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	<title>aussenwirtschaft Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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	<description>Magazin für Wirtschaft &#38; Politik in Bayern, Deutschland und der Welt seit 2012 - Google / Bing  NEWS &#38; KI Search gelistet</description>
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	<title>aussenwirtschaft Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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		<title>Wirtschaftsbeziehungen zu China: Partnerschaft auf Augenhöhe?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2020 10:51:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland, insbesondere mit Bayern, haben sich in den vergangenen Jahren stark intensiviert. In Europa ist Deutschland, und hier vor allem der bayerische Mittelstand, der wichtigste Exportmarkt und das wichtigste Lieferland für China. Laut einer aktuellen Studie der Prognos AG im Auftrag der vbw...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland, insbesondere mit Bayern, haben sich in den vergangenen Jahren stark intensiviert. In Europa ist Deutschland, und hier vor allem der <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/bayerns-wirtschaftsminister-in-china-chance-fuer-kmu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bayerische Mittelstand</a>, der wichtigste Exportmarkt und das wichtigste Lieferland für China. Laut einer aktuellen Studie der Prognos AG im Auftrag der <a href="https://www.vbw-bayern.de/vbw/Home/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft)</a> gingen im Jahr 2017 bereits 23 Milliarden Euro an bayerischen Direktinvestitionen (circa 9 Prozent der gesamten Direktinvestitionen) nach China. Vielfach kämpfen deutsche Unternehmen allerdings immer noch mit starken rechtlichen Hindernissen und Benachteiligungen auf dem chinesischen Markt. Gleichzeitig drängen chinesische Investoren massiv in die europäische und deutsche Wirtschaft. Kann noch von einer Verbesserung der Beziehungen und einer Partnerschaft auf Augenhöhe sprechen? Oder versucht China nur seinen Einfluss weiter auszubauen?</p>
<h5><strong>Immer noch hohe Hürden</strong></h5>
<p>„Das Foreign Investment Law (FIL) hat zwar den Rahmen für ausländische Direktinvestitionen in China verbessert, geht aber an manchen Stellen nicht weit genug, um annährend gleiche Bedingungen zu erreichen. Die Wirkungen sind derzeit noch nicht klar erkennbar. Es bleibt ein legaler Unterschied zwischen ausländischen und chinesischen Unternehmen bestehen“, betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw.</p>
<p>Zwar haben sich die Bedingungen für Investitionen europäischer Firmen in China im Laufe der letzten Jahre verbessert, gleichzeitig ist vor dem Hintergrund des technologischen Aufholprozesses der Volksrepublik ein wachsendes Konkurrenzverhältnis in vielen Segmenten zu beobachten. Auch ist man laut der vbw Studie noch weit vom ausgegebenen Ziel eines „level playing fields“, also möglichst ähnliche Zugangsbedingungen zum Markt des jeweiligen Partners, entfernt.</p>
<h5><strong>China erhöht Investitionen</strong></h5>
<p>Gleichzeitig hat China seine eigenen Direktinvestitionen in Bayern und Deutschland massiv erhöht. Fokus liegt dabei vor allem auf hochtechnologischen Sektoren wie Maschinenbau, Automobilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Chemie und Pharma. Als stellvertretende Beispiele stehen hier die Übernahmen von Traditionsunternehmen wie KraussMaffei, Kuka oder dem Automobilzuliefere Grammer durch chinesische Investoren, oder der Erwerb von Anteilen wie bei Daimler (9 Prozent) oder der Deutschen Bank (10 Prozent). Bereits seit einiger Zeit wird dies mit Sorge von Politik und Wirtschaft beobachtet. Forderungen nach mehr Kontrolle und einer Beschränkung des Marktzugangs werden laut. Viele befürchten bereits den Ausverkauf von deutschem Know-how, einen negativen Technologietransfer und den Verlust der Konkurrenzfähigkeit im internationalen Vergleich.</p>
<h5><strong>Corona als Chance? </strong></h5>
<p>Geht es aber überhaupt noch ohne China? Die Corona-Pandemie zeigt uns momentan, wie weit die Globalisierung vorangeschritten ist, und wie stark gerade der Technologiestandort Bayern von internationalen Zulieferern und Abnehmern abhängt. So bestätigen die neuesten Zahlen des <a href="https://www.statistik.bayern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bayerischen Landesamts für Statistik</a>, wie gravierend sich der Zusammenbruch globaler Lieferketten auf den Freistaat auswirkt: So sanken die bayerischen Importe im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,5 Prozent, die Exporte sogar um 36,8 Prozent. Besonders stark betroffen ist unter anderem der Handel mit den USA: Hier gingen die bayerischen Ausfuhren um 54 Prozent zurück, die Einfuhren um 40 Prozent. Umso erstaunlicher, dass die Importe aus China im Mai bereits wieder um 17,1 Prozent gestiegen sind. Die Exporte gingen zwar auch zurück, allerdings nur um vergleichsweise „milde“ 26,4 Prozent. Sind wir also bereits zu abhängig von China? Und sollten wir versuchen, den Handel mit dem Reich der Mitte nach Corona einzuschränken?</p>
