien und die Niederlande (jeweils 10) als Zielländer.</p>
<p>Chinesische Unternehmen waren im vergangenen Jahr der sechstgrößte Investor in Deutschland und der zweitgrößte außereuropäische Investor – hinter den USA, die sich mit 159 Transaktionen in Deutschland bei weitem am stärksten engagiert haben. Zweitgrößter Investor in Deutschland war das Nachbarland Schweiz mit 70 M&#038;A-Transaktionen, gefolgt von Großbritannien (62). Insgesamt haben sich ausländische Investoren an 685 deutschen Unternehmen beteiligt oder sie akquiriert – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als 569 derartige Transaktionen gezählt wurden. Das sind Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY.</p>
<p>Yi Sun, Partnerin bei EY Deutschland und Leiterin der China Business Services Deutschland, Österreich und Schweiz, sieht vor allem drei Gründe für das deutlich gestiegene Interesse chinesischer Unternehmen an Deutschland: „Die neue chinesische Regierung will den Expansionskurs chinesischer Unternehmen im Ausland weiter fördern, um deren Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt zu erhöhen. In Deutschland erhalten chinesische Unternehmen Zugang zu der entsprechenden Technologie. Gleichzeitig sind sie hier nah dran an wichtigen Global Playern, gerade im Automobilsektor und im Maschinenbau. Und Zukäufe in Deutschland helfen bei der Internationalisierungsstrategie. Weiterhin gibt es in verschiedenen Bereichen des chinesischen Binnenmarktes Überkapazitäten. Einige chinesische Unternehmen, insbesondere Staatsunternehmen, haben sich daher entschlossen, ihre Wertschöpfungskette zu verlängern. Eine Akquisition im Ausland bietet häufig eine gute Möglichkeit, ein solches Geschäftsfeld aufzubauen. Gerade in Deutschland gibt es viele mittelständische Unternehmen, die in den relevanten Bereichen tätig sind.“</p>
<p>Doch auch das Interesse an Europa insgesamt ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen – trotz der Finanzkrise und der europäischen Schulden- und Konjunkturkrise. 2004 wurden europaweit gerade einmal 34 Transaktionen von chinesischen Unternehmen gezählt – bei sieben davon waren deutsche Firmen das Übernahmeziel. Im Vorkrisenjahr 2007 führten chinesische Investoren insgesamt 51 M&#038;A-Transaktionen in Europa durch (5 davon in Deutschland). Seitdem hat sich die Zahl der Transaktionen in Europa mehr als verdreifacht auf inzwischen 163 (Vorjahr 135).</p>
<p><strong>Investoren aus Fernost schätzen Industrieunternehmen</strong></p>
<p>Die meisten M&#038;A-Deals chinesischer Unternehmen in Deutschland zielten im vergangenen Jahr auf die Industrie (11) bzw. auf die Automobilindustrie (8). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Technologiefirmen.</p>
<p>Je nach Markt setzen die chinesischen Investoren unterschiedliche Schwerpunkte. In Großbritannien wählten chinesische Unternehmen vier Mal ein Immobilienunternehmen als Übernahmeziel. Zwei Mal standen Energie-Unternehmen auf der Einkaufsliste. In Frankreich konzentrierten sich chinesische Investoren vor allem auf Hotels (4).</p>
<p>„Dass die Zahl der Transaktionen in Deutschland im vergangenen Jahr weiter gestiegen ist, ist sicherlich auch auf die zunehmende Professionalisierung der chinesischen Unternehmen in Bieterprozessen zurückzuführen, beobachtet Alexander Kron, Leiter des Bereiches Transaktionsberatung bei EY. „Einzelne unserer chinesischen Kunden haben schon die dritte Akquisition in Deutschland erfolgreich durchgeführt“, ergänzt Sun. „Solche Mehrfachakquisitionen werden wir künftig häufiger sehen.“</p>
