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Digitalisierung: Wie bedroht ist die Mittelschicht?

In Zeiten der Digitalisierung stellen sich zahlreiche Arbeitnehmer die Frage, inwiefern diese deren Berufsfeld beeinflussen wird und was sie für ihre individuelle Zukunft am Arbeitsmarkt, aber auch in der Gesellschaft, bedeutet. Diese Frage wird natürlich berechtigterweise gestellt: Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass gerade jene Menschen, welche in Berufen arbeiten, die am ehesten automatisiert werden können, mit dem größten Risiko konfrontiert werden, nicht nur ihre Arbeitsstelle zu verlieren, sondern sich sogar in der Position wiederzufinden, dass ihre gesamte Profession überflüssig geworden ist.

Denn die Technologisierungswelle in zahlreichen Sektoren der Wirtschaft schreitet unaufhaltbar voran, während sich viele Leute fragen, was eigentlich aus den ganzen Menschen werden soll, deren Tätigkeit teilweise oder auch vollkommen von Maschinen, künstlicher Intelligenz und der Industrie 4.0 abgelöst werden wird.

Die Zukunft der Mittelschicht

Profitieren werden von der Digitalisierung höchstwahrscheinlich ausschließlich hochqualifizierte Personen mit außerordentlichen Skills, während sich andere Personen womöglich mit dem Thema der Arbeitslosigkeit befassen werden müssen.

Denn für Unternehmen sind die Vorteile der Digitalisierung unbestreitbar: Höhere Effizienz, weniger Ausgaben für Personal sowie höhere Profite aufgrund des gesteigerten Produktionsvolumens. Besonders jene Unternehmen, deren Arbeitsprozesse skaliert werden können, werden aufgrund der Digitalisierungswelle zukünftig die höchsten Gewinnzuwächse erzielen – wie etwa jene, welche deutsches Bier in China produzieren.

Interessanterweise werden, zusätzlich zu hochqualifizierten Jobs, auch eher einfache Tätigkeiten in der Gesellschaft weiterhin gebraucht werden: Ob Kellner, Friseure, Gärtner oder Automechaniker – am meisten bedroht von der Digitalisierung sind nicht diese Berufe, sondern jene, welche typischerweise vom Mittelstand besetzt werden. Dazu zählen beispielsweise die Berufsfelder des Buchhalters, Finanzbeamten, Informationstechnologen (abgesehen von Experten) sowie auch das große Feld der Naturwissenschaften, welches ebenfalls von der Automatisierung in vielen Bereichen betroffen sein wird.

Insbesondere fachliches Wissen wird in Zukunft generell weniger gebraucht werden, da dieses viel effektiver von Maschinen generiert, erweitert und anschließend zum Erfolg eines Unternehmens angewendet werden kann. Gefragt werden weiterhin Softskills bleiben, welche hauptsächlich in kommunikativen Berufen angewendet werden.

Die Gefahren der Digitalisierung

Doch die Digitalisierungswelle bedroht nicht nur eine weitreichende Anzahl an Berufen, sondern den gesellschaftlichen Zusammenhalt generell: Denn was wird passieren, wenn immer weniger Personen dem Mittelstand angehören, der Glauben daran verloren geht, dass man mit harter Arbeit gesellschaftlichen Aufstieg erfahren kann und viele Leute möglicherweise bemerken, dass zahlreiche Ausbildungen zwar Fachwissen vermitteln, jedoch oftmals nicht zum kreativen Denken anregen, welches gerade in Zukunft äußerst wichtig sein wird?

Das lässt sich derzeit natürlich nur antizipieren, wobei man definitiv schon jetzt prophezeien kann, dass die Mittelschicht in Zukunft mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert werden wird, welche es zu bewältigen gilt.

Heute noch tragendes Fundament der Wirtschaft und morgen vielleicht schon obsolet? Eine Frage, auf welche uns die digitalisierte Welt der Zukunft garantiert eine Antwort geben wird.

 

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