Differenzkontrakte im Mittelstand (Bild:https://pixabay.com/de/b%C3%B6rse-zahlen-wirtschaft-finanzen-1222518/)
Differenzkontrakte sind auch für Mittelständler und Kleinanleger attraktiv. (Bild: pixabay.com, Link: https://pixabay.com/de/b%C3%B6rse-zahlen-wirtschaft-finanzen-1222518/)

Sind CFDs (Differenzkontrakte) auch für Mittelständer interessant?

Veröffentlicht: 28.07.2016

Zurzeit ist der Handel mit CFDs, auch Differenzkontrakte genannt, der große Trend an den Finanzmärkten. Das Besondere dabei: Mit diesen Finanzprodukten lässt sich sowohl bei stark steigenden als auch bei stark fallenden Kursen Geld verdienen. Doch die Verlustrisiken sind ebenfalls hoch. Deshalb empfiehlt es sich sehr, vorab ausreichend Information einzuholen.

Die besonderen Chancen und Risiken dieser Finanzprodukte

Die Abkürzung „CFD“ steht für das Englische „contracts for difference“, zu Deutsch Differenzkontrakt. Mit diesen wird auf Kursveränderungen bei Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Währungen spekuliert. Im Gegensatz zu klassischen Aktien lässt sich mit CFDs nicht nur bei steigenden Kursen, sondern auch bei fallenden Märkten Geld verdienen, da auch auf einen fallenden Kurs ein Kontrakt abgeschlossen werden kann. Somit orientiert sich der mögliche Gewinn einzig an der Größe der Kursschwankungen.

Der zweite enorme Vorteil von CFDs besteht in der enormen Hebelwirkung der Kontrakte: Diese hat zur Folge, dass Anleger bei einem Gewinn von 100 Punkten beim Dax ihr Kapital schnell einmal verdoppeln können. Wer bei einem Dax-Stand von 4000 Zählern einen Kontrakt auf einen steigenden Index-Stand abschließt, der bekommt bei einem steigenden Kurs für jeden zusätzlichen Punkt einen Euro gutgeschrieben. Klettert der Dax beispielsweise auf 4100 Punkte, so ergibt dies einen Gewinn von 100 Euro.

Die Hebelwirkung des Differenzkontakts ergibt sich aufgrund der Tatsache, dass der Anleger lediglich eine Margin als Sicherheit hinterlegen muss, welche gewöhnlich nur ein Prozent des Basiswerts beträgt. Dies wären bei diesem Beispiel also lediglich 50 Euro. Somit beträgt die Rendite auf das eingesetzte Kapital ganze 200 Prozent. Doch die Risiken beschränken sich nicht auf die Margin. Fällt der Kurs beispielsweise auf 3750 Punkte, so ergibt dies einen Kursverlust von 250 Euro.

Sind Differenzkontrakte auch für mittelständische Anleger geeignet?

Momentan ist die Investitionsbereitschaft im Mittelstand auf einem Rekordhoch. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der deutschen CFD-Händler von 32.000 auf 43.000 erhöht. Da die Zugangshürden bei diesen Finanzprodukten in der Regel niedriger als in fast jedem anderen Segment des Finanzmarktes sind, interessieren sich auch immer mehr Klein- und Privatanleger für den Handel mit Differenzkontrakten. Hierbei stellt insbesondere die Möglichkeit zum Spekulieren mit vergleichsweise wenig Geld einen großen Anreiz dar, da sich viele Konten ohne eine Mindesteinzahlung eröffnen lassen. Darüber hinaus wurden CFDs von Anbeginn an auf das Interesse von Kleinanlegern zugeschnitten, was sich auch anhand entsprechender Kostenmodellen bemerkbar macht.

Der CFD-Handel wird oftmals als ein Spekulationsgeschäft betrieben. Es gibt jedoch auch Anleger, welche CFDs auch zu Absicherungszwecken nutzen, da sich mit diesen in kurzer Zeit hohe Erträge erzielen lassen. So eignen sich Differenzkontrakt auch zur Absicherung von Depots und macht sie somit ebenfalls für mittelständische Anleger interessant. Allerdings weisen Experten ausdrücklich darauf hin, dass für solch eine Verwendung von CFDs viel Disziplin und Kenntnis vonnöten sei.

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One thought on “Sind CFDs (Differenzkontrakte) auch für Mittelständer interessant?

  1. Was mich bei CFDs und auch den anderen neuen Anlagemöglichkeiten wie P2P-Krediten oder Investitionsplattformen für Start Ups stört, ist die fehlende Einordnung in bestehnende Risiko-Chance-Muster. Leider fehlt in der Öffentlichkeit noch die Wahrnehmung, dass alle diese Anlagen sehr riskant sind und einem Vergleich mit klassischen Anlagen in Aktien oder Renten kaum Stand halten können.
    Die zusätzlich fehlende Regulierung und Aufklärung der Anleger verschlimmern das Problem dann noch deutlich.

    Ich denke, hier muss etwas getan werden. Nicht nur für den Mittelständler, sondern auch für den Privatkunden.

    Mit den besten Grüßen

    Oliver

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