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	<title>arbeitslosigkeit Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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	<title>arbeitslosigkeit Archive - Mittelstand in Bayern</title>
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		<title>Bayerischer Arbeitsmarkt bleibt vorerst stabil</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Feb 2020 09:04:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der bayerische Arbeitsmarkt ist stabil ins neue Jahr gestartet. Die von der Agentur für Arbeit vorgelegten Zahlen zur Arbeitslosenquote im Januar 2020 belegen jedoch eine kleine Eintrübung: Die Arbeitslosenquote stiegt im Vergleich zu Dezember 2019 saisonbedingt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent an. Eine Steigerung in diesem Maße entspricht dem...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der bayerische Arbeitsmarkt ist stabil ins neue Jahr gestartet. Die von der Agentur für Arbeit vorgelegten Zahlen zur Arbeitslosenquote im Januar 2020 belegen jedoch eine kleine Eintrübung: Die Arbeitslosenquote stiegt im Vergleich zu <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/aiwanger-schauen-optimistisch-auf-den-arbeitsmarkt-in-2020/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dezember 2019</a> saisonbedingt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent an. Eine Steigerung in diesem Maße entspricht dem für diese Zeit üblichen Rahmen. Der Bundesdurchschnitt beträgt aktuell 5,3 Prozent, somit hat Bayern – wie auch im Vorjahr – die niedrigste Arbeitslosenquote bundesweit.</p>
<p><strong><u>Unterschiede in den Regierungsbezirken und Landkreisen</u></strong></p>
<p>Die Arbeitslosenzahlen der bayerischen Regierungsbezirke weisen mit 0,9 Prozentpunkten zudem eine sehr geringe Spreizung auf. Spitzenreiter ist Schwaben mit einer Arbeitslosenquote von nur 3,0 Prozent. Mit 3,9 Prozent liegt auch das Schlusslicht Niederbayern immer noch weit unter dem Bundesdurchschnitt. Ganze 40 der 96 bayerischen Landkreise können eine Arbeitslosenquote von unter 3,0 Prozent vorweisen. Der Landkreis Eichstätt ist mit einer Quote von 1,7 Prozent aktuell bundesweit der Landkreis mit der niedrigsten Arbeitslosenquote.</p>
<p><strong><u>Besondere Unterstützung für die Automobilindustrie nötig</u></strong></p>
<p>Doch zuletzt häuften sich auch in Bayern Nachrichten von Unternehmen, die Stellen abbauen wollen. Gerade in Bezug auf die von der <a href="https://www.mittelstandinbayern.de/herausforderung-in-der-technikbranche-durch-mangelhafte-foerderung-von-frauen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Automobilindustrie </a>besonders stark geprägten Regionen sieht Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) deshalb speziellen Handlungsbedarf. Denn dort wird auch weiterhin mit einer nachteiligen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gerechnet. Auf bayerischer Ebene wurde hierzu unter anderem das „Zukunftsforum Automobil“ ins Leben gerufen, durch welches im Rahmen von Qualifizierungsoffensiven bis zu 50.000 Beschäftigte profitieren können.</p>
<p>Zusätzlich fordert der Minister jedoch auch Initiativen auf Bundesebene: „Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für den Industriestandort Deutschland. Dazu gehören wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern und eine Flexibilisierung der starren deutschen Arbeitszeitvorgaben. Befristete Arbeitsverhältnisse sollten als wichtige Brücke in der Beschäftigung für viele Geringqualifizierte erhalten bleiben&#8220;, so Aiwanger.</p>