<p>Einige chinesischen Unternehmen, die bereits in Deutschland investiert haben, gehören zu Großkonzernen mit mehr als 30 Tochtergesellschaften in China. „Die positiven Erfahrungen, die mit den bisherigen Investitionen in Deutschland gemacht wurden, werden den Mutterkonzern und die anderen Tochtergesellschaften zu weiteren Akquisitionen in Deutschland ermutigen“, erwartet Sun.</p>
<p>Kron betont zudem die Vorteile für Deutschland bei den Deals: „Die meisten Investoren wollen hier neue Kunden erschließen und von Deutschland lernen. Der von vielen gefürchtete ‚Brain Drain‘ ist weitgehend ausgeblieben, weil auch die chinesischen Unternehmer wissen, dass Qualität im weltweiten Wettbewerb ein schlagendes Verkaufsargument ist – und „Made in Germany“ genau dafür steht. Bei vielen Deals haben sie darüber hinaus  weitgehende Zugeständnisse an die Belegschaften gemacht – beispielsweise mit Arbeitsplatzgarantien.“ Einige der übernommenen deutschen Unternehmen befanden sich zuvor in einer wirtschaftlichen Schieflage oder wurden aus einer Insolvenz heraus gekauft – hier kamen die chinesischen Investoren also „als Retter in der Not“, so Kron.</p>
<p>Hier geht es zur EY Studie: <a href="https://www.ey.com/de/de/home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chinesische Unternehmenskäufe in Europa</a></p>
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		<title>China 2015 &#8211; ein schwieriges Jahr  (Teil 2 von 2)</title>
		<link>https://www.mittelstandinbayern.de/china-2015-ein-schwieriges-jahr-teil-2-von-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2015 08:00:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Features]]></category>
		<category><![CDATA[aussenwirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[deutsche wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem 2-teiligen Artikel stellt Rainer Kordes seine Sichtweise der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas 2015 sowie der möglichen Rahmenbedingungen 2020 für Unternehmen aus der DACH Region dar. China 2020: Eine neue Messlatte für den Erfolg In den 90er Jahren war es relativ einfach, als ausländisches Unternehmen erfolgreich zu sein . Wer...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem 2-teiligen Artikel stellt Rainer Kordes seine Sichtweise der  wirtschaftlichen Entwicklung Chinas 2015 sowie der möglichen Rahmenbedingungen 2020 für Unternehmen aus der DACH Region dar. </p>
<p><strong>China 2020:  Eine neue Messlatte für den Erfolg</strong></p>
<p>In den 90er Jahren war es relativ einfach, als ausländisches Unternehmen erfolgreich zu sein . Wer jetzt noch in China einsteigen und  im Jahre 2020 erfolgreich sein will, muß alles richtig machen, über Ressourcen verfügen und dann auch noch Glück haben. </p>
<p><strong>Wie werden die Rahmenbedingungen aussehen? </strong><br />
Es gibt wie für alles Szenarien, wie die Wirtschaft Chinas sich in den kommenden Jahren entwickeln könnte. </p>
<p>Werden Reformen rasch, umfassend und erfolgreich durchgezogen, ist Wachstum von 6% pro Jahr bis 2020 möglich, so übereinstimmende Schätzungen von Weltbank und chinesischer Behörden.  Doch mit der Aussicht, als schlechteste Jahr für die Wirtschaft Chinas seit 1990 in die Geschichte einzugehen, wird 2015 auch ein Testjahr für die Loyalität der Gesellschaft und die Belastbarkeit der „sozialen Harmonie“. Greifen die Reformen nicht, oder werden sie aus obigen Gründen verschoben oder nur rudimentär realisiert sein, sehen die Szenarien ein Wachstum von nur 1-3 % vor.  Zunehmende Arbeiterproteste, eine Bankrottwelle, weitere Kapitalflucht sowie Arbeitsplätze für nur rund 1.6 Mio der 10 Mio. Arbeitssuchenden wären die  Folge.</p>
