BVMW fordert Abschaffung der Erbschaftsteuer

Forderungen des Mittelstandes 1: Ja zur Nachfolge

Veröffentlicht: 15.09.2017

Der Mittelstand wird oft als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Und die Zahlen belegen das: Mittelständische Unternehmen stellen 60 Prozent der heimischen Arbeitsplätze zur Verfügung und bilden 8 von 10 Azubis aus. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) richtet deshalb zentrale Verbesserungsvorschläge und Wünsche im Sinne des Mittelstands an die Politik. Um den wichtigsten Forderungen und Standpunkten Nachdruck zu verleihen, demonstrierte der BVMW kürzlich auch am Brandenburger Tor.

Erbschaftsteuer gefährdet Arbeitsplätze

Eine zentrale Forderung des Mittelstands, die dabei zum Ausdruck gebracht wurde, ist die Abschaffung der Erbschaftsteuer. Laut BVMW gefährdet diese die mittelständische Struktur der deutschen Wirtschaft. Außerdem bedroht sie Arbeits- und Ausbildungsplätze in familiengeführten Unternehmen. Hinzu kommt, dass ihre Bedeutung für den Staatshaushalt marginal ist: 2016 machte sie mit 6,9 Milliarden Euro nicht einmal ein Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus. Da aber in Familienunternehmen die Übertragung auf die nächste Generation durch den Kapitalabfluss der Erbschaftsteuer deutlich erschwert wird, könnte die Abschaffung der Steuer eine effektive und einfache Lösung bieten. Umfragen zeigen, dass sich die Mehrheit der Mittelständler eine Abschaffung wünscht. Für viele ist diese Frage sogar existentiell. Daher fordert der BVMW: Erbschaftsteuer abschaffen!

Kurz vor der Bundestagswahl stellt mittelstandinbayern.de die wichtigsten Forderungen des Mittelstandes an die Politik in Kurzform dar. Teil 2 folgt am Montag.

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