Amerika Startup
Jeder dritte Startup-Gründer würde jetzt lieber in Amerika gründen. (Foto: pixabay)

Startup-Gründung: Ach, wie schön ist Amerika

Veröffentlicht: 14.07.2016

Schlagwörter: , ,

Jeder dritte deutsche Startup-Unternehmer würde lieber in den USA gründen. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor. Diese besagt auch, dass nur etwa 44 Prozent der befragten Unternehmen noch einmal in Deutschland starten würden. „Das ist alarmierend“, so Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Doch woran liegt es denn, dass Deutschland so viel unbeliebter als Amerika bei der Startup-Szene ist? Dirks führt das vor allem auf die schwierige Finanzierung hierzulande zurück – vor allem für Unternehmen, die ihr Wachstum mit frischem Geld in Millionenhöhe anschieben wollen. Und so sehen das auch die Unternehmen selbst. 55 Prozent nannten die Finanzierung als großes Hemmnis, obgleich 47 Prozent der Startups angaben, dass sich ihre Situation in den vergangenen zwei Jahren verbessert habe.

Viele Angebote für Startups in Bayern

Dabei gibt es beispielsweise in Bayern auch viele Angebote für Unternehmensgründer. Beispielsweise das Startup- und Finanzierungsnetzwerk BayStartUp. Es hilft jungen Gründern sowohl durch ein Coaching-Programm, als auch bei der Finanzierung. Bei dem Coaching geht es darum, die Startups durch Workshops und Businessplan-Wettbewerbe finanzierungsreif zu machen. Sollte dieser Prozess erfolgreich sein, geht es zum nächsten Schritt: die Finanzierung. Als Finanzierungsnetzwerk bringt BayStartup die Gründer mit den Investoren zusammen. Mit rund 200 gelisteten Business Angels sowie circa 100 institutionellen Investoren ist es sogar eines der größten Finanzierungsnetzwerke in Deutschland. 2015 wurden circa 38 Millionen Euro Kapital an rund 49 Unternehmen in der Seed- und Wachstumsphase vermittelt. Katrin Striedacher von BayStartup sieht durchaus Potenzial im Freistaat: „Bayern ist vor allem durch den starken Mittelstand und die zahlreichen ansässigen DAX-Unternehmen ein attraktiver Standort für Startups. Die meisten Gründungen kommen ohnehin aus dem B2B-Bereich. Die jungen Unternehmen können somit hier in Bayern schnell Kooperationen schließen und haben viele Möglichkeiten, ihr Produkt sofort professionell zu vertreiben.“

Und auch der Digitalverband Bitkom will helfen. Um die Situation für Startups in Deutschland zu verbessern, will der Verband Weltkonzerne mit mittelständischen Firmen und Startups zusammenbringen. Chancen sieht Bitkom vor allem im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion. „Wir müssen dort ansetzen, wo Deutschland heute schon die Nase vorn hat“, so Bitkom-Präsident Dirks und nannte als Beispiele die Bereiche Auto, Logistik, Versicherer und Banken.

Informieren Sie andere Unternehmer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.