Generation Y und der Mittelstand
Die Generation Y denkt laut der Studie bei Mittelstand erst einmal an „Stillstand“. (Foto: pixabay)

Der Mittelstand hat ein Imageproblem in der Generation Y

Veröffentlicht: 04.07.2016

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Die jungen Menschen von heute, sind die Arbeitnehmer von morgen. Deshalb ist es umso wichtiger für die verschiedenen Arbeitsgeber dort Anklang zu finden. Dem Mittelstand fällt das oftmals nicht ganz so leicht. Das zeigt auch eine neue Befragung der Kommunikationsagentur A&B One von jungen Erwachsenden zur Wahrnehmung des Arbeitsmarktes. In 5 Fokusgruppen und 25 Tiefeninterviews wurden insgesamt 70 Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen zu ihren beruflichen Plänen, zur Wahrnehmung des Arbeitsmarkts und zum Image von Arbeitgebertypen befragt. Die zentralen Ergebnisse dabei sind: Viele Studenten denken bei Mittelstand erst einmal an „Stillstand“ und viele (ehemals) mittelständische Tugenden werden heute von Start-ups besetzt.

Mittelstand = Stillstand?

Junge Erwachsene sind groß geworden in einer globalisierten und zunehmend komplexen Arbeitswelt. Beim Eintritt in das Berufsleben hat die Generation Y laut der Studie daher nicht die oft unterstellte klare Agenda, sondern eher offene Fragen und widersprüchliche Erwartungen. Nachhaltigkeit meint da zunächst: in einer überkomplexen Welt nachhaltig sinnvolle Arbeit tun, etwas bewegen und etwas bewirken. Und natürlich gilt es auf dem globalisierten Arbeitsmarkt, eine gute Balance zwischen „Heim und Welt“ zu finden, wobei das Leben immer wichtiger wird, je sinnentleerter die Arbeit erscheint, so die Studie.

Der Mittelstand: „Forgotten“ statt „Hidden Champions“

Den unüberschaubaren Arbeitsmarkt ordnen die Absolventen klischeehaft und polarisierend. Große Konzerne setzen dabei die Maßstäbe, versprechen Sicherheit, Orientierung und ein Fortkommen auf klar definierten Laufbahnen. Start-ups sind dem gegenüber das Faszinosum, sie stehen heute für Aufbruch, Dynamik und Innovation. Dazwischen bleibt der Mittelstand eine oftmals verkannte Größe. Junge Erwachsene hegen für den mittelständischen Unternehmer zwar viel Sympathie, halten ihn aber als „Patriarchen“ fast für ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Der Mittelstand, so ein häufiger Eindruck, überlebt versteckt in der Nische, weil er es nicht zu mehr Größe gebracht hat. Mehr „Hidden“ also als „Champion“.

Employer Branding braucht neue Corporate Stories

Unternehmen mittlerer Größe können aber durchaus stimmige und attraktive Angebote für die Entwicklungsnöte und -wünsche der Generation Y machen. Sie stehen dann für persönliche Wertschätzung, für Arbeit mit Sinn und überraschende Perspektiven. Der deutsche Mittelstand hat in der jungen Generation allerdings ein massives Wahrnehmungs- und Imageproblem. Die dynamischen Veränderungen der Unternehmen, ihre globale Ausrichtung an den Schlüsselstellen der Wertschöpfungsketten und die neue Diversität in den Chefetagen müssen in den Köpfen der Zielgruppe sehr viel stärker verankert werden.

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