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	<title>umwelt Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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		<title>Kreislaufwirtschaft ist mehr als Recycling</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 08:01:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Produzieren, konsumieren, wegwerfen. Was in fast allen Lebensbereichen dominiert, ist mit globalen Herausforderungen nicht mehr vereinbar. Das lineare Wirtschaftsmodell entwickelt sich immer mehr zum Auslaufmodell und muss dringend durch nachhaltige Prinzipien wie beispielsweise Kreislaufwirtschaft ersetzt werden. Auch der vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene GreenTech-Atlas 2021 zeigt eine Dynamik in der...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Produzieren, konsumieren, wegwerfen. Was in fast allen Lebensbereichen dominiert, ist mit globalen Herausforderungen nicht mehr vereinbar. Das lineare Wirtschaftsmodell entwickelt sich immer mehr zum Auslaufmodell und muss dringend durch nachhaltige Prinzipien wie beispielsweise Kreislaufwirtschaft ersetzt werden. Auch der vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebene GreenTech-Atlas 2021 zeigt eine Dynamik in der ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, die sowohl zu radikal veränderten Geschäftsmodellen führt, als auch zu Wachstums-Chancen für Unternehmen, die in <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/verantwortungsvoll-wirtschaften-mit-nachhaltigkeitspreis-ausgezeichnet/" target="_blank" rel="noopener">nachhaltige</a> Technologien und Dienstleistungen investieren. Doch was bedeutet zirkuläres Wirtschaften für Unternehmen?</p>
<h4>Potential von Circular Economy als zukunftsfähiges Marktmodell</h4>
<p>Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2019 in Deutschland pro Person 72 Kilogramm Verpackungsmüll eingesammelt und damit durchschnittlich vier Kilogramm mehr als im Vorjahr. Doch nicht nur im Verpackungsbereich nimmt der<br />
Verbrauch stetig zu. Auch in anderen Bereichen ist der Konsum höher als der Rohstoffanteil der Erde. Laut Umweltbundesamt verursachen Bau- und Abbruchabfälle den größten Abfallstrom in Deutschland &#8211; im Jahr 2018 rund 54 Prozent des Brutto-Abfallaufkommens &#8211; und spielen damit eine wichtige Rolle für zirkuläres Wirtschaften.</p>
<p>Es liegt auf der Hand, dass Lösungen nicht in der Beseitigung des Mülls liegen. So definiert auch die Änderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes von 2020 als wichtigste Ziele die Verringerung des Ressourcenverbrauchs, Erhöhung der Recyclingquoten und Stärkung der Abfallvermeidung. Kreislaufwirtschaft als neues Denkmodell ist also ein richtiger Lösungsansatz für nachhaltigen Ressourcenschutz. Der Circular Economy Action Plan der EU-Kommission sowie die ab 2022 anzuwendende EU-Taxonomie machen<br />
deutlich, dass der Übergang zu einer CO2-neutralen, nachhaltigen und ressourceneffizienten Circular Economy in Europa bereits im Gange ist. Im Mai 2021 beschrieb die Circular Economy Initiative Deutschland in einer neu veröffentlichten Roadmap, mit welchen konkreten Maßnahmen Deutschland eine systemische Circular Economy entwickeln und Klimaneutralität erreichen kann. Auch dadurch wird klar, dass die Umsetzung einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft kein Selbstzweck ist.</p>
<h4>Mehrheit der Unternehmen plant Produkte der Kreislaufwirtschaft</h4>
<p>Für Unternehmen gibt es also triftige Gründe, das Prinzip der Kreislaufwirtschaft in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. Aktuell wird dieses Marktmodell zwar noch mit Zurückhaltung gelebt, was jedoch nicht an mangelnder Bereitschaft liegt. So gaben in einer Umfrage des <a href="https://www.umweltcluster.net/de/" target="_blank" rel="noopener">Umweltcluster Bayern</a> rund 35 % der 70 Teilnehmenden eines Online-Seminars zur Circular Economy an, noch keine zirkulären Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Bei 20 % seien diese geplant und weitere 35 % bieten sie bereits an. Als Hürden bei der Entwicklung zirkulärer Produkte oder Dienstleistungen seien ein entscheidender Faktor die Kosten (50 %), gefolgt von mangelnder Zeit und fehlendem Bewusstsein (je 33 %) sowie fehlender Kompetenz und fehlendem Commitment im Unternehmen (je 27 %).</p>