<p>„Wir müssen uns für offene Märkte und wirtschaftliche Gleichbehandlung einsetzen und dafür eintreten, dass die Chancen der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen fair und zukunftsgerichtet realisiert werden. Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund die europäische Ebene: Nur geschlossen hat Europa das erforderliche Gewicht und die Größe, um auf Augenhöhe mit China verhandeln zu können“, so Brossardt.</p>
<p>Auch Achim von Michel, Pressesprecher und Politikbeauftragter des BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) in Bayern, hält einen generellen Ausschluss Chinas vom deutschen Markt nicht für die richtige Lösung. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen zieht er andere Möglichkeiten in Betracht: So könnte beispielsweise „ein Gremium wie das Kartellamt prüfen, ob systemkritisches Know-how abwandert“, so von Michel.</p>
<h5><strong>Ausblick</strong></h5>
<p>Bedingt durch dir Corona-Krise ist die Anzahl der chinesischen Firmenübernahmen in Europa zuletzt zurückgegangen. Experten vermuten allerdings nur vorübergehend. Somit muss sich die Politik in naher Zukunft, wenn die Corona-Staatshilfen auslaufen und die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie sichtbar werden, die Frage stellen: Wie weit darf der Einfluss Chinas auf die europäische Wirtschaft reichen?</p>
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		<title>Trumpocalypse für den deutschen Mittelstand?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 18:20:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle News]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial/Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, nach dem für viele überraschenden Ausgang der US-Präsidentschaftswahl stellen sich hierzulande die meisten Unternehmer die Frage, welche Folgen die neue Machtkonstellation und Führungsspitze der Supermacht USA wohl für die Wirtschaft haben wird. Schließlich könnten die Auswirkungen einer protektionistischen Handelspolitik der USA, wie sie von Trump im...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,</p>
<p>nach dem für viele überraschenden Ausgang der US-Präsidentschaftswahl stellen sich hierzulande die meisten Unternehmer die Frage, welche Folgen die neue Machtkonstellation und Führungsspitze der Supermacht USA wohl für die Wirtschaft haben wird. Schließlich könnten die Auswirkungen einer protektionistischen Handelspolitik der USA, wie sie von Trump im Wahlkampf oft beschworen wurde, für exportorientierte deutsche Unternehmen aus dem Mittelstand fatale Konsequenzen haben. </p>
<p>Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht zumindest vorerst keinen Grund zur Sorge. Zum Ergebnis der Wahl sagt BVMW-Präsident Mario Ohoven: „Amerika hat anders gewählt, als fast ganz Europa es erwartet hat. Mit der Wahl von Donald Trump wollen viele Amerikaner offensichtlich dem Establishment in Washington die rote Karte zeigen. Wer will, dass das Volk entscheidet, muss Brexit und die amerikanische Präsidentenwahl respektieren.“</p>
<p><strong>Sorgen um Export vorerst unbegründet</strong></p>
<p>Sorgen um den Export deutscher Firmen hält er für verfrüht: „Ich glaube nicht, dass die Trump-Wahl den Export sehr schwächt“, so Ohoven. „Die Börsen werden sich schnell beruhigen und zur Tagesordnung übergehen. Ich bin überzeugt, Donald Trump, der ja aus der Wirtschaft kommt, ist an stabilen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zur Europäischen Union und insbesondere zu Deutschland als stärkster Volkswirtschaft in Europa interessiert. Für seine Äußerungen zu Protektionismus und Abschottung gilt: Nichts wird so heiß gegessen, wie es im Wahlkampf gekocht wird.“</p>
<p>Doch auch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP, das deutliche Handelserleichterung zwischen Europa und den USA ermöglichen könnte, lehnte Trump im Wahlkampf bisher ab. Eine Einigung wird mit ihm als Präsident also nicht leichter. Für die Exportnation Deutschland könnte es enttäuschend sein, wenn TTIP nicht kommt. Aber auch schon der Status Quo könnte sich verschlechtern. Wenn die US-Wirtschaft unter Trump nicht wächst oder gar schrumpft, leiden darunter mit Sicherheit auch die deutschen Exporteure.</p>
<p>Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des bayerischen Industrie- und Handelskammertages hofft deshalb weiter auf TTIP: „Die bayerische Wirtschaft erwartet vom zukünftigen Präsidenten Donald Trump ein klares Bekenntnis zum Freihandel und Unterstützung beim zügigen TTIP-Abschluss“, so Driessen. Der BIHK-Chef räumt aber zugleich ein, dass die Chancen für TTIP unter Donald Trump schlechter stehen, als wenn die Demokratin Hillary Clinton die Wahl gewonnen hätte.</p>
<p><strong>USA können sich keinen Handelskrieg leisten</strong></p>
