mIndex 2015: Einzigartige Studie in Deutschland zeigt SEO-Schwachstellen auf

Veröffentlicht: 29.05.2015

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Die deutsche Wirtschaft verschenkt durch SEO-Versäumnisse eigenes Umsatzpotenzial. Dieser Ansicht ist die Kölner mindshape GmbH und untermauert ihre Behauptung durch eine umfanassenden SEO-Branchenvergleich. 3.513 Unternehmenswebsites aus 15 Branchen wurden in Bezug auf Online Marketing im Allgemeinen und Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Speziellen unter die Lupe genommen – eine Fallzahl die diese SEO-Studie nach Aussage der Auftraggeber einzigartig in Deutschland macht.

Unter dem Titel „mIndex 2015. Welche SEO-Potenziale schlummern in Deutschlands Unternehmenswebsites?“ werden dabei die größten Optimierungsansätze aufgezeigt, die es für eine bessere Online Marketing Performance auszuschöpfen gilt. Der mIndex – ein von Mindshape entwickelter Index, der den Optimierungsgrad einer Website widerspiegelt – ermöglicht dabei den direkten Vergleich der untersuchten Websites und Branchen.

Die 33-seitige Studie richtet sich sowohl an Geschäftsführer und Entscheider in deutschen Unternehmen, Marketing-Verantwortliche, als auch an Online-Marketing-Experten und Suchmaschinenoptimierer.

Die Ergebnisse in Kürze

Insgesamt besteht in Bezug auf Online Marketing und Suchmaschinenoptimierung großer Nachholbedarf bei deutschsprachigen Unternehmen. Das gilt für alle untersuchten Branchen über alle Bundesländer hinweg. So liegt der durchschnittliche mIndex für alle untersuchten Domains lediglich bei 0,37. Der mIndex der schwächsten Domains liegt bei 0,13 – insgesamt weisen vier Domains diesen Wert auf. Die beste Domain kann immerhin einen mIndex von 0,79 aufweisen.

Im Ost/West-Vergleich sowie im Nord/Süd-Vergleich treten eher kleine Unterschiede zutage. Die untersuchten Unternehmen aus den südlichen Bundesländern weisen einen durchschnittlichen mIndex von 0,37 auf, die norddeutschen Bundesländer von 0,36. Etwas größer ist der Unterschied zwischen den neuen und den alten Bundesländern (mit Berlin) – der durchschnittliche mIndex für die ostdeutschen Bundesländer liegt bei 0,35, derjenige für die westdeutschen Bundesländer bei 0,37. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen sind ebenfalls eher gering und bewegen sich zwischen 0,33 (Baugewerbe) und 0,40 (Pädagogik & Ausbildung).

Bereits viele grundlegende SEO-Techniken werden von den untersuchten Unternehmen nicht genutzt. So sind bei nur 48 Prozent der URLs überhaupt Meta-Descriptions vorhanden. Insbesondere im Bereich Crawlability besteht enormer Nachholbedarf: Die robots.txt und die sitemap.xml – welche als Indikatoren für eine bewusste Suchmaschinen-Optimierung gesehen werden können – sind eher rar gesät. Nur 55 Prozent der untersuchten Websi-tes haben eine robots.txt und lediglich neun Prozent verfügen über eine sitemap.xml.

Doch nur wer Online-Inhalte den Suchmaschinen leicht zugänglich macht, kann sich erfolgreich in den Google-Suchergebnissen positionieren. Damit stehen sich sehr viele Unternehmen mit ihren aktuellen Websites in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung selbst im Weg, weil schlichtweg das notwendige Fundament fehlt.

Die Responsivität einer Website spielt mittlerweile eine große Rolle – täglich surfen Menschen mehr und mehr mit Smartphone und Tablet im Internet. Für deutsche Unternehmen besteht hier noch viel Nachholbedarf – mit 85 Prozent der untersuchten Websites ist ein Großteil nicht responsiv gestaltet und damit über mobile Endgeräte deutlich schwerer bis gar nicht rezipierbar.

Der Teilbereich Social Media spielt zwar für die Suchmaschinenoptimierung eine untergeordnete Rolle, sollte aber aufgrund seiner wachsenden Bedeutung dennoch nicht vernachlässigt werden. Lediglich bei 31 Prozent der untersuchten Websites ist das Facebook-Profil von der Startseite aus verlinkt, für das Twitter-Profil liegt dieser Wert bei 19 Prozent. In Bezug auf die Anzahl der Social Signals weisen die Tourismus- und Freizeitbranche sowie die Dienstleistungsbranche die stärksten Signale unter den 15 untersuchten Branchen auf. Nichtsdes-totrotz wird auch in diesen Branchen viel Potenzial verschenkt.

Insgesamt schnitten die untersuchten Unternehmen über alle Branchen und Bundesländer hinweg in den Bereichen Technik, OffPage-Optimierung und Content besser ab als in den anderen Teilbereichen. Dementsprechend besteht der größte Nachholbedarf in Bezug auf die Crawlability, die allgemeine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen sowie im Bereich Social Media. Suchmaschinenoptimierung gehört bei einem durchschnittlichen mIndex von 0,37 bei deutschsprachigen Unter-nehmen auch in 2015 noch immer nicht zum Stan-dard-Repertoire im Marketing-Mix. Die deutsche Wirtschaft verschenkt derzeit enormes Umsatzpotenzial mit ihren Unternehmenswebsites.

Zum Download der vollständigen Studie geht es HIER.