<p>Eine besonders hohe Hürde ist die Herstellung kreislauffähiger Produkte. So referierte der Nachhaltigkeitsberater Dr. Mateusz Wielopolski im Rahmen der vom Umweltcluster Bayern geführten Online-Seminar-Reihe „Die sieben Prinzipien der Circular Economy“ über Möglichkeiten des Circular Design und wie sich kreislauffähige Produkte in der Realität umsetzen lassen. „Für die Entwicklung kreislauffähiger Produkte spielt intelligentes Design eine entscheidende Rolle, da bis zu 80 % der Umweltauswirkungen bereits bei diesem Schritt festgelegt werden. Nicht nur Performance und Ästhetik sind hier ausschlaggebend. Auch müssen Produktionsprozesse so definiert werden, dass Rohstoffe über mehrere Lebenszyklen ohne Qualitätsverluste erhalten bleiben. Eine ganz besondere Rolle spielt die Auswahl geeigneter Materialien und wie diese miteinander verbunden sind bzw. wieder voneinander getrennt werden können. Materialien<br />
in durchgängigen, konsequenten und gesunden Kreisläufen zu führen, stellt jedoch hohe Anforderungen an ihre Herstellung. Um kreislauffähige Produkte zu entwickeln, müssen alle Fragen bereits vor der Entwicklungsphase beantwortet werden.“</p>
<h4>Abfallvermeidung und Wiederverwendung</h4>
<p>Kreislaufwirtschaft bedeutet also mehr als nur Recycling. Es ist ein gesamtheitlicher interdisziplinärer Ansatz, der Know-how über Prozesse, Technologien und Materialien verbindet. Der Fokus liegt auf langer Nutzungsdauer und Reparatur. Abfallvermeidung und Wiederverwendung stehen bei diesem Modell weit vor dem Recycling. Das Prinzip ist besonders dann sinnstiftend, wenn Produkte so gestaltet werden, dass sie in einen biologischen oder technologischen Kreislauf rückgeführt werden können. Dieses sogenannte „Cradle-to-Cradle-Design“ erfüllt den Bedarf nach zukunftsfähigen Verfahrensweisen. Gleichzeitig setzt es Materialgesundheit voraus, damit schädliche Stoffe nicht den biologischen Kreislauf belasten und am Ende in der Nahrungskette landen.</p>
<p>Mit diesen Themen findet eine ökologische Transformation statt, die der Umweltcluster mit Wissenstransfer, Fortbildungen, Vernetzungen und Fördermaßnahmen begonnen hat und mit aktuellen Kenntnissen aus Wissenschaft und Forschung weiterführt. Damit folgt er einem weiteren Umfrage-Ergebnis, bei dem 70 % seiner Seminar-Teilnehmenden äußerten, sie müssten zur Umsetzung zirkulärer Produkte neue Kompetenzen aufbauen. Fast die Hälfte der Befragten gab an, Zugang zu Fördermöglichkeiten und externe Beratung zu suchen.</p>
<h4>Projekte des Umweltclusters Bayern zur Kreislaufwirtschaft</h4>
<p>Dass zirkuläres Wirtschaften als Zukunftsmodell keine Theorie ist, beweist der Umweltcluster insbesondere mit umwelttechnologischen Projekten, wie zum Beispiel CIRCULAR4.0. Es fördert den Einsatz digitaler Technologien und Prozesse bei KMU im Alpenraum, um deren Entwicklung hin zu zirkulären Geschäftsmodellen zu unterstützen. Das Projekt soll das Bewusstsein für den Zusammenhang von Digitalisierung und Circular Economy bei Multiplikatoren, Wirtschaftsförderern, Finanzgebern und Unternehmen in der Region schaffen. Ein speziell entwickeltes Schulungsprogramm mit Tools zur Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle mit Hilfe digitaler Prozesse soll an KMU aus dem Alpenraum getestet werden. Interessierte Unternehmen aus Schwaben und Oberbayern können sich für die im Herbst 2021 beginnende Pilotphase beim Umweltcluster bewerben.</p>
<p>„Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung sind für uns keine Branchentrends, sondern zählen zu unserem Selbstverständnis“, betont Alfred Mayr, Geschäftsführer des Umweltcluster Bayern. „Aus diesem Grund fördern wir die Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.“ Auf dieser Grundlage entwickelt sich der Umweltcluster immer mehr zu einer bei Expert:innen gefragten überregionalen Informationsplattform.</p>