<p>Die Wichtigkeit von TTIP betont auch Mario Ohoven: „Der Lackmustest für uns wird das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP sein. Hier geht es um die größte Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Menschen.“ Ein Umschwenken Trumps bezüglich TTIP hält er aber für wahrscheinlich, denn: „Die USA können sich weder Protektionismus noch gar einen Handelskrieg mit der EU oder China leisten. Das weiß auch Donald Trump. Im Übrigen: Ohne den Kongress kann kein Präsident den Kurs der USA um 180 Grad ändern.“</p>
<p>Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) setzt auf die Fortsetzung der gewachsenen transatlantischen Partnerschaft zwischen den USA und Europa, Deutschland und Bayern. „Auf Basis der gemeinsamen freiheitlich-demokratischen Fundamente brauchen wir einen engen politischen und wirtschaftlichen Schulterschluss und ein klares Bekenntnis zu offenem Welthandel und gegen Protektionismus. Wir setzen darauf, dass die künftige US-Administration jetzt zügig die Linien für eine verlässliche Außen- und Freihandelspolitik aufzeigt“, so Bertram Brossardt, vbw-Hauptgeschäftsführer.</p>
<p>Die USA sind der wichtigste deutsche Handelspartner. Das Gesamthandelsvolumen zwischen Deutschland und den USA beträgt ca. 173 Milliarden Euro. Der Wert der Ausfuhren in die USA hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt, das Land hat Frankreich als wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik abgelöst. </p>
<p>Auch für den Freistaat Bayern sind die USA der wichtigste Exportmarkt. 2015 exportierte Bayerns Wirtschaft Waren im Wert von 22,8 Milliarden Euro in die USA, ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importe aus den USA hingegen haben sich nur wenig verändert. Der deutsche Exportüberschuss ist deshalb deutlich gewachsen. 2010 lag er im Handel mit den Vereinigten Staaten bei 20 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr bei 53 Milliarden.</p>
<p><strong>Trump muss Verlässlichkeit erst noch beweisen</strong></p>
<p>Dieses Exportplus könnte in Gefahr sein, wenn Trump seine wirtschaftspolitischen Ankündigungen aus dem Wahlkampf wahr macht. Aber ob dies auch wirklich geschieht, bleibt abzuwarten. Seine aktuellen, deutlich milderen Einlassungen gegenüber Medienvertretern lassen hoffen, dass viele seine markigen Sprüche nur ein Ziel hatten: den Wahlkampf zu gewinnen. Doch Trump hat mit seinen Wahlversprechen auch Hoffnungen und Erwartungen geweckt, deren Enttäuschung ihm innenpolitisch sehr schaden können. Da hilft ihm auch die derzeit günstige Machtverteilung nicht weiter: Unter Donald Trump sind zumindest theoretisch Exekutive, Legislative und Judikative auf absehbare Zeit mehrheitlich mit Republikanern besetzt. Doch die Republikaner sind selbst eine zutiefst zerstrittene Partei, und längst nicht alle Politiker folgen den teilweise schrillen Tönen des Multimilliardärs, der soeben sein eigenes Präsidentengehalt in einer großzügigen Geste kurzerhand auf einen Dollar pro Jahr festgesetzt hat &#8211; anstatt der üblichen 400.000 Dollar Jahresvergütung.</p>
<p>Wir werden Sie in jedem Fall weiter auf dem Laufenden halten und über Entwicklungen, die dem deutschen und insbesondere bayerischen Mittelstand schaden könnten, zeitnah informieren. Berechenbarkeit und Verlässlichkeit sind das höchste Gut, mit dem Donald Trump die Weltwirtschaft derzeit von sich überzeugen kann, und hier hat er zumindest in der Außenwirkung noch deutlich Nachholbedarf.</p>
<p>Ihr<br />
Achim von Michel<br />
Herausgeber, mittelstandinbayern.de </p>
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		<title>Mittelstand im Fokus chinesischer Investoren</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 09:28:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Spannende Ergebnisse präsentiert die Deloitte-Studie „Investing in Germany – A guide for Chinese businesses“: Mittelständische Firmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Logistik und Immobilien rücken demnach immer mehr in den Fokus chinesischer Investoren. Seit 2010 setzen diese immer stärker auf Transaktionsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt. Statt Übernahmen von in Schieflage geratenen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spannende Ergebnisse präsentiert die Deloitte-Studie „Investing in Germany – A guide for Chinese businesses“: Mittelständische Firmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Logistik und Immobilien rücken demnach immer mehr in den Fokus chinesischer Investoren. Seit 2010 setzen diese immer stärker auf Transaktionsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt. Statt Übernahmen von in Schieflage geratenen Unternehmen, sind nun Käufe von mittelständischen Technologie- und Weltmarktführern („Hidden Champions“) zu einer Kernaktivität der ostasiatischen Investoren geworden.</p>
<p><strong>Übernahmen verlaufen in der Regel erfolgreich</strong></p>
<p>„Eine erfolgreiche Übernahme bedeutet nicht nur potentielle Gewinne für den Investor. Das jeweilige Unternehmen erhält Zugang zu einem neuen, bedeutenden Absatzmarkt und schafft damit die Voraussetzung für weiteres Wachstum und Investitionen auf dem Heimatmarkt“, so Dirk Hällmayr, Partner und Leiter der Chinese Services Group von Deloitte. „Befürchtungen, dass Unternehmen zerschlagen werden und Arbeitsplätze verloren gehen, sind dabei in den meisten Fällen unbegründet. Viele Automobilzulieferer sind beispielsweise in der Krise von chinesischen Investoren übernommen worden – und inzwischen erfolgreich umstrukturiert und wieder konkurrenzfähig“, so Hällmayr.<br />