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		<title>Bayern hat die besten Arbeitsmarkt-Chancen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2015 14:00:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[An keinem anderen Ort in Deutschland haben die Menschen so gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie in Bayern. So lag die Arbeitslosenquote in Bayern im Dezember mit nur 3,6 Prozent abermals unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Mit 5,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte im aktuellen Berichtsmonat ein neues Allzeithoch verzeichnet werden....]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An keinem anderen Ort in Deutschland haben die Menschen so gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt wie in Bayern.  So lag die Arbeitslosenquote in Bayern im Dezember mit nur 3,6 Prozent abermals unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Mit 5,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte im aktuellen Berichtsmonat ein neues Allzeithoch verzeichnet werden. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ist zufrieden und zuversichtlich: „Die nochmals gestiegene Einstellungsbereitschaft der bayerischen Unternehmen zum Jahresende 2014 stimmt uns optimistisch für ein erfolgreiches Jahr 2015. Bayern ist und bleibt Arbeitsmarktprimus in Deutschland.“</p>
<p>Erneute Tiefstwerte bei der Arbeitslosigkeit und neue Höchststände bei der Beschäftigung seien auch in diesem Jahr wieder möglich: „Die Unternehmen schätzen ihre Geschäftsaussichten für die nächsten Monate insgesamt positiv ein – und das trotz der internationalen Krisenherde, nicht zuletzt dem Konflikt mit Russland. Nach der Einführung von Mindestlohn und Rente mit 63 gilt es nun aber, keine weiteren Belastungen für Mittelstand und Wirtschaft durch die Große Koalition in Berlin zu akzeptieren. Wir brauchen stattdessen Vorfahrt für Wachstum und Arbeitsplätze durch eine mittelstandsfreundliche Steuer-, Arbeitsmarkt-, Forschungs- und Energiepolitik“, so Aigner.</p>
<p>Über alle bayerischen Regierungsbezirke hinweg lagen die Arbeitslosenquoten im Dezember 2014 zwischen 3,3 Prozent in der Oberpfalz, Unterfranken und Niederbayern und 4,5 Prozent in Mittelfranken. Damit liegen alle Bezirke weit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften durch Unternehmen in Bayern hat in diesem Zeitraum laut regionalem Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X regional) einen neuen Rekordwert erreicht.</p>
<p>Bildnachweis: Klaus Bindernowski, pixelio.de</p>
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		<title>Die Welt ist mobil: Deutschland als Arbeitsland immer beliebter</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2014 06:00:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland ist nach den englischsprachigen Ländern USA, Großbritannien und Kanada das beliebteste Land weltweit, wenn es um einen Job im Ausland geht. Das belegt eine Studie zur globalen Arbeitsmobilität von The Boston Consulting Group und StepStone. Während weltweit durchschnittlich zwei von drei Arbeitnehmern grundsätzlich bereit sind, eine Stelle im Ausland...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist nach den englischsprachigen Ländern USA, Großbritannien und Kanada das beliebteste Land weltweit, wenn es um einen Job im Ausland geht. Das belegt eine Studie zur globalen Arbeitsmobilität von The Boston Consulting Group und StepStone.</p>
<p>Während weltweit durchschnittlich zwei von drei Arbeitnehmern grundsätzlich bereit sind, eine Stelle im Ausland anzunehmen, würden in Deutschland weniger als die Hälfte der Arbeitskräfte für einen Job ins Ausland gehen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie Decoding Global Talent von The Boston Consulting Group (BCG), einer der weltweit führenden Strategieberatungen, und StepStone, der führenden deutschen Online-Jobbörse. Zugrunde liegt die weltweit größte Erhebung zum Thema Jobmobilität, bei der zwischen April und Juni 2014 mehr als 200.000 Arbeitskräfte aus 189 Ländern befragt wurden.</p>
<p>Für Unternehmen lassen sich aus diesen Ergebnissen wegweisende Erkenntnisse über die Mobilität ihrer künftigen Einsteiger ableiten. “Die geografischen Grenzen der Arbeitsmärkte werden durchlässiger. Vor allem für die talentiertesten und am besten ausgebildeten Talente sind nationale Schranken längst gefallen”, sagt Rainer Strack, BCG Senior Partner und Co-Autor der Studie. “Der quasi grenzenlose globale Arbeitsmarkt eröffnet ungeahnte Möglichkeiten – für die Jobsuchenden, für die Staaten und für multinationale Konzerne, die schon jetzt Schwierigkeiten haben, auf nationaler Ebene geeignete Fachkräfte zu finden.”</p>
