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	<title>Familienunternehmen Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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		<title>Studie zeigt: Deutschland verliert dramatisch an Standortattraktivität</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2021 14:31:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland fällt im internationalen Standortwettbewerb immer weiter zurück. Dies ergab eine aktuelle Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW zu den Rahmenbedingungen für Familienunternehmen. Demnach verliert Deutschland im Standortranking von 21 Industriestaaten drei Plätze und liegt nur noch knapp vor dem Tabellenende. Die Untersuchung wird seit 2006 alle zwei Jahre im Auftrag...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland fällt im internationalen Standortwettbewerb immer weiter zurück. Dies ergab eine aktuelle Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW zu den Rahmenbedingungen für Familienunternehmen. Demnach verliert Deutschland im Standortranking von 21 Industriestaaten drei Plätze und liegt nur noch knapp vor dem Tabellenende. Die Untersuchung wird seit 2006 alle zwei Jahre im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen durchgeführt. Die Bundesrepublik liegt im Länderindex 2020 nur noch auf Position 17. Noch schlechter schneiden allein Frankreich, Spanien, Japan und Italien ab. An der Spitze des Rankings liegen dagegen die USA, Großbritannien und die Niederlande.</p>
<h4><strong>Mangelhafte IT-Infrastruktur und hohe Steuern als Schwachpunkte</strong></h4>
<p>Die Studie untersucht die wichtigsten Standortfaktoren für Familienunternehmen. Dafür nimmt sie sechs Themenfelder in den Blick: „Steuern“, „Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital“ „Regulierung“, „Finanzierung“, „Infrastruktur und Institutionen“ und „Energie“. Verbesserungsbedarf stellen die Studienautoren in Deutschland vor allem bei der IT-Infrastruktur, den Arbeitskosten und der Steuer- und Abgabenlast fest. Im Bereich „Steuern“ erzielt Deutschland nahezu die schlechtesten Werte und liegt mit Rang 20 auf dem vorletzten Platz. Nur Japan schneidet hier noch schlechter ab. Andere Staaten wie die USA, Frankreich und Belgien haben ihre Wettbewerbsposition dagegen durch Steuersenkungen verbessert.</p>
<h4><strong>Hohe Arbeitskosten in Deutschland</strong></h4>
<p>Auch in der Kategorie „Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital“ weist Deutschland mit Rang 18 deutliche Standortschwächen auf. Im Mittelfeld liegt Deutschland hingegen in der Kategorie „Regulierung“, die unter anderem das Ausmaß an Bürokratie im jeweiligen Land bemisst. Leicht verbessert hat sich Deutschland auch in der Kategorie „Energie“: Doch Platz 14 im Standortranking liegt hier immer noch unterhalb des Durchschnitts. Hierfür sind vor allem die hohen Strompreise verantwortlich. In der Kategorie „Infrastruktur und Institutionen“ schneidet Deutschland mit Rang 8 leicht überdurchschnittlich ab, muss aber den stärksten Punktverlust hinnehmen. Vor allem die digitale Infrastruktur gilt als unzureichend.</p>
<h4><strong>Schlechteste Entwicklung von 2006 bis 2020</strong></h4>
<p><a href="https://www.mittelstandinbayern.de/standortranking-bayern-weltweit-platz-4/" target="_blank" rel="noopener">Deutschlands Stärken</a> finden sich lediglich bei der Finanzierung und der vergleichsweise guten Kapitalausstattung deutscher Familienunternehmen vor Beginn der Corona-Krise. Besonders positiv fällt hier ins Gewicht, dass sowohl die öffentliche als auch die private Verschuldung gering sind. Trotzdem spricht die Entwicklung der letzten 14 Jahre eine deutliche Sprache: Deutschland entwickelte sich am schlechtesten im internationalen Vergleich und hat von 2006 bis 2020 fünf Plätze im Standortranking eingebüßt. Andere Industrienationen wie die Niederlande (+7 Rangplätze), Polen (+6 Plätze) sowie Tschechien und die USA (jeweils +4 Plätze) konnten sich im gleichen Zeitraum deutlich verbessern.</p>
<h4><strong>Standort muss wettbewerbsfähiger werden</strong></h4>
<p>Deutschland müsse daher dringend wettbewerbsfähiger gemacht werden. „Die Ergebnisse müssen aufrütteln“, sagt dazu Professor Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. „In den vergangenen Jahren haben wir uns sehr stark auf die Verteilung des Wohlstands konzentriert. Jetzt kommt es dringend darauf an Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen. Der Länderindex zeigt die Prioritäten klar auf: Wir müssen im Steuerwettbewerb wieder Anschluss gewinnen, Energiekosten reduzieren und in die unzureichende Infrastruktur investieren.“</p>