In der Automobilbranche sind vor allem die Zulieferer mit ihrem Umsatz von insgesamt 73 Milliarden Euro (2014) attraktiv. Hier sind die hohen Standards, technisches Know-how und die teilweise große Profitabilität wichtige Anreize für asiatische Investoren.<br />
Neben der Automobilbranche ist das Geschäft mit Immobilien zu einem wichtigen Faktor für chinesische Investoren geworden. Anlageperspektiven bieten sich hierbei beim Wohnungsbau oder bei dem Erwerb von gewerblichen Immobilien. Die Direktinvestitionen machten in diesem Bereich in der ersten Jahreshälfte 2015 28,8 Milliarden Euro aus. Auch in der Logistik ist das chinesische Investitionsvolumen im letzten Jahr deutlich gestiegen und betrug 41 Milliarden Euro.</p>
<p><strong>China als wichtiger Handelspartner</strong></p>
<p>Die große Bedeutung Chinas als Handelspartner demonstrieren die Exportzahlen aus dem Jahr 2015, in dem Waren und Dienstleistungen im Wert von 71,2 Milliarden Euro aus Deutschland nach China transferiert wurden. Die Importe stiegen um 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegen bei 91,5 Milliarden Euro. Der Investitionsanstieg aus China wird seit einigen Jahren befördert durch einen gesteigerten Qualitätsanspruch der Chinesen. Die Schwerpunkte der chinesischen Bemühungen liegen außerdem in strategischen Partnerschaften mit den Bundesländern Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.</p>
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		<title>Bayerischer Export in den Iran steigt erstmals stark</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2016 14:29:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht die Geschäftsbeziehungen mit dem Iran auf einem guten Weg. Zwar mache der Export in den Iran aktuell nur etwa ein Promille des gesamten bayerischen Exportvolumens aus, aber sei, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, „stetiger Zuwachs ein realistisches Szenario“. Im vorherigen Jahr exportierte der Freistaat...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht die Geschäftsbeziehungen mit dem Iran auf einem guten Weg. Zwar mache der Export in den Iran aktuell nur etwa ein Promille des gesamten bayerischen Exportvolumens aus, aber sei, so vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, „stetiger Zuwachs ein realistisches Szenario“. Im vorherigen Jahr exportierte der Freistaat Waren im Wert von 206 Millionen Euro in den Iran, kein bedeutend größerer Wert als noch 2014 (221 Millionen Euro). Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sprach deshalb bereits von einer gewissen Ernüchterung.</p>
<p><strong>Export in Iran in diesem Jahr 12 Prozent höher</strong></p>
<p>Von Januar bis Juni 2016 stieg der bayerische Export in den Iran im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 12 Prozent an. Es geht nach der Aufhebung der Sanktionen in Folge des Atomabkommens des Jahres 2015 erstmals kleinschrittig voran. Seit Februar 2016 ist die bayerische Wirtschaft bei der einflussreichen iranischen Investitionsbehörde Industrial Development and Renovation Organization of Iran (IDRO) vertreten, die nun auch ein Büro bei der vbw im Haus der bayerischen Wirtschaft hat.</p>
<p><strong>Ausblick auf kommende Jahre positiv</strong></p>
<p>Die vbw, die sich seit etwa einem Jahr im Iran engagiert und seit November 2015 eine eigene Vertretung in Teheran besitzt, berichtet weiter von einer guten Auftragslage für mittelständische Unternehmen. „Die Hoffnungen der vbw beim Kontaktaufbau im Iran haben sich insgesamt erfüllt“, so Brossardt, „derzeit haben wir rund 120 Anfragen in Arbeit“. Die Geschäfte mit dem Iran bergen langfristig ein großes Potenzial, gerade in den Bereichen Automobilbau, Maschinenbau und Energieversorgung. Außerdem wurden bereits „viele Geschäfte angebahnt, die in absehbarer Zeit zu einem guten Abschluss führen werden“ so der Hauptgeschäftsführer. Für einige Mittelständler bedeutet dies die Akquirierung relativ großer Aufträge in der nächsten Zeit.<br />
Hinzu kommt, dass der Bund nun wieder Exportkreditversicherungen (sogenannte Hermes-Bürgschaften) für Finanztransaktionen mit iranischen Unternehmen anbietet. Dies weist auf eine Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern hin.</p>