<p>Es sieht momentan nicht danach aus, dass es der Partei unter Xi Jiping gelingt,  die Reformen 2015 weit voranzutreiben und Vertrauen aufzubauen. Die im Sinne von Xi Jinping laufende Säuberung hat nicht nur bereits 100.000 Parteikadern den Job oder zum Teil ihre Existenz gekostet, sondern trägt zur Verunsicherung aller Schichten bei. Ein System, das  Parteimitglieder wegen Euro 100 Geschäftseinladungen anprangert, ist nicht gerade auf Motivationskurs.</p>
<p>Viele Unternehmer und Gemeinden scheuen Investitionsentscheidungen, um nicht in den Verdacht von Korruption zu fallen. In der Wirtschaft hat dies zu einer Entscheidungslähmung vieler Projekte geführt. Eine Folge wird sein, dass Entscheider nur mit den ihnen am vertrautesten Unternehmen zusammenarbeiten, langjährige Beziehungen also noch eine größere Rolle spielen werden als zuvor.  </p>
<p>Es ist natürlich unmöglich, die langfristige politische Entwicklung Chinas vorauszusehen. Man sollte sich aber zumindest mit Szenarios befassen.  Ein friedlicher Übergang zu einem demokratischen System wie in Taiwan , das heißt ein freiwilliger Verzicht der KP auf die Monopolstellung, ist nicht zu erwarten. Xi Jinping wird sich nicht davon abhalten lassen, die Partei und das Land mit allen Mitteln, fairen und unfairen, an die Spitze der Welt zu führen.  Die Einsicht, dass eine Demokratie schwierige Jahre besser meistert, hat sich in der KP noch nicht durchgesetzt. Allerdings: mit der zunehmenden Verflechtung Chinas in der Weltwirtschaft und einem Mittelstand mit einer Stärke von 400 Mio Einwohnern bis zum Jahre 2020 sind Zugeständnisse &#8211; wie mehr Partizipation an Entscheidungen auf Gemeindeebene sowie ein faireres Justizsystem &#8211; nicht unrealistisch.</p>
<p>Ein Zusammenbruch des Finanzsystems, länger anhaltende Arbeiterunruhen, eine Revolte innerhalb der Partei (nach meiner Meinung das größte Risiko), das alles noch zeitlich zusammenfallend mit einer außenpolitischen Schlappe, können das Land rasch destabilisieren. Das Risiko dazu ist dann groß, wenn auch der Mittelstand radikale Veränderungen unterstützt. Danach sieht es aber nicht aus. Der Mittelstand zeigt zwar wenig Vertrauen in und Loyalität zur Partei, hegt aber noch keine überbordenden politischen Ambitionen und konzentriert sich darauf, das Erreichte abzusichern. </p>
<p>Das wahrscheinlichste Szenario ist der jetzige Trend zu einem relativ wohlwollenden, aber legalistischen und autoritären Herrschaftssystem. (Xi selber ist Anhänger der Legalisten der Han Dynastie, auch wenn er sich konfuzianisch gibt). Ob er sich durchsetzen wird, wird sich in den kommenden 12 Monaten zeigen.<br />
Wirtschafts-und geopolitische Konflikte werden zunehmen. Wer mit China auf Kuschelkurs geht, wird nicht ernst genommen und / oder ausgebeutet. </p>
<p><strong>Worauf muss ich mich als Unternehmer 2020 einstellen ?</strong></p>
<p>Keine Sorge, wenn Sie nicht nach China gehen wollen: China kommt zu Ihnen. Chinesische Unternehmen werden stark im globalen Wettbewerb mitmischen. Wie ich mich als Unternehmen auf China 2020 vorbereite und eventuelle für meine Zwecke nutze , hängt von der Branche, meinen Ressourcen und der bis dahin erreichten Marktpositionierung ab.  Generell gilt: </p>
<ul>
<li>Das Land selbst wird für ausländische Unternehmen weiter schwer planbar bleiben. Selbst hoch professionelle Unternehmen stellen immer wieder fest, das allein zeitliche Ziele durchaus mit einem Faktor 2-4 multipliziert werden müssen.
