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Studien belegen: Monetäre Faktoren tragen nur kurzzeitig zur Leistungssteigerung und Motivation bei. Entscheidend sind intrinsische Faktoren (Foto: colourbox.de)

So funktioniert intrinsische Motivation

Veröffentlicht: 31.08.2015

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Mitarbeiter, die Dienst nach Vorschrift verrichten und zwischenzeitlich die abendliche Grillpartie mit den Kollegen planen, fallen oft unangenehm auf. Die Geschäftsführung wünscht sich Arbeitnehmer, die trotz sommerlicher Temperatur den vollen Arbeitseinsatz zeigen. Wie gelingt die Motivation der Angestellten?

Ein eigener Forschungszweig, der das Verhalten und Handeln von den Mitarbeitern erklärt und analysiert hat sich zu dieser Thematik entwickelt. In der Wissenschaft wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Intrinsisch motivierte Mitarbeiter handeln bzw. arbeiten aus eigenem Impuls heraus und die Arbeit wird als sinnvoll, freudvoll oder als schlichtweg interessant empfunden. Extrinsisch motivierte Mitarbeiter werden ausschließlich durch äußere Antrieb (siehe dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Korrumpierungseffekt) zur Arbeit angetrieben, d. h. die Arbeiten werden nicht um Ihrer selbst willen erledigt, sondern im Hinblick auf Geld, Anerkennung, oder zur Vermeidung von Bestrafung. Durch gezielte Mitarbeitermotivation und die individuelle Förderung von Ressourcen wird das Erreichen von Höchstleistungen ermöglicht.

Wie funktioniert die Intrinsische Motivation

Viele Studien beschäftigen sich mit den Auswirkungen von monetären Anreizen auf das Mitarbeiterverhalten. Geld wirkt als anziehender Pol und erzeugt eine kurzfristige Leistungssteigerung. Dieser Effekt klingt schnell ab und die Geschäftsführer müssen sich immer wieder neue Methoden einfallen lassen um die Mitarbeiter zu animieren. Da sich eine Erwartungshaltung und somit ein Effekt der Gewöhnung einstellt, wird das allgemeine Niveau immer mehr auf ein Minimum herabsenkt. Dennoch soll die extrinsische Motivation nicht grundsätzlich negiert werden, denn diese stellt einen gangbaren Weg dar, der auch in idealen Konstellationen anzutreffen ist. Trotz dessen sollte den extrinsische Elementen entgegen gewirkt werden. Die folgenden Maßnahmen haben sich in Bezug auf die intrinsische Mitarbeitermotivation bewährt.

Ein Arbeitnehmer erlebt eine positive Sinnerfahrung wenn der Hintergrund und der höhere Zweck des Handelns erfasst werden können, es kommt zugleich zu einer subjektiven Identifikation mit der Arbeit. Mangelt es an diesen Aspekten erscheint die eigene Präsenz inhaltsleer und eine gewisse Gleichgültigkeit bzw. Lethargie tritt ein. Die Autonomieerfahrung fördert zugleich die innere Motivation sowie die Eigeninitiative des Mitarbeiters. Um hierfür einen entsprechenden Rahmen zu schaffen, ist es notwendig, Zeit für Impressionen und somit Freiräume für kreatives Potential zu fördern. Auch die Steigerungserfahrung ist von prioritärer Bedeutung. Wenn die Aufstiegschancen gering sind lässt sich oft eine Stagnation oder gar ein Leistungsabfall beobachten. Arbeitgeber sollten die individuellen Möglichkeiten in Bezug auf die berufliche Weiterentwicklung gezielt befürworten um dieser negativen Entwicklung vorzubeugen. Neben der psychologischen Intervention sollte die Büroeinrichtung optimiert werden.

Ein optimal eingerichteter Arbeitsplatz unterstützt die Leistungsfähigkeit

Ein modern eingerichteter Arbeitsplatz gewährleistet das ideale Arbeitsumfeld mit Wohlfühlfaktor. Durch ergonomische Büromöbel werden die idealen Rahmenbedingungen für die optimale Arbeitseffizienz geschaffen. Ergonomische Büromöbel fördern den gesundheitlichen Aspekt, Fehlhaltungen führen zu Verspannungen und langfristig gesehen entstehen chronische Rückenbeschwerden.

Motivation, wertschätzung, arbeitsplatz
Gegenseitige Wertschätzung am Arbeitsplatz steigert die Motivation nachhaltig (Foto: colourbox.de)
Erfolg ist das Ziel!

Um die Gewinnmaximierung nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen, sollten die Geschäftsführer einige Regeln berücksichtigen. Sonst werden Erfolge nur unter Druck oder monetären Anreizen erzielt.

Die gegenseitige Wertschätzung und das Vertrauen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten in Bezug auf die Prozessoptimierung gezielt ausgebaut werden. Die Geschäftsleitung sollte darüber hinaus an ihrem eigenen Verhalten arbeiten und Ihre unmittelbare Vorbildfunktion ernst nehmen, denn die Mitarbeiter reflektieren das vorgelebte Verhalten. Der durch seine Faulheit bekannte Geschäftsführer wird auf Schwierigkeiten bei der Mitarbeitermotivation stoßen. Klare Ziel- und Aufgabenstellungen erleichtern die Arbeit. Konstruktive Kritik sollte ausdrücklich erlaubt sein. Diskussionen sollten stets im sachlichen Stil gehalten werden. Angestellte, die sich mit Ihren Unternehmen identifizieren können sind auch zu einer längerfristigen Zusammenarbeit bereit.

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