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		<title>Wirtschaftsforum Westbengalen / Indien</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aussenwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der indische Bundesstaat Westbengalen, die indische Industrie- und Handelskammer (FICCI) und der BVMW laden am 7. September zu einem Wirtschaftsforum in das Hotel Bayerischer Hof in München ein. Es erwarten Sie hochrangige Gesprächspartner wie Mamata Banerjee, Regierungschefin von Westbengalen, Dr. Amit Mitra, Handelsminister von Westbengalen sowie BVMW-Präsident Mario Ohoven. Darüber...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der indische Bundesstaat Westbengalen, die indische Industrie- und Handelskammer (FICCI) und der BVMW laden am 7. September zu einem Wirtschaftsforum in das Hotel Bayerischer Hof in München  ein. Es erwarten Sie hochrangige Gesprächspartner wie Mamata Banerjee, Regierungschefin von Westbengalen, Dr. Amit Mitra, Handelsminister von Westbengalen sowie BVMW-Präsident Mario Ohoven.  Darüber hinaus wird eine Wirtschaftsdelegation mit etwa 20 Vertretern aus dem indischen Staat anwesend sein. Ziel der Veranstaltung ist es, den bayerischen Unternehmen einen detaillierten Einblick in die gegenwärtige wirtschaftliche Situation Indiens zu geben und auf Geschäftsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.</p>
<p>Bei der Veranstaltung werden der indische Mittelstandsverband FICCI und der BVMW darüber hinaus eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen.</p>
<p>Westbengalen ist mit mehr als 90 Millionen Einwohnern der viertgrößte Bundesstaat Indiens und beeindruckt mit überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum. Vor allem die Industrie profitiert von der rasanten ökonomischen Entwicklung und konnte im Zeitraum 2015/16 ein Wachstum von knapp 11 Prozent verzeichnen. Bedingt durch die strategisch günstige Lage an den Handelsrouten nach Europa, Afrika und Südostasien ist Westbengalen ein idealer Standort für exportorientierte Unternehmen. Schon jetzt haben etwa 200 deutsche Firmen eine Repräsentanz in Westbengalen.</p>
<p>Die Veranstaltung findet am 7. September von 12.00 bis 15.00 Uhr im Hotel Bayerischer Hof in München statt. Bitte beachten Sie, dass eine vorherige Anmedlung unbedingt notwendig ist. Für weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung kontaktieren Sie bitte: achim.von.michel@bvmw.de</p>
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		<title>Große Hürden beim Dienstleistungsexport in der EU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[webmaster MIB]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2016 13:21:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[NEWS INTERNATIONAL]]></category>
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					<description><![CDATA[Fehlende Vertriebsstrukturen, bürokratische Hindernisse und rechtliche Auflagen &#8211; die Entsendung von Mitarbeitern beim Dienstleistungsexport im EU-Binnenmarkt ist für Unternehmen mit großen Hürden verbunden. Das ist das Ergebnis einer Studie des BIHK unter 449 Unternehmen. Mirjam Dobmeier von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt war an der Studie beteiligt. Dobmeier erklärt: „Bürokratische Auflagen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fehlende Vertriebsstrukturen, bürokratische Hindernisse und rechtliche Auflagen &#8211; die Entsendung von Mitarbeitern beim Dienstleistungsexport im EU-Binnenmarkt ist für Unternehmen mit großen Hürden verbunden. Das ist das Ergebnis einer Studie des BIHK unter 449 Unternehmen. Mirjam Dobmeier von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt war an der Studie beteiligt. Dobmeier erklärt: „Bürokratische Auflagen bei der Mitarbeiterentsendung und das unterschiedliche Steuerrecht innerhalb der EU sind die größten Exporthindernisse. Darunter leiden nicht nur klassische Dienstleister, sondern auch die Industrie.“ Nach der Umfrage bieten 78 Prozent der teilnehmenden produzierenden Unternehmen in Bayern, die im Ausland aktiv sind, heute bereits Dienstleistungen an. Jedes fünfte Unternehmen sieht es jedoch als problematisch an, im Zielland Vertriebsstrukturen aufzubauen. Zudem klagen 18 Prozent der Dienstleistungsunternehmen über mangelnde rechtliche Sicherheit beim Dienstleistungsexport. Bei der Entsendung von Mitarbeitern ist für 20 Prozent Dienstleistungsunternehmen die Erfüllung bürokratischer Hürden eine Herausforderung. 18 Prozent der Dienstleistungsunternehmen klagen außerdem über komplexe steuerliche Vorgaben im Exportland.</p>
<p><strong>Bürokratische Hindernisse und komplizierte rechtliche Auflagen</strong></p>
<p>Dienstleister benötigen einen schnellen und einfachen Überblick über die bürokratischen Barrieren, denen sie im Binnenmarkt begegnen. Abhilfe soll da das neue Internetportal „Dienstleistungskompass.eu“ schaffen. Es soll künftig Unternehmen leicht verständlich über die Entsendung von Mitarbeitern in der EU informieren. Tipps und Infos soll es zu allen wichtigen Punkten von Arbeitsrecht bis Rechnungsstellung geben.</p>
<p><strong>Neues Internetportal „Dienstleistungskompass.eu“</strong></p>
<p>Die EU-Kommission will den Unternehmen einen Dienstleistungsausweis anbieten, um ihnen ihre grenzüberschreitenden Geschäfte in Europa zu erleichtern. Der Dienstleistungsausweis soll den Informationsaustausch unter den Behörden fördern, zu einer schnelleren Berufsanerkennung führen, Gesetze harmonisieren und die Digitalisierung vorantreiben. Strittig sind noch die Details. Derzeit läuft eine Konsultation der EU-Kommission, die klären soll, was sich die Wirtschaft von diesem Pass erwartet. Die Unternehmen warnen, dass über den Ausweis, der Bürokratie bekämpfen soll, nicht noch mehr Bürokratie entsteht.</p>