<li>Einige Wachstumsbereiche wurden erwähnt, doch bedeuten sie nicht automatisch einen großen Markt für  ausländische Unternehmen. Wo das große Geld liegt, greifen lokale Unternehmen rasch zu. Nischen für neue Technologien, Konzepte und Kompetenzen tun sich dagegen in vielen Branchen  immer wieder auf, doch ihre Öffnungszeiten werden immer kürzer.</li>
<li>Das Land wird nur mit einem hohen Aufwand an Ressourcen und Geduld zu meistern ist, egal für welches Eintrittskonzept man sich entscheidet. Mit Besserwissen und einer Geiz-ist-Geil Philosophie hat man in China keine Chance. </li>
<li>Ein langsames  Herantasten an das savoir faire in China kann man sich im Gegensatz zu früher in der Regel auch nicht mehr leisten. Betulichkeit wird  in China sofort bestraft. Viele ausländische Unternehmen scheitern deshalb  nicht am Markt, sondern an sich selbst.  </li>
<li>Klein aber fein war und bleibt ein Erfolgskonzept. In China unter dem Radar der Politik zu bleiben und sich auf eine hochwertige Nische zu konzentrieren ist nicht ungesund. Für die meisten Mittelständler dürfte Export oder die Ausstattung ihrer internationalen Kunden in China nach wie vor das Beste sein.  Mehr Eigeninitiative in Vermarktung könnte allerdings in vielen Fällen viel mehr Potential heben. </li>
<li>Wer sich auf den Export von Komponenten beschränkt, befindet sich am Ende der Nahrungskette und ist angreifbar, je nach Distanz zu den Verfolgern. Und zu ihnen zählen zunehmend chinesische Unternehmen. </li>
<li>Betreiberkonzepte mit Teilfinanzierung, eigener Kerntechnologie und oder Kernkompetenzen bieten eine weitaus bessere Marktbarriere, Potential liegt  z.B. in Umwelt , Logistik und Bildung. </li>
<li>Die zunehmende Schere bei der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen den Regionen und den Ballungszentren macht eine regionale oder sogar punktuelle Markterschließung unumgänglich, vor allem bei Konsumgütern. Auch für einen Produktionsstandort empfehlen sich die „etablierten“ Standorte. </li>
<li>In eine Fertigung zu investieren ist riskanter als noch vor 15 oder 20 Jahren.  Aufbau und Führung des Unternehmens binden erhebliche Ressourcen.  Motivierte, qualifizierte und effektive Mitarbeiter sind immer schwerer zu finden und bereits auf dem Gehaltsniveau ihrer Kollegen in Spanien oder Italien. Die zu Grunde liegenden Szenarien oder Aufträge können sich ändern. Aber anders als früher kann man Fehler kaum mehr ausbügeln.  Kostenvorteile werden nicht mehr erzielt, das heißt eine Investition ist zum Erfolg in China verdammt. Export in andere Regionen Asiens lässt sich von Europa genauso gut erledigen. Der ROI sinkt, der lokale Wettbewerb  wird meist unterschätzt.</li>
<li>„Made in Germany“ ist künftig keine automatische Grünschaltung auf Erfolg in China.. Aber der chinesische Konsument akzeptiert ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis. So finden lokale Marken im mittleren Preissegment (Mode, Haushaltsgeräte, Möbel, Küchen) zunehmend Akzeptanz in der Mittelschicht. Nach meiner eigenen Erfahrung halten chinesische Haushaltsprodukte und Möbel in diesem Qualitätssegment genauso  lang wie deutsche.</li>
<li>Wer die Chance hat, sollte die Wirtschaftslage nutzen und auf Firmenakquise gehen. Die Beteiligung an einem chinesischen Unternehmen muss nicht teurer kommen als ein eigener Einstieg und bietet die beste und oft einzige Möglichkeit, den Markt mit seinen eigenen Waffen zu schlagen und gleichzeitig  die globale Positionierung zu sichern. </li>
</ul>
<p>In der jetzigen Phase nach China zu gehen, bedeutet, sich in  einer ähnlichen Position zu befinden wie ein chinesisches Unternehmen, das versucht  in Europa Fuß zu fassen. Ein Grund mehr, über  strategische Partnerschaft nachzudenken, die beiden zu Gute kommt. Eine strategische Partnerschaft wird auch eine Frage des Überlebens einiger Branchenvertreter im globalen Ozean werden. 2020 werden nicht Patentanfechtungen oder Technologieklau auf der Tagesordnung stehen, sondern eher wie Sie Ihren Platz in der Champions League halten können. Nach Telekommunikation, Solar und Haushaltsgeräten werden Maschinenbau, Fördertechnologie, Robotics, oder Automotive die nächsten Schauplätze harten globalen Wettbewerbes. 2020 werden wir auch mehr chinesische Konsummarken sehen- oder bekannte europäische Marken unter einem chinesischen Investor. </p>