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4 thoughts on “mIndex 2015: Einzigartige Studie in Deutschland zeigt SEO-Schwachstellen auf

  1. Sehr guter Artikel – unbedingt die ganze Studie dazu durchlesen.
    Die darin getroffenen Aussagen kann ich nach 15 Jahren in der Branche voll und ganz bestätigen.

    Deutsche Unternehmen sind entweder noch nicht im Internet angekommen oder stehengeblieben in den 90er Jahren.
    Redet man mit Entscheidern, lautet die einzige Anforderung an das Online Marketing „Wir (meint damit sich selbst) müssen später alles selber machen können.“ – Rest Nebensache.

    Fängt man als Agentur nun an über die Wichtigkeit von Ladezeiten zu reden, dem Auszeichnen mittels der im Text erwähnten Microdaten und all dem anderen was zu einem durchzugsstarkem Online Marketing gehört, hat man sich damit garantiert aus der Auswahl gekickt.

    Dabei lassen sich viele der genannten SEO Schwachstellen bereits im Vorfeld identifizieren und korrigieren – z.B. durch die Auswahl der richtigen Agentur.

    Hier eine kleine Auswahl der Werkzeuge, die dabei behilflich sind zu beurteilen ob die eigene Suchmaschinenoptimierung auf dem Punkt liegt.

    Google PageSpeed Insights
    (https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/)
    Liefert Informationen über den erreichten Grad der Optimierung mittels eines Google Scores.

    Wer die technischen Details noch weiter verfeinern möchte auf greift zu GT Metrix
    (http://gtmetrix.com/dashboard.html)
    GT Metrix gibt nicht nur detailliertere Auskunft zu PageSpeed sondern informiert auch über die Ladezeit einer Website.
    Wichtig, denn spätestens nach 2 Sekunden verliert der Google Bot das Interesse und verlässt die Seite wieder – nicht ohne Folgen für zukünftige Besuche:
    http://seo.at/seitenladezeit-von-2-sekunden-als-schwellenwert-fuer-regelmaessige-crawls/.
    Zudem konserviert eine History-Funktion die Entwicklung der beobachteten Website – praktisch.

    Informationen zu den erwähnten Microdaten (Google nennt sie übrigens „structured data“) liefert Google’s Testing Tool
    (https://developers.google.com/structured-data/testing-tool/)

    Auch fehlerhafter HTML Code bremst Google aus. Noch immer kommt nicht jeder Validator zurecht mit HTML 5.
    Wer mit der überaus spartanischen Oberfläche leben kann, findet in Validatur.nu (https://html5.validator.nu/) einen verlässlichen Partner.

    Wer darauf achtet, die Maßgaben all dieser Werkzeuge konsequent umsetzen zu lassen, macht sich im Online Marketing glücklich und seiner Agentur das Leben schwer.

    Und wer einmal wissen möchte, wieviel Ideen und Know-How tatsächlich hinter dem Buzzword Suchmaschinenoptimierung steckt, ist eingeladen sich die beiden Case-Studies auf unserer Website http://www.binary-garden.com anzuschauen – garantiert frei von IT-Nerd-Jargon…

    Frank Hübner
    (Senior Programmer)
    http://www.binary-garden.com

  2. Die Studie bestätigt im Wesentlichen die Trends, die wir bereits Ende 2008 in unserer Online-Marketing Studie „Exzellenz auf einen Klick“ vorhersagten.
    Nachzulesen unter: http://www.mckinsey.de/sites/mck_files/files/akzente_0110_08.pdf.

    Auch damals stellte sich für Unternehmen schon die Frage „Wer soll das alles wissen?“.

    Lob auch an meinen Vorposter für die Linksammlung zum Thema QM. Die meisten davon verwenden wir ebenfalls. Die 2-Sekunden Regel hingegen war selbst bei uns im Hause neu und wir werden sie bei zukünftigen Projekten berücksichtigen.

    Ein zweites Lob für Ihre wirklich schöne Website.

  3. Hallo Achim,

    das Ergebnis ist nicht überraschend. Denn Fakt ist, dass SEO Geld kostet und nicht direkt bemerkbar für die Kunden ist. Sauberes und wirkungsvolles SEO benötigt Zeit und Geduld. Es liegt in der Sache der Natur, dass die Optimierung für Suchmaschinen ein niemals endender Prozess ist. Deshalb kann ich nur von Versprechungen warnen, wenn dem Kunden garantiert wird nach X Monaten bei Google auf Platz 1 zu landen. Wie im Artikel bereits beschrieben worden ist, sind es auch die Kleinigkeiten in der Onpage-Optimierung, die bereits Auswirkungen haben (können), wie die URL-Optimierung (lesbare URL, Anchor-Text, …). Es hilft besonders, wenn man für die Kunden optimiert, anstatt nur die Suchmaschinen ständig im Blick zu haben. Denn sind die Seiten besonders für Kunden optimiert, ergibt sich daraus meist auch die Optimierung für die Suchmaschinen nebenbei!

    Und glaube die Problematik des mobile friendly (Update von Google im April 15) dürfte in vielen Firmen jetzt ein neues Bewusstsein für SEO geschaffen haben. Denn – wie im Artikel auch bereits beschrieben – sind immer mehr Leute mobil unterwegs und das berücksichtigt Google nun auch in seinen Algorithmen und belohnt entsprechend die Webseiten, die für die mobile Nutzung optimiert sind.

    Und ich kann die Einschätzung nur teilen, dass die Social Medien immer wichtiger werden und dementsprechend die Firmen ein Augenmerk darauf legen sollten/müssen.

    Viele Grüße

    Christoph

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