<p><strong>“Deutschland ist ein Magnet für Arbeitskräfte”<br />
</strong><br />
Besonders hoch ist die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten, in wirtschaftlich wenig entwickelten Ländern. Pakistan führt die Liste an: Etwa 97 Prozent der dort befragten Personen können sich vorstellen, für den Job ins Ausland zu ziehen. Doch auch führende Industrieländer in direkter Nachbarschaft zu Deutschland zeichnen sich durch hohe Jobmobilität aus: Frankreich gehört mit ca. 94 Prozent zu den Top-5-Staaten, in denen Arbeitskräfte erwägen, auch im Ausland zu arbeiten. In der Schweiz können sich rund 77 Prozent vorstellen, für einen Job die Heimat zumindest auch vorübergehend zu verlassen – das sind 33 Prozentpunkte mehr als in Deutschland. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland 20 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt von rund 64 Prozent. Am stärksten zieht es die Deutschen in die Schweiz (37 Prozent), die USA (35 Prozent) und Großbritannien (33 Prozent).</p>
<p>Deutschland ist ein attraktives Ziel für Arbeitnehmer und bei den Befragten das beliebteste nicht-englischsprachige Land weltweit. Insbesondere Arbeitskräfte aus südosteuropäischen Staaten wie beispielsweise Bosnien-Herzegowina oder Serbien zieht es nach Deutschland – 73 bzw. 64 Prozent der Arbeitnehmer aus diesen Ländern wären bereit, in Deutschland zu arbeiten. In den Niederlanden liegt dieser Wert bei 51 Prozent, und auch in Finnland findent knapp die Hälfte der Arbeitnehmer Deutschland attraktiv. “Deutschland ist ein Magnet für die internationalen Arbeitskräfte. Die stabile wirtschaftliche Situation, das große Angebot an freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt und die guten Lebensbedingungen machen die Bundesrepublik zu einer guten Option sowohl für Arbeitnehmer als auch für hoch qualifizierte Fachkräfte”, kommentiert Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone Deutschland. Nicht zufällig befindet sich auch Berlin unter den zehn begehrtesten Städten für einen Arbeitsaufenthalt im Ausland – neben London, New York oder und Paris.</p>
<p><a href="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs-289x300.jpg" alt="Zwei Drittel der Arbeitskräfte weltweit würden für einen Job ins Ausland ziehen" width="289" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4419" srcset="https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs-289x300.jpg 289w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs-600x622.jpg 600w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs-144x150.jpg 144w, https://www.mittelstandinbayern.de/wp-content/uploads/2014/10/attraktivstelaenderfuerauslandsjobs.jpg 618w" sizes="(max-width: 289px) 100vw, 289px" /></a>Die Antworten auf Fragen zu den Kriterien bei der Wahl eines Arbeitsplatzes ergaben, dass klassische Faktoren wie das Gehalt oder die Übernahme von Verantwortung nicht im Zentrum stehen. Am wichtigsten sind für Jobsuchende die eigene Weiterentwicklung, die Wertschätzung der eigenen Arbeit und ein gutes Verhältnis zu ihren Kollegen. “Die steigende Mobilität von Arbeitskräften rund um den Globus und auch der Wandel ihrer Präferenzen bei der Jobwahl haben große Auswirkungen”, erläutert Carsten von der Linden, Principal bei The Boston Consulting Group und Co-Autor der Studie. “Deshalb sollten Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber sowohl intern als auch extern klar herausstellen, um so zu verhindern, dass ihre talentiertesten Mitarbeiter auswandern und nicht mehr zurückkehren. Man sollte alles daransetzen, auf der anderen Seite dieser Gleichung zu stehen.”</p>
<p><strong>Persönliche Entwicklung als Anreiz für einen Job im Ausland</strong></p>
<p>Die Chance, neue persönliche Erfahrungen zu sammeln, ist für die meisten Arbeitnehmer sowohl weltweit als auch in Deutschland der wichtigste Grund für einen Job im Ausland. Auf globaler Ebene spielen bessere Karrierechancen und höhere Verdienstmöglichkeiten eine bedeutende Rolle. Für die Befragten in Deutschland ist es allerdings viel wichtiger, in einer fremden Kultur zu leben und sich dort einer neuen Herausforderung zu stellen. “Die internationale Rekrutierung bietet eine große Chance, den Bedarf an Fachkräften trotz des demographischen Wandels nachhaltig zu stillen”, sagt Dr. Sebastian Dettmers.</p>