<p><strong>Über den Autor:   </strong><br />
<img decoding="async" src="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/01/kordes-300x277.jpg" alt="kordes" width="150" height="140" class="alignleft size-medium wp-image-4890" srcset="https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/01/kordes-300x277.jpg 300w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/01/kordes-600x554.jpg 600w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/01/kordes-162x150.jpg 162w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2015/01/kordes.jpg 640w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Rainer Kordes  ist seit 1992 beruflich mit Asien verbunden und war zwischen 1995      und 2010  in Führungspositionen mit Sitz in China und Singapur tätig.<br />
Seit Anfang 2011 unterstützt die KORDES Strategy Advisors Unternehmen bei der Geschäftsentwicklung in China sowie bei Führungs- und  Restrukturierungsthemen. Weitere Informationen: <a href="http://www.kordes-sa.com" target="_blank">www.kordes-sa.com</a> </p>
<p>Bildnachweis: FotoHiero, pixelio.de</p>
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		<item>
		<title>China 2015 &#8211; ein schwieriges Jahr  (Teil 1 von 2)</title>
		<link>https://www.mittelstandinbayern.de/china-2015-ein-schwieriges-jahr-teil-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 10:25:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Features]]></category>
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		<category><![CDATA[china]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem 2-teiligen Artikel stellt Rainer Kordes seine Sichtweise der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas 2015 sowie der möglichen Rahmenbedingungen 2020 für Unternehmen aus der DACH Region dar. China startet ins Neue Jahr mit einem Rückgang von 10% in Immobilienverkäufen, mit Insolvenzen in der Schwerindustrie und mit einer an den Märkten beunruhigenden...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem 2-teiligen Artikel stellt Rainer Kordes seine Sichtweise der  wirtschaftlichen Entwicklung Chinas 2015 sowie der möglichen Rahmenbedingungen 2020 für Unternehmen aus der DACH Region dar. </p>
<p>China startet ins Neue Jahr mit einem Rückgang von 10% in Immobilienverkäufen, mit Insolvenzen in der Schwerindustrie und mit einer an den Märkten beunruhigenden Spielsucht. Vieles spricht dafür, daß die Volkswirtschaft Chinas 2014 um weniger als 5% wuchs. Aber in einem riesigen sich entwickelnden Land sind Zahlen „gestimation“. Relevanter sind die strukturellen Veränderungen und branchenspezifischen Entwicklungen. Stromverbrauch ist ein guter Indikator für die Wirtschaftsleistung, da er im Mittel um die Wachstumsraten oszilliert: er legte per November  2014  um 3.8 % (i.Vgl zum Vorjahreszeitraum), der niedrigste Anstieg seit 15 Jahren. </p>
<p>Den größten Negativposten verzeichnete 2014 die Immobilienindustrie. Ein Minus von 10% beim Verkauf von Immobilien. Sie zieht verbundene Branchen , die zusammen 25% der Wirtschaftsleistung ausmachen, nach unten.  Der Stahlverbrauch sank, Bau und Möbelindustrie stagnierten. Letztere konnten immerhin noch von Projekten aus dem Vorjahr profitieren. </p>
<p>Selbst in der Autoindustrie  wird ein Nullwachstum erwartet, weil vor allem die lokalen Marken einbrechen und rund 3% Marktanteil an die ausländischen Konkurrenten verlieren. Die in mehr und mehr Ballungszentren eingeführten Beschränkungen bei der Erstzulassung von KFZ trifft sie besonders hart, da der Erwerb der Zulassung durch Lotterie und Auktion betuchte Käufer begünstigt. Auch im Zweitmarkt sind lokale Marken stark benachteiligt.   </p>
