Preisanstieg beim Strom (Foto: Uwe Schlick/pixelio.de)
Die Preise für Strom sind in den letzten zwölf Monaten weiter gestiegen. (Bild: Uwe Schlick / pixelio.de)

Strompreise fallen – Netzentgelte steigen

Veröffentlicht: 12.01.2015

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Um durchschnittlich 4,3 Prozent sind die Strompreise seit Januar 2014 gefallen. Dies zeigt der regelmäßig veröffentlichte Strompreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e. V. (VEA). Grund für die Preissenkung sind die um rund 10 Prozent rückläufigen Großhandelspreise. Die Netznutzungsentgelte sind hingegen um rund 30 Prozent gestiegen. Immer noch zahlen Stromkunden in den neuen Bundesländern deutlich mehr.

„Trotz der gestiegenen Entgelte für die Netznutzung konnte durch den zunehmenden Wettbewerb unter den Stromanbietern und die um rund 10 Prozent rückläufigen Großhandelspreise eine durchschnittliche Preissenkung von 4,3 Prozent verzeichnet werden“, erläutert Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Für Unternehmen bietet dies großes Potenzial, Kosten beim Stromeinkauf einzusparen. „Es ist allerdings schwierig geworden, sich auf dem Markt zu orientieren“, so Stuke. Daher empfiehlt der Verband eine professionelle Energieberatung. Schnell und unkompliziert sind zum Beispiel Ausschreibungen über den vom VEA betriebenen Marktplatz VEA-Online.

Die preisliche Differenz der Angebote zwischen den alten Bundesländern (durchschn. 13,47 Ct/kWh) und den neuen Bundesländern (durchschn. 14,35 Ct/kWh) liegt bei rund 6,5 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gesunken. Der gesamtdeutsche Durchschnitt liegt währenddessen bei 13,65 Ct/kWh. Nach dem Vergleich des VEA sind die drei günstigsten Anbieter die Rheinische NETZGesellschaft in Köln (12,43 Ct/kWh), gefolgt von den Stadtwerken Kiel und dem e-netz in Darmstadt. Der teuerste Anbieter ist das Wemag Netz in Schwerin (15,92 Ct/kWh), gefolgt vom Schleswig-Holstein Netz in Quickborn und dem Netz Leipzig.

Der VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der bekannten 15 mittelspannungsseitig versorgten Abnahmefälle. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Bildnachweis: Uwe Schlick, pixelio.de

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