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		<title>Starke Handelsbeziehungen zwischen Bayern und Iran</title>
		<link>https://www.mittelstandinbayern.de/starke-handelsbeziehungen-zwischen-bayern-und-iran/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2016 07:56:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[News Bayern]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Lufthansa fliegt seit kurzem wieder nonstop von München nach Teheran. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner freut sich darüber: „Die Entscheidung der Lufthansa wieder einen Direktflug von München nach Teheran anzubieten, begrüße ich sehr. Ich bin überzeugt, dass dieses Angebot gerade von Unternehmern aus Bayern und dem Iran gut angenommen wird....]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lufthansa fliegt seit kurzem wieder nonstop von München nach Teheran. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner freut sich darüber: „Die Entscheidung der Lufthansa wieder einen Direktflug von München nach Teheran anzubieten, begrüße ich sehr. Ich bin überzeugt, dass dieses Angebot gerade von Unternehmern aus Bayern und dem Iran gut angenommen wird. Der Iran ist für Bayern ein interessanter Absatzmarkt. Und Produkte und Dienstleistungen aus Bayern sind wegen ihrer hohen Qualität im Iran sehr beliebt. Bayerische Unternehmer können ihre Chancen im Iran noch besser nutzen. Die anhaltende Öffnungsphase des Landes müssen wir unbedingt weiter mitnehmen.“</p>
<p><strong>Der Iran ist für Bayern ein wichtiger Handelspartner</strong></p>
<p><a href="http://www.mittelstandinbayern.de/bvmw-bayern/der-iran-als-lukrativer-absatzmarkt-fuer-die-bayerische-wirtschaft/" target="_blank">Aigner besuchte im November 2015 mit einer hundertköpfigen Delegation den Iran</a>, seitdem haben sich die Kontakte zwischen Bayern und dem Iran auf allen Ebenen weiterentwickelt. Kommenden Herbst ist eine erneute Delegationsreise der Wirtschaftsministerin geplant mit Schwerpunkt auf der Maschinenbaubranche. Auch das Thema „Banken“ wird eine große Rolle spielen, um die finanzielle Abwicklung des wachsenden Irangeschäfts gewährleisten zu können und bestehende Einschränkungen im Zahlungsverkehr zu überwinden. Das Bayerische Wirtschaftsministerium und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft stehen mit mehreren iranischen Banken in Kontakt. Ziel ist, dass eine iranische Bank in München eine Filiale eröffnet.</p>
<p>Erfreulich ist, dass der bayerische Mittelstand im Iran wieder durch den Kreditversicherer Euler-Hermes unterstützt wird. Nach Tilgung der iranischen Auslandsschulden gegenüber der Bundesrepublik Deutschland ist der Weg frei für die Absicherung von Irangeschäften. Das ist ein Meilenstein bei der gegenseitigen Annäherung.</p>
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		<title>Interview zum Brexit: &#8222;Angst vor der Zukunft habe ich nicht.&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2016 07:44:14 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
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					<description><![CDATA[Sascha Schnürer ist Landesvorstand im Ressort Politik der Wirtschaftsjunioren Bayern. Er weiß, was der Brexit für die Unternehmen in Bayern, Deutschland und Europa bedeutet und was er für Auswirkungen haben kann. Wie ist Ihre Meinung als „politischer Kopf“ der Wirtschaftsjunioren in Bayern zum Brexit, also dem Ausstieg der Briten aus...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sascha Schnürer ist Landesvorstand im Ressort Politik der <a href="https://www.wjbayern.de/" target="_blank">Wirtschaftsjunioren Bayern</a>. Er weiß, was der Brexit für die Unternehmen in Bayern, Deutschland und Europa bedeutet und was er für Auswirkungen haben kann. </em></p>
<p><strong>Wie ist Ihre Meinung als „politischer Kopf“ der Wirtschaftsjunioren in Bayern zum Brexit, also dem Ausstieg der Briten aus Europa?</strong></p>
<p>Wissen Sie, unsere Meinung hier in Bayern spielt dazu überhaupt keine Rolle. Wir wurden und werden nicht gefragt. Es ist die Entscheidung der Briten, und die haben wir zu respektieren.</p>
<p><strong>Aber dies wird doch auch Deutschland betreffen. Welche Auswirkungen befürchten Sie?</strong></p>
<p>Zunächst befürchte ich materiell überhaupt keine Auswirkungen. Derzeit ist noch nicht mal ein Antrag in der EU gestellt. Ich glaube nicht, dass wir das in Bayern groß spüren werden. Da haben sich unsere Kollegen vom Verband der bayerischen Wirtschaft vielleicht zu stark von Emotionen leiten lassen, als sie gleich die größten Auswirkungen für uns Unternehmer prognostiziert haben am Wochenende. Ein Mitglied bei uns hatte gleich seine Projekte in London den „Bach runterschwimmen“ gesehen. Die Briten haben sich seit jeher in der EU stark separiert, weder an der Währungsreform noch am Schengener Abkommen beteiligt. Den Binnenhandel mit Großbritannien können wir auch so regeln. Das sieht man ja an TTIP oder CETA &#8211; *lacht*. Da es sowieso einen riesigen Dissens zwischen London und Brüssel bei der Frage der Regulierung des Finanzmarktes gab, sehe ich hier sogar große Chancen für Europa, in der für mich seit Jahren ungelösten „Finanzkrise“ einen Schritt weiter zu kommen. Angst vor der Zukunft habe ich nicht.</p>