<p>Konsum soll laut den Plänen der Regierung Staatsinvestitionen als größter Wirtschaftstreiber ablösen. In der Tat trägt Konsum bereits 50% am Wachstum bei. Doch auch viele Konsummarken berichteten Umsatzrückgänge von bis zu 13% im 3.Quartal ! Das Luxussegment brach ein, da mit den Beamtem rund die Hälfte der Kundschaft weg fällt. </p>
<p>Insgesamt wuchs das Konsumsegment langsamer als noch 2013. Immerhin wächst es noch. E-commerce entwickelt sich weiterhin überproportional und zu Lasten klassischer  Einkaufszentren. Der führende Immobilienkonzern Wanda und alteingesessene Marken wie Orient Parksson (Malaysia) trennen sich von mehreren ihrer shopping malls.   </p>
<p>Dienstleistungen trugen 2014  am meisten zum Wirtschaftswachstum bei. Neben Internet-basierten Geschäftsmodellen oder der Reisebranche profitiert vor allem die Finanzbranche von der seit 2008 expansiv betriebenen Geldpolitik. </p>
<p>Chinas Geldmenge stieg von 7 Billionen USD 2008 auf 20 Billionen , ein Zuwachs, der den der restlichen Welt übertrifft. Doch  wegen der immer schlechteren  Kapitaleffizienz ist selbst diese  Geldmenge ist nicht in der Lage, die Realwirtschaft weiter anzukurbeln. Nach Schätzungen liegt der Grad der Verschwendung der staatlichen Investitionen bei 35-50% !  Um 1 Dollar zu investieren, muss China inzwischen 3 USD an Kapital bereitstellen.  Dazu gehören auch Subventionen staatlicher und großer privater Unternehmen. Viele Unternehmen basieren ihre Geschäftspläne auf zu erwartende Subsidien, die die operativen Gewinne übertreffen oder ganz ersetzen. </p>
<p>Nicht nur Subventionen, sondern auch Erwerb von Land ist das eigentliche Ziel mancher Investition in Produktion. Operative Gewinne rücken dann zu Lasten der Branche in den Hintergrund der Aufmerksamkeit. Ein Beispiel: 2015 sollen weitere 1 Mio M3 an Kapazitäten für OSB Platten auf den Markt kommen, obschon die Industrie schon 2014 kaum Gewinn erzielte.</p>
<p>Der „illegale“ (heißt nicht vom Staat kontrollierte ) Kapitalabfluss ins Ausland wird auf bis zu 3 Billionen USD geschätzt, was der Höhe der Devisenreserven Chinas entspricht. Wer nicht spart und auch kein Apartment in Australien kaufen kann als „escape route“, der spielt an der Börse. Chinesen leihen sich Geld um an den Börsen zu spielen. Die Durchschnittszeit beträgt nur 2 Wochen (UDSA: 4 Monate) , und innerhalb von Minuten werden Totalverluste eingefahren. Die Handelsvolumina sind höher als die der gesamten restlichen Handelswelt. </p>
<p><strong>China 2015 :  Ein Jahr großer Unsicherheit<br />
</strong><br />
Wir gehen 2015 von einer weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Vergleich zu 2014  aus.<br />
Die Bau-und Möbelindustrie wird  erst 2015 die vollen Auswirkungen der Kontraktion im Immobiliensegment spüren. Der Schuldendienst wird durch die sinkenden Immobilienpreise und damit verbundene Neubewertung der Hypotheken  mehr belastet, immerhin wurden 40% aller Anleihen auf Hypotheken vergeben.<br />
Eine Zeitbombe sind Unternehmen, staatliche wie private, in der Schwerindustrie. Oft in der Nähe der Rohstoffe gelegen, sind sie Haupternährer strukturschwacher Regionen. Der kürzliche Konkurs der HighSea Steel in der Provinz Shanxi zeigt, dass die Angst der Partei vor einer schonungslosen Reform berechtigt ist. Highsea ist mit 1.6 Mrd USD verschuldet und liefert  60% der Einnahmen der 400,000 Seelen Gemeinde.  Das Unternehmen ist seit 2011 praktisch nicht mehr lebensfähig, wurde aber von der Gemeinde künstlich am Leben erhalten. Dazu kommt, dass Landauktionen der Gemeinden an Projektentwickler 2014 drastisch sanken, die daraus resultierenden Einnahmeeinbußen werden erst im Laufe des 1.HJ 2015 voll zu spüren sein und vor allem Tier 3- und Tier 4 Städte heftig treffen. </p>