<p><strong>Zentrale Ergebnisse der Studie:<br />
</strong><br />
Die Welt ist mobil: Knapp 64 Prozent aller 203.756 weltweit Befragten sind grundsätzlich bereit, für eine Arbeitsstelle ins Ausland zu gehen. In den USA, Großbritannien und Deutschland liegt die Bereitschaft dazu hingegen bei unter 50 Prozent.<br />
In ein Nachbarland gehen: Die Deutschen zieht es vornehmlich in die Schweiz (37 Prozent), die USA (35 Prozent), Großbritannien (33 Prozent) und Österreich (31 Prozent).<br />
Topdestinationen: Deutschland gehört nach den USA, Großbritannien und Kanada zu den beliebtesten Einwanderungsländern.<br />
Topstädte: Berlin liegt auf Rang 6 der beliebtesten Städte weltweit. Auf Rang 1 findet sich London, gefolgt von New York und Paris.<br />
Die Gründe, ins Ausland zu gehen, unterscheiden sich je nach wirtschaftlicher Lage des Heimatlandes. In den meisten Industrienationen steht die persönliche und berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund. Arbeitssuchende aus Ländern mit geringer Entwicklung halten vor allem nach besseren Karriereoptionen und höherem Lebensstandard Ausschau.</p>
<p>Bildnachweis: Wolfgang Dirscherl  / pixelio.de, OBS/stepstone Deutschland (Grafik)</p>
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		<title>Jugendarbeitslosigkeit: Warnung vor schlecht konzipierten Maßnahmen</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2014 06:00:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ohne entschlossene Reformen der Bildungssysteme und der Arbeitsmärkte werden viele Jugendliche in Südeuropa auch nach der Finanzkrise arbeitslos bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, die von der Robert Bosch Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Nach Einschätzung der Arbeitsmarktforscher verhindern vor allem...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne entschlossene Reformen der Bildungssysteme und der Arbeitsmärkte werden viele Jugendliche in Südeuropa auch nach der Finanzkrise arbeitslos bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, die von der Robert Bosch Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Nach Einschätzung der Arbeitsmarktforscher verhindern vor allem strukturelle Schwächen, dass Jugendliche in den südeuropäischen Krisenländern in den Arbeitsmarkt integriert werden. Kurzfristig komme es jetzt darauf an, junge Menschen besser über Beschäftigungschancen im Ausland aufzuklären, sie zu motivieren und bei den ersten Schritten zu unterstützen. Die rechtlichen Voraussetzungen für die berufliche Mobilität innerhalb der EU seien geschaffen. Nach wie vor gebe es aber viele praktische Hürden wie fehlende Sprachkenntnisse, die Jugendliche daran hindern, eine Arbeitsstelle im Ausland anzutreten, so die Experten.</p>
<p>In der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung übergab deren Geschäftsführerin, Dr. Ingrid Hamm, die Studie heute an Staatssekretär Dr. Rainer Sontowski, der sie kurzfristig in Vertretung für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel entgegennahm. Minister Gabriel: &#8222;Die Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist für uns ein besonders wichtiges Thema, denn es geht hier um die Zukunft der Jugend Europas und damit letztlich auch ein Stück weit um Europa selbst. Auch die Studie der Bosch Stiftung sieht hier Handlungsbedarf. Wir werden weiterhin auf europäischer Ebene, aber auch in bilateralen Abkommen tatkräftige Unterstützung leisten. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die duale Ausbildung, mit der wir in Deutschland ausgezeichnete Erfahrungen haben und die in vielen Ländern hohe Anerkennung findet.&#8220;</p>