<p><strong>Sie sprachen jetzt von „materiellen“ Auswirkungen. Wie sieht es mit „immateriellen Auswirkungen“ aus?</strong></p>
<p>Das ist etwas, was mich schon eher beschäftigt. Die Sinn-Frage nach einem starken Europa. Denn Großbritannien, nach den aktuellen Analysen England besser gesagt, ist ja kein Einzelfall. Egal, wo man in Europa hinsieht, die Frage der Separierung und Abkapselung zieht sich quer durch Europa. Und ich würde nicht wissen wollen, wie das Referendum in ganz Europa ausgegangen wäre.</p>
<p><strong>Tritt der viel zitierte Domino-Effekt ein?</strong></p>
<p>Nein. In anderen Staaten wie zum Beispiel in den Niederlanden ist man selbstständig schon auf den Weg gegangen. Im Gegenteil, durch die Ratlosigkeit und Planlosigkeit der britischen Oppositionsführer ist dies wahrscheinlich der beste Beweis dafür, dass die „Wir-sind-gegen-alles-Parteien“ einfach unfähig sind, zu führen und tatsächliche Lösungen anzubieten. Anscheinend waren sie auf das Ergebnis nicht vorbereitet. Ich denke, das wirkt sich in Deutschland auch auf so manch hochstilisierte „junge Partei“ aus.</p>
<p><strong>Sie sind Vertreter eines Verbandes „junger“ Unternehmer. Welche Rolle spielt Ihre „Zielgruppe“ in Bayern, Deutschland, Europa? Die Wirtschaftsjunioren gibt es ja überall?</strong></p>
<p>Wir müssen intern und mit unseren Mitgliedern natürlich die Konsequenzen und Lehren aus der Thematik diskutieren. Auch am Beispiel des Referendums sieht man einen Generationenkonflikt, der vor allem in Deutschland, aber auch im Rest von Europa immer deutlicher zu Tage tritt. Der demografische Wandel ist nicht nur ein Thema für die Sozialkassen, sondern auch und insbesondere an der Wahlurne. Die Mehrheit unserer Generation war in Großbritannien für einen Verbleib. Der Zuspruch für Europa der jungen Führungskräfte und Unternehmer war sogar noch deutlich höher. Hier gilt es, fehlende Masse durch eine starke Einigkeit und Mobilisierung zu kompensieren.</p>
<p><strong>Was wünschen Sie sich nun von der Politik?</strong></p>
<p>Von der englischen, dass sie nüchtern dem Wunsch des Volkes nachgeht und sich neu sortiert. Denn das ist Demokratie. Von der deutschen und europäischen Politik, dass man die Chancen aus dem ganzen Desaster erkennt und nutzt. Im politischen Alltag wünsche ich mir, dass man „Europa“ vielleicht in Zukunft wieder eher für die großen „Dinge“ entdeckt und eine gemeinsame europäische Vision vermittelt mit den großen Leitplanken „Freiheit“ und „Sicherheit“; und dass sich die EU weniger ins Alltags-Klein-Klein der Bevölkerung einmischt. Hier werden wir auch gerne unterstützen als Wirtschaftsjunioren. Unser Projekt „talk-EU“, bei dem wir Schülern die Vorteile der EU bayernweit vermitteln, und der Know-How-Transfer mit Brüssel sind hierzu geeignete Instrumente, die wir bereits am Laufen haben.</p>
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		<title>Die bayerische Wirtschaft präsentiert sich im Ausland</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 11:18:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[NEWS INTERNATIONAL]]></category>
		<category><![CDATA[aussenwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[bayerische wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die bayerische Wirtschaft beteiligt sich im kommenden Jahr wieder sehr stark an Auslandsmessen. Sie bieten viele Möglichkeiten für bayerische Unternehmen sich zu präsentieren und die Exporte weiter zu steigern. Das Bayerische Messebeteiligungsprogramm für 2017 setzt seinen Schwerpunkt auf Veranstaltungen in den Bereichen &#8222;Digitalisierung&#8220; und &#8222;Kultur- und Kreativwirtschaft&#8220;. Der regionale Fokus...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die bayerische Wirtschaft beteiligt sich im kommenden Jahr wieder sehr stark an Auslandsmessen. Sie bieten viele Möglichkeiten für bayerische Unternehmen sich zu präsentieren und die Exporte weiter zu steigern. Das Bayerische Messebeteiligungsprogramm für 2017 setzt seinen Schwerpunkt auf Veranstaltungen in den Bereichen &#8222;Digitalisierung&#8220; und &#8222;Kultur- und Kreativwirtschaft&#8220;. Der regionale Fokus wird dabei vor allem auf Asien und Nordamerika gesetzt. Aber auch Pioniermärkte wie Kuba oder der Iran stehen im Mittelpunkt des Programms. Insgesamt werden sich im nächsten Jahr bayerische Firmen auf rund 60 Auslandsmessen präsentieren.</p>
<p><strong>Aigner: &#8222;Die bayerische Exportförderung ist bundesweit einzigartig&#8220;</strong></p>
<p>Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Der Export ist und bleibt ein Wachstumsmotor und wesentlicher Erfolgsfaktor für Arbeitsplätze und Wohlstand in Bayern. Mit dem bayerischen Messebeteiligungsprogramm unterstützen wir vor allem den bayerischen Mittelstand und helfen ihm dabei, neue Märkte zu erschließen.“ Aigner ermuntert bayerische Unternehmen, den Bayernstand auf Auslandsmessen zu nutzen: „Die Vorteile für Firmen sind eindeutig: Sie sparen sich Kosten und Zeit bei der Organisation und werden optimal präsentiert. Das Messebeteiligungsprogramm zählt zu einem der effektivsten Instrumente der bayerischen Exportförderung.“</p>