<p>Wir müssen 2015 mit einer Reihe von Konkursen und einer Verschärfung der wirtschaftlichen Lage sowie einem Ansteigen sozialer Spannungen vor allem in kleineren Städten West – und Nordchinas rechnen. Ihre Entwicklung zu dem strukturstarken Süden und Osten das Landes sowie den Tier 1 und 2 Städten wird   zurückfallen.  </p>
<p>2015 wird der Staat angesichts der Wirtschaftslage weiter seine investitionsgetriebene Wirtschaftspolitik fahren. Die Geldmenge wird weiter steigen, die Zinsen sinken, vor allem im ersten Halbjahr 2015. Eine Reduzierung der Verschuldungsquote von 250-300 % des BIP ist ausgeschlossen. </p>
<p>Um weitere Reformen in der jetzigen Phase durchzusetzen, fehlt es in der Mittelschicht  an Vertrauen und Loyalität und an Perspektiven bei den billigen Arbeitskräften. Die effektivsten Reformen in der gegenwärtigen Phase dürften in der Stärkung der Privatindustrie liegen. Sie übernahm in den vergangenen Jahren 60% der Arbeitsuchenden. Die Wirtschaftslage wird viele Unternehmen zu Einsparungen und höherer Automatisierung  zwingen und die Gehaltsanstiege in weniger spezialisierten Berufen weiter bremsen. Um zu überleben, müssen sie sich mehr in Innovation,  Produktivität und Qualität investieren.  Selbst in Teilen der Dienstleistungsbranchen beginnen bereits die Gehälter zu fallen als Folge des Abbaus von Arbeitskräften.  Geringer Gehaltsanstieg und das schwindende Vertrauen in die weitere wirtschaftliche und politische Entwicklung sind Ursache, 2015 eine weitere  Verlangsamung des Wachstums von Konsumausgaben zu erwarten . </p>
<p>Dennoch sehen wir für Teile der Konsumgüterindustrie sowie des Dienstleistungssektors noch die höchsten Wachstumschancen. Vor allem Logistik, der Reisebranche, aus Internet basierte Leistungen sowie alles rund um e-commerce bietet Wachstumschancen.  Auch neue Produkte und Geschäftskonzepte rund um die Themen Gesundheit, Lebensmittel, life style (Freizeit, Einrichtung) werden überdurchschnittlich nachgefragt werden. „silver hair industry“, spricht Produkte und Leistungen mit den Älteren als Zielgruppe. wird 2015 einen geschätzten Anteil von 10% am BIP halten. 2025 werden in  China über 250 Mio Senioren leben. 2050 sind es rund 500 Mio! </p>
<p>Langfristig interessant ist der Agrarsektor mit einer steigenden Nachfrage nach einer effektiveren und kommerziell ausgerichteten Agrarwirtschaft, die wiederum den    Bedarf nach Landmaschinen und der verarbeitenden Industrie mit sich zieht. Betreiberkonzepte z.B in Umweltkreisläufen oder e-mobility bieten ebenfalls Potential. </p>
<p>Der Druck zu Innovation und fördert die Nachfrage nach hochwertigen Forschungsmethoden uns Ausrüstung. Die Zusammenarbeit in Bereichen wie Medizin, Pharma sowie Biotechnologie bietet sich angesichts des zum Teil hohen Standards chinesischer Unternehmen zwingend an. </p>
<p>Die Konsolidierung in China bietet ausländischen Unternehmen eine große  Chance zu Kreuzbeteiligungen und Übernahmen ! Momentan bieten sich zum Beispiel auch in China tätige japanische Hersteller hochwertiger Komponenten zum Verkauf an, die unter der angespannten politischen Lage leiden .<br />
Aus dem gleichen Grunde versuchen sich die Großen der jeweiligen Branche in China, sich durch Allianzen weiter zu entwickeln. Es ist bittere Notwendigkeit für sie, da sie mit einem organischen Wachstum alleine die globale Wettbewerbsfähigkeit nicht erreichen können. Neben den schon fast klassischen Automotive , Robotics und e-Mobilität sehen wir bei den eingehenden Anfragen einen Trend zu Logistik, Lebensmittel und Mode.</p>
<p><strong>Über den Autor:   </strong><br />
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Seit Anfang 2011 unterstützt die KORDES Strategy Advisors Unternehmen bei der Geschäftsentwicklung in China sowie bei Führungs- und  Restrukturierungsthemen. Weitere Informationen: <a href="http://www.kordes-sa.com" target="_blank">www.kordes-sa.com</a> </p>
<p>Bildnachweis: FotoHiero, pixelio.de</p>
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