Türkei
Die überzogene Reaktion auf den Putschversuch in der Türkei schadet der Wirtschaft. (Foto: pixabay)

Türkei verunsichert den deutschen Mittelstand

Veröffentlicht: 21.07.2016

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Die aktuelle politische Lage in der Türkei ist mehr als unsicher. Nach dem Putschversuch des Militärs greift Präsident Erdogan hart durch und die Rechtsstaatlichkeit steht auf der Kippe. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen der Türkei mit Deutschland, der EU und weiteren Handelspartnern sind bedroht. Mit großer Sorge betrachtet deshalb auch der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) die Lage in der Türkei.

„Freier Handel und gute Geschäfte mit der Türkei setzen ein rechtsstaatliches Verhalten voraus.“

Dirk Bormann, Vorstandsvorsitzender des BWA, findet deutliche Worte: „Mit seiner drastischen Reaktion auf den Putschversuch von vergangenem Freitag verunsichert Präsident Erdogan die Unternehmen des deutschen Mittelstandes massiv. Er setzt die traditionell sehr guten Beziehungen deutscher und türkischer Firmen aufs Spiel.“ Zahlreiche Mitglieder des BWA, die in wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei stehen, seien „schockiert“, so Bormann weiter. Die politische Ebene sei dabei nicht von der wirtschaftlichen zu trennen. „Freier Handel und gute Geschäfte, so, wie wir sie uns wünschen und kennen mit der Türkei, setzen ein rechtsstaatliches Verhalten voraus. Alles andere ist Willkür“, heißt es aus der Berliner Zentrale des Verbandes. Willkür aber sei für die Entwicklung von wirtschaftlichen Beziehungen schädlich. Der BWA unterstützt daher dringend die Appelle der deutschen Politik, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren und sieht insbesondere auch die Europäische Union in der Pflicht, der Türkei deutlich zu machen, dass ein solches Verhalten auch in der „wirtschaftlichen Wertegemeinschaft EU“ nichts verloren hat.
Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e. V. wurde im Jahr 2003 gegründet und ist auf Bundes- und Landesebene wie auch in regionalen Internationalen Wirtschaftsclubs organisiert und in über 70 Ländern vertreten.

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