<p>In den südeuropäischen Krisenländern Spanien, Italien und Portugal liegt die Jugendarbeitlosigkeit weit über dem EU-Durchschnitt. In der Studie &#8222;Youth Unemployment in Europe&#8220; analysieren die Autoren die Ursachen, bewerten vorgenommene oder geplante Reformen und zeigen konkrete Handlungsempfehlungen auf. Dabei warnen sie vor schlecht konzipierten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. &#8222;Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und staatliche Ausbildungsplätze sind erfahrungsgemäß keine starke Brücke in den Arbeitsmarkt. Der derzeitige Ansatz der EU, jedem Jugendlichen innerhalb von vier Monaten mit öffentlichen Mitteln irgendein Angebot zu machen, ist daher problematisch&#8220;, sagt Professor Dr. Clemens Fuest, Präsident des ZEW. &#8222;Die Länder sollten sich auf zielgerichtete Instrumente wie die Nachqualifizierung von Jugendlichen ohne Ausbildungsabschluss konzentrieren. Darüber hinaus muss auch die Qualität der Berufsberatung und Arbeitsvermittlung verbessert werden.&#8220;</p>
<p>Die Wissenschaftler des ZEW kritisieren zudem Arbeitsmarktregelungen, durch die es in vielen südeuropäischen Ländern zu einer Spaltung des Arbeitsmarktes gekommen sei. Während Festangestellte von starken Kündigungsschutzgesetzen profitieren, seien Berufseinsteiger oft nur befristet beschäftigt. Letztere leiden deshalb am meisten unter wirtschaftlichen Schwankungen. Während in Spanien bereits erste Maßnahmen zur Lockerung des Kündigungsschutzes greifen, seien in Italien und Portugal vergleichbare Schritte bisher nicht geglückt, mahnen die Experten.</p>
<p>Die Studie zeigt auch, dass Jugendliche in Südeuropa unter Defiziten in den Bildungssystemen leiden. Berufseinsteigern fehle es an Qualifikation, wodurch sich das Risiko der Arbeitslosigkeit erhöhe. Alarmierend sei zudem eine hohe Dropout-Rate: Im Vergleich zum EU-Durchschnitt geht ein deutlich größerer Teil der Jugendlichen frühzeitig aus Schule und Ausbildung ab. Außerdem werde an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbei ausgebildet. Da die Bildungssysteme sehr stark akademisch ausgerichtet sind, fehle es vor allem in den Ausbildungsberufen an Nachwuchs. Deshalb müsse jetzt die berufliche Bildung verbessert werden. Hierfür seien duale Ausbildungssysteme entscheidend, in denen Unternehmen eine starke Rolle spielen und zentrale Vorgaben für verlässliche Qualitätsstandards sorgen, so das Urteil der ZEW-Experten.</p>
<p>Rund 7,5 Millionen junge Europäer befinden sich derzeit weder in einer Beschäftigung noch in einer Ausbildung. Angesichts dieser alarmierenden Zahl wollen die Robert Bosch Stiftung und die Robert Bosch GmbH einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit leisten. In einem ersten Schritt hat die Stiftung das ZEW mit der vorliegenden Studie beauftragt. Auf Grundlage der von den Autoren identifizierten Ansatzpunkte werden Stiftung und Unternehmen in den kommenden Monaten weitere Projekte planen.</p>
<p>&#8222;Wer ohne Perspektiven ist, verliert das Vertrauen in die Politik, in seine Zukunft und in die Zukunft eines gemeinsamen Europas&#8220;, sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. &#8222;Die<br />
aussichtslose Lage von Millionen arbeitslosen Jugendlichen muss daher auch Wirtschaft und Zivilgesellschaft alarmieren. Wenn wir es nicht schaffen diese Generation gemeinsam aufzufangen, wird die Jugendarbeitslosigkeit weitere Folgen für die EU und unsere Demokratie haben. Befürchtet wird der Zulauf zu Rechtspopulisten. Hinzu kommt, dass Menschen, die auf Dauer in prekären Verhältnissen leben, keine Familie gründen und versorgen können und sich soziale Risikolagen verstetigen, unter Umständen über Generationen hinweg.&#8220;</p>
<p>&#8222;Wenn wir die Förderexpertise der Stiftung und unsere jahrelange Erfahrung in der Ausbildung junger Menschen bündeln, kann uns ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa gelingen&#8220;, erklärt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, das gemeinsame Engagement. &#8222;Eine qualifzierte Berufsausbildung verbessert nachweislich die Beschäftigungschancen junger Menschen. Deshalb sollten Unternehmen in Deutschland und den Krisenländern im engen Schulterschluss mit Zivilgesellschaft und Politik beherzt die Vorschläge der Studie aufgreifen.&#8220;</p>