<p><strong>Bayerische Unternehmen sollen die Stände auf den Auslandsmessen nutzen</strong></p>
<p>Bayern International organisiert seit 20 Jahren im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums das Messebeteiligungsprogramm zusammen mit den Organisationen der Wirtschaft wie Kammern und Verbände. Unternehmen profitieren nicht nur von der finanziellen Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium, sondern auch von dem umfassenden Service von Bayern International und seinen Partnern im In- und Ausland.</p>
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		<title>Auswirkungen des Brexit auf die deutsche Digitalwirtschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2016 16:08:28 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Mittelstand Digital]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine knappe Mehrheit der Briten hat „Nein“ zu Europa gesagt. „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Auswirkungen auf die deutsche und europäische Digitalwirtschaft möglichst gering bleiben.“ So kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder den gestrigen Volksentscheid. Schwer wird es künftig insbesondere für Dienstleister und Start-ups. Rohleder: „Es ist zu erwarten,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mittelstandinbayern.de/bvmw-bayern/warum-die-brexit-befuerworter-klar-verloren-haben/" target="_blank">Eine knappe Mehrheit der Briten hat „Nein“ zu Europa gesagt.</a> „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die Auswirkungen auf die deutsche und europäische Digitalwirtschaft möglichst gering bleiben.“ So kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder den gestrigen Volksentscheid. Schwer wird es künftig insbesondere für Dienstleister und Start-ups. Rohleder: „Es ist zu erwarten, dass sich Großbritannien von den Standards des digitalen Binnenmarkts entfernen wird. Für Unternehmen aus Deutschland bedeutet das, dass sie sich mit abweichenden Regeln in Großbritannien beschäftigen müssen. Gerade für Mittelständler und Start-ups ist das oft kaum möglich. Und IT-Dienstleister, die fast immer in internationalen Teams arbeiten, werden künftig nicht mehr von der Arbeitnehmerfreizügigkeit profitieren können. Wir müssen dafür sorgen, dass wir auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens einen möglichst einheitlichen Rechtsrahmen behalten. Ein gemeinsamer digitaler Binnenmarkt, der Großbritannien mit einschließt, muss unser Ziel bleiben. International einheitliche Regeln sind die Grundvoraussetzung für eine funktionierende und leistungsfähige digitale Wirtschaft.“ Durch das Ausscheiden des wichtigen Mitgliedslands Großbritannien aus der EU werde der Versuch der EU-Kommission deutlich erschwert, einen großen einheitlichen digitalen Binnenmarkt zu schaffen, um den Unternehmen einen Wettbewerb auf Augenhöhe mit Ländern wie den USA oder China zu ermöglichen.</p>
<p><strong>„Ein gemeinsamer digitaler Binnenmarkt, der Großbritannien mit einschließt, muss unser Ziel bleiben.“</strong></p>
<p>Besondere Nachteile erwartet Bitkom für Privatverbraucher in Großbritannien. „Die EU hat ihren Schutzschirm auch über britische Verbraucher ausgebreitet. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dieser Schutzschirm zumindest teilweise eingeklappt wird.“ Strenge Regeln für den Datenschutz, den Verbraucher- und den Umweltschutz gingen stets von der EU aus und mussten oft gegen den Widerstand der Vertreter Großbritanniens durchgesetzt werden. „Von der gerade mühsam verabschiedeten EU-Datenschutzgrundverordnung über Verbraucherschutzrechte und Umweltschutzrichtlinien sind eine Vielzahl von Regelungen durch den Brexit betroffen. Diese werden mit Vollzug des Austritts ihre Gültigkeit verlieren oder in Frage gestellt“, sagte Rohleder. „Unternehmen, die ihre Zentralen in Großbritannien haben oder dort über Niederlassungen verfügen, werden davon betroffen sein &#8211; etwa wenn der freie Austausch zum Beispiel von Kundendaten eingeschränkt ist oder sie sich an unterschiedliche Verbraucherschutzrechte anpassen müssen.“</p>
<p>Im vergangenen Jahr wurden ITK-Geräte und Unterhaltungselektronik im Wert von 2,9 Milliarden Euro von Deutschland nach Großbritannien geliefert. Das entspricht 8 Prozent der gesamten ITK-Ausfuhren aus Deutschland. Damit ist das Land knapp hinter Frankreich das zweitwichtigste Ausfuhrland für die deutschen Unternehmen. Umgekehrt kamen aus Großbritannien 2015 ITK-Produkte im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro nach Deutschland. „Großbritannien ist für Deutschland seit Jahren eines der wichtigsten Exportländer für IT- und Telekommunikationsprodukte und ein bedeutender Handelspartner. Sicher ist, dass durch den Brexit im Handel neue Bürokratie auf die Unternehmen zukommt“, so Rohleder.</p>
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