Evi Hartmann / pixelio.de

Schottland: Befürworter der Unabhängigkeit liegen vorn

Veröffentlicht: 28.08.2014

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Im zweiten Fernsehduell zum Thema „Unabhängigkeit Schottlands“ hat Regierungschef Alex Salmond allen Umfragen zufolge klar gesiegt. So konnte der der Befürworter einer Loslösung von Großbritannien während der Fernsehdebatte am 25. August rund 71 Prozent der Zuschauer überzeugen. Der frühere britische Finanzminister Alistair Darling, der für den Verbleib Schottlands bei London argumentierte, konnte bei dem live in der BBC übertragenen Duell nur 29 Prozent der Wähler auf seine Position vereinen. Insgesamt liegen die Gegner der Unabhängigkeit in allen Umfragen derzeit vorn.

Am 18. September entscheiden die Schotten darüber, ob sie zukünftig als souveräner Staat agieren werden oder weiter dem Vereinigten Königreich angehören werden. Gemäß Wahlverfahren sind alle britischen Staatsbürger im Alter von mindestens 16 Jahren mit Wohnsitz in Schottland abstimmungsberechtigt. Dazu zählen neben den in Schottland Geborenen auch Bürger aus anderen Teilen des Vereinigten Königreichs, die in Schottland leben (nach dem Zensus von 2001 etwa 410.000 Personen: 366.755 gebürtige Engländer, 32.049 Nordiren, 12.120 Waliser). Nicht wahlberechtigt sind gebürtige Schotten, die ihren Wohnsitz in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs haben (nach dem Zensus von 2001 etwa 790.000 Personen: 753.286 in England, 22.533 in Wales, 14.965 in Nordirland).Ebenfalls abstimmungsberechtigt sind Staatsbürger von EU-Staaten, die ihren ständigen Wohnsitz in Schottland haben.

In den vergangenen Monaten lieferten sich Befürworter und Gegner der Unabhängigkeitsbewegung ein Kopf-an-Kopf-rennen, jetzt setzen sich erstmal die Separatisten deutlich nach vorne. Das 843 gegründete Königreich Schottland war bis zur Verabschiedung des Vereinigungsgesetzes mit dem Königreich England im Jahre 1707 in unabhängiger Staat.

Bildnachweis: Evi Hartmann / pixelio.de

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