<p>Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW), Mario Ohoven, erklärte anlässlich der Studien-Veröffentlichung in der vergangenen Woche: &#8222;Der deutsche Mittelstand begrüßt ein stärkeres Vorgehen gegen die alarmierende Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Es ist nicht länger hinzunehmen, dass in einigen unserer Nachbarländer mehr als jeder zweite Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos ist. Die gute Situation in Deutschland sollte uns nicht über die Probleme unseres Bildungssystems hinwegtäuschen. Heute kommen auf 2,6 Millionen Studierende nur noch rund zwei Millionen Azubis. Gleichzeitig suchen tausende mittelständische Betriebe händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften. Während der Akademisierung über Jahre das Wort geredet wurde, blieben notwendige Reformen der Dualen Ausbildung aus. Hier muss dringend umgesteuert werden. Das große Potenzial der jungen Menschen ohne Arbeit droht verloren zu gehen. Auf der anderen Seite leidet der deutsche Mittelstand unter zunehmender Fachkräfteknappheit. Wir unterstützen deshalb die Vorschläge des ZEW. Den jungen Europäern muss schnell eine Perspektive für einen Einstieg in Arbeit gegeben werden. Die Vorschläge zur Stärkung der beruflichen Mobilität weisen den richtigen Weg.“</p>
<p>Fotonachweis: joujou/pixelio.de</p>
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		<title>Deutschland mit geringster Jugendarbeitslosigkeit in der EU</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2014 06:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Erwerbslosigkeit von jüngeren Personen unter 25 Jahren hat im Vorjahresvergleich im Mai 2014 in der Europäischen Union um 8,2 Prozent abgenommen. Die Erwerbslosenquote liegt bei 22,2 Prozent. Die höchsten Quoten gibt es in Griechenland und Spanien mit über 50 Prozent. Im Vergleich dazu liegt sie in Deutschland bei 7,8...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erwerbslosigkeit von jüngeren Personen unter 25 Jahren hat im Vorjahresvergleich im Mai 2014 in der Europäischen Union um 8,2 Prozent abgenommen. Die Erwerbslosenquote liegt bei 22,2 Prozent. Die höchsten Quoten gibt es in Griechenland und Spanien mit über 50 Prozent. Im Vergleich dazu liegt sie in Deutschland bei 7,8 Prozent. Das ist nach wie vor die geringste Quote.</p>
<p>Dazu Frank-J. Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA): „Hier zeigt sich der Wert der dualen Berufsausbildung. Sie erleichtert jungen Menschen den Übergang ins Berufsleben und ist die solide Grundlage für einen erfolgreichen Berufsweg.“</p>
<p>Die duale Berufsausbildung sichert Unternehmen die frühzeitige Bindung künftiger Fachkräfte. Auch für die Auszubildenden hat sie Vorteile. Sie können sich bereits während der Ausbildung an ihrem späteren Arbeitsplatz beweisen. Diese beiderseitigen Vorteile widerspiegeln sich auch in hohen Übernahmequoten der Auszubildenden. Rund zwei Drittel aller Ausbildungsabsolventen wurden 2013 von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Die Chance, nach der Ausbildung eine Beschäftigung im Ausbildungsbetrieb aufzunehmen, ist damit in Deutschland so gut wie nie zuvor in den letzten 14 Jahren.</p>
<p>Diejenigen Auszubildenden, die nach der Ausbildung in den Sommermonaten arbeitslos werden, haben ebenfalls gute Chancen. Ihre Arbeitslosigkeit ist in der Regel nur von kurzer Dauer. Der Fachkräftebedarf der Wirtschaft ist hoch. Jugendliche mit einer Ausbildung finden in der Regel schnell eine Arbeit, zumeist bereits im Herbst.</p>
<p>Die guten Ergebnisse in Deutschland sind aber nicht einfach auf andere europäische Länder übertragbar. Unterschiedliche Rahmenbedingungen und nationale Voraussetzungen lassen das nicht zu. Aus diesem Grund sieht die BA ihre Aufgabe im System der Europäischen Arbeitsverwaltungen vor allem darin, ihre Erfahrungen zu berichten und das System der dualen Berufsausbildung zu erläutern. Jedes EU-Mitglied muss letztendlich selbst entscheiden, welche Elemente in sein Wirtschaftssystem passen. Erst wenn sich anderen EU-Staaten die Wirtschaft insgesamt erholt, werden auch dort die Perspektiven für junge Menschen steigen, ihren Platz im Arbeitsleben zu finden.</p>
<p>Zusatzinfos: Arbeitsmarktstatistik im Europäischen Vergleich</p>
<p>Bildnachweis: Joujou / pixelio.de</p>
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