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		<title>Familienunternehmen für Ungleichheit verantwortlich?</title>
		<link>https://www.mittelstandinbayern.de/familienunternehmen-fuer-ungleichheit-verantwortlich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2019 08:09:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[NEWS DEUTSCHLAND]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bezeichnen Deutschland in einem aktuellen Bericht als „eines der Länder mit der höchsten Vermögens- und Einkommensungleichheit der Welt“. Diese Aussage muss differenziert betrachtet werden: Seit Jahren ist die Einkommensungleichheit in Deutschland deutlich geringer als die Vermögensungleichheit. Die Vermögensungleichheit ist tatsächlich auf einem hohen Niveau,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bezeichnen Deutschland in einem aktuellen Bericht als „eines der Länder mit der höchsten Vermögens- und Einkommensungleichheit der Welt“. Diese Aussage muss differenziert betrachtet werden: Seit Jahren ist die Einkommensungleichheit in Deutschland deutlich geringer als die Vermögensungleichheit. Die Vermögensungleichheit ist tatsächlich auf einem hohen Niveau, allerdings steckt ein Großteil des Vermögens in Immobilien oder Unternehmensanteilen – und ist damit nicht unmittelbar verfügbar. Laut dem IWF-Report halten in Deutschland die zehn Prozent der reichsten Haushalte 95 Prozent aller Unternehmensanteile.</p>
<p>Verantwortlich für die ungleiche Verteilung des Vermögens macht der IWF die großen Familienunternehmen in Deutschland. Durch den anhaltenden Exporterfolg der letzten Jahrzehnte und vor allem in China seit dem Jahr 2000 hätten sich die Gewinne der Unternehmen erheblich erhöht. Seit 2009 sei laut IWF ein Großteil des Wohlstandszugewinns in Deutschland in Form einbehaltener Gewinne von Familienunternehmen angefallen und komme damit nur einer kleinen Gruppe zugute. Die Unternehmenssteuerreformen hätten die Entwicklung in Deutschland weiter begünstigt, so die Ökonomen.</p>
<p><strong>Mittelstand kritisiert IWF Report</strong></p>
<p>Mittelständische Unternehmer haben den Bericht des IWF heftig kritisiert und verwiesen auf die <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/familienunternehmen-sind-beliebt-auch-unterschaetzt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leistungen</a> der Familienunternehmen gegenüber der Gesellschaft: „Die Kritik des IWF am deutschen Mittelstand verkennt völlig die Bedeutung der Familienunternehmen für Deutschland. Die Millionen Mittelständler sichern Arbeitsplätze – auch und gerade in Krisenzeiten – und damit die soziale und politische Stabilität unseres Landes. Im Unterschied zu Konzernen reinvestieren die Mittelständler Gewinne in das eigene Unternehmen, um so möglichst unabhängig von Bankkrediten zu bleiben. Dies machte unseren Mittelstand in der letzten weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu einem Hort der Stabilität in Europa“, erklärte Mittelstandspräsident Mario Ohoven, der dem Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) vorsteht.</p>
<p><strong>Studie beweist: Mittelstand investiert in Arbeitsplätze</strong></p>
<p>Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der <a href="https://www.familienunternehmen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Familienunternehmen</a> unterstreicht die Bedeutung des Mittelstands für den deutschen Arbeitsmarkt. Demnach haben die größten 500 Familienunternehmen zwischen 2007 und 2016 die Beschäftigung in Deutschland um 23 Prozent auf 2,54 Millionen ausgebaut. Dagegen konnten die 27 Dax-Konzerne, die keine Familienunternehmen sind, die Beschäftigung nur um vier Prozent auf 1,55 Millionen steigern.</p>
<p>„Im Unterschied zu börsennotierten Konzernen halten die mittelständischen Unternehmen auch in Krisenzeiten ihre Mitarbeiter. Gerade angesichts des drohenden konjunkturellen Abschwungs braucht Deutschland mehr denn je seinen starken Mittelstand“, betonte der BVMW-Präsident.</p>
<p><strong>IWF fordert höhere Erbschaftssteuer </strong></p>
<p>Der IWF fordert in seinem Bericht zur Bekämpfung der hohen Ungleichheit höhere Steuern auf Vermögen in Deutschland. Vor allem die Erbschafts- und Schenkungsteuer sollte ansteigen. Die Ökonomen kritisieren, dass etwa die Grundsteuer und die Erbschaftsteuer in Deutschland nur einem Prozent der Wirtschaftsleistung entsprächen – das sei im internationalen Vergleich ein geringer Wert. Doch dafür zählt die sonstige Steuer- und Abgabenlast für mittelständische Unternehmen in Deutschland zu den weltweit höchsten. Daher verwundert es kaum, dass der IWF-Report mit seinen Forderungen auf eine breite Ablehnung der deutschen Unternehmer stößt.</p>
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