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		<title>Umweltfreundliches Renovieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[webmaster MIB]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 08:02:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[energieeffizienz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die deutsche Regierung pocht schon seit längerem auf den Renovierungsbedarf von Wohnhäusern im Bereich Energieeffizienz und CO2 Fußabdruck. Zwei Milliarden Euro an Fördergeldern stellt sie dafür alleine dieses Jahr zur Verfügung – um das Ziel der neutralen Energiebilanz bis 2050 zu unterstützen, denn ca. 60 Prozent der CO2  Emissionen in...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Regierung pocht schon seit längerem auf den Renovierungsbedarf von Wohnhäusern im Bereich Energieeffizienz und CO<sub>2</sub> Fußabdruck. Zwei Milliarden Euro an <a href="http://www.foerderdatenbank.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fördergeldern </a>stellt sie dafür alleine dieses Jahr zur Verfügung – um das Ziel der neutralen Energiebilanz bis 2050 zu unterstützen, denn ca. 60 Prozent der CO<sub>2 </sub> Emissionen in Deutschland werden von Wohnhäusern ausgestoßen.</p>
<p>Verbesserte Energieeffizienz würde besonders bei alten Häusern viel helfen, aber wer dazu nicht das Geld hat, kann auch kleinere Renovierungsarbeiten wie ein umweltfreundliches Neustreichen der Wände in Angriff nehmen.</p>
<p><strong>Energieeffizienz</strong></p>
<p>Ein Großteil der Fördergelder fließt in das Ersetzen von Boilern, aber auch aufwendigere Projekte, wie die Modernisierung eines mittelalterlichen Altbaus können Hilfe erhalten und so zum Beispiel die Dämmung verbessern und eine energiesparende Ventilation einbauen.</p>
<p>Der Umbau auf Strom oder Heizung durch erneuerbare Energien wird auch weitgehend gefördert. Photovoltaik auf dem Dach, Wärmepumpen oder Pelletheizungen werden alle den älteren Systemen der Heizung wie Gas- und Ölkessel vorgezogen. Diese Lösungen sind zwar meist billiger im Betrieb und sparen so auf Dauer Geld, sind aber teuer zu installieren. Hausbesitzer, die umweltfreundlich leben wollen, müssen so oft tief in die Tasche greifen, um ein solches Renovierungsprojekt auf die Beine zu bringen.</p>
<p><strong>Wärmedämmung</strong></p>
<p>Ein Unterthema der Energieeffizienz ist die oft nicht ausreichende Isolierung in älteren Wohngebäuden. Gute Dämmung verhindert, dass im Winter viel Wärme durch die Wände verloren wird (und so mehr Heizkosten anfallen) und halten gleichzeitig im Sommer das Haus kühler. Zur Isolierung gehört sowohl, dass Fenster und Türen gut abgedichtet sind, als auch der gewählte Isolierstoff in den Wänden.</p>
<p>Ausmaßgebend ist die Dicke der Dämmschicht. Wirtschaftlich sind Schichten zwischen 12 und 25 Zentimetern – bei noch größerer Schicht ist die Energieersparnis nur noch gering. Eine Ausnahme sind Passivhäuser, die mindestens eine 30 Zentimeter Dämmung benötigen, um den Restheizbedarf in Schach zu halten.</p>
<p>Umweltfreundliche Dämmstoffe sind zum Beispiel aus Altpapier gewonnene Zellulose und Holzfaserplatten und Holzwolle. Beide Möglichkeiten bestehen aus nachwachsenden Materialien und dämmen effektiv.</p>
<p>Am effizientesten sind jedoch teure Vakuumisolationspaneele aus porösem Kernmaterial und einer dichten Hülle, die eine sehr geringe Wärmeleitungsfähigkeit aufweisen.</p>
<p>Bei Hohlräumen in der Wand hilft prinzipiell die Luftschicht bei der Wasserabweisung – eine nur teilweise Füllung mit Dämmungsmaterial kann also auch sinnvoll sein. Nur muss man darauf achten, dass an solchen Wänden <a href="https://de.rs-online.com/web/c/befestigungsmaterial/dubel-ankerbolzen-und-sortimente/rigipsdubel-und-hohlraumdubel/" target="_blank" rel="dofollow noopener noreferrer">nur Dübel</a> und keine Bohrer verwendet werden sollen.</p>
<p><strong>Kleineres Ausmaß der Renovierung</strong></p>
<p>Aber auch wer nur vorhat, die Wände mit neuer Farbe zu dekorieren, kann für die Umwelt und die eigene Gesundheit etwas tun. Häufig sind nämlich im Wand- oder Fußbodenbelag schädliche Stoffe enthalten. Siegel wie der Blaue Engel des Umweltbundesamtes weisen auf gesunde, umweltfreundliche Farben, Lacke und Lasuren hin.</p>
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