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EM 2024 in Deutschland: Tourismusbranche profitiert 

Foto Europameisterschaft Berlin Olympiastadion

Das Olympiastadion in Berlin wird einer der Austragungsorte der Europameisterschaft 2024 sein (Bild: Pixabay)

Nachdem letzten September bekannt gegeben wurde, dass die Fußball Europameisterschaft 2024 in Deutschland ausgerichtet wird, kann sich die deutsche Tourismusbranche schon einmal auf ein betriebsames Jahr 2024 einstellen. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) stimmte damals in Nyon bei einer Enthaltung mit 12:4 für die deutsche Bewerbung, die sich damit gegen den Mitbewerber Türkei durchsetzte. 

10 Städte als Austragungsorte 

Diese zehn Spielorte können für den Zeitraum der EM mit einem größeren Gästeansturm rechnen: Berlin, München, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Frankfurt und Gelsenkirchen. Ein Umsatzplus in der Hotel und Gastronomiebranche kann hier erwartet werden. Zum Vergleich: Bei der Heim-WM 2006 verzeichnete alleine der DFB einen Nettogewinn von über 5Millionen Euro, in die Kasse des Fiskus flossen Mehreinnahmen von insgesamt 90 Millionen Euro.  

Auch 2024 dürfte Deutschland wieder finanziell profitieren. Von den zu erwartenden Gewinnen des Dachverbands UEFA bleiben immerhin 15 Prozent im Land. Die messbare Wirkung auf das Wachstum der deutschen Wirtschaft bleibt aber selbst bei einem solchen Großereignis begrenzt: 2006 machte der Effekt nur wenige Zehntelprozentpunkte aus. Die Wirkung blieb zudem regional begrenzt.  

Vorfreude noch begrenzt 

Noch spürt man hierzulande wenig Euphorie: Nach dem sportlichen Scheitern bei der WM letztes Jahr und einigen verbandsinternen Querelen pendelt Deutschland vor der EM zwischen Vorfreude und Fan-Wut. Bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft war zuletzt ein eher abnehmendes Zuschauerinteresse zu verzeichnen. 

Keine großen Investitionen im Vorfeld nötig 

Vor diesem Hintergrund beruhigt es, dass größere Investitionen in Deutschland für die EM nicht vonnöten sindAn den Stadien, die größtenteils schon Teil der WM 2006 waren, muss nicht viel verändert werden. Investitionen in Verkehrsprojekte sind auch nicht nötig, schreibt die UEFA. 

In Ländern, wo die Infrastruktur noch nicht in diesem Ausmaß vorhanden ist, kann eine Fußball EM oder WM ansonsten auch schnell zu einer großen finanziellen Belastung werden.  

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