Preisanstieg beim Strom (Foto: Uwe Schlick/pixelio.de)
Die Preise für Strom sind in den letzten zwölf Monaten weiter gestiegen. (Bild: Uwe Schlick / pixelio.de)

Unternehmen müssen sich auf steigende Netzentgelte für Strom einstellen

Veröffentlicht: 21.04.2016

Schlagwörter: , ,

Die Netznutzungsentgelte für Strom sind in den letzten zwölf Monaten weiter gestiegen. Dies zeigt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA). Demnach legten die Stromnetzentgelte im Mittelspannungsbereich seit April 2015 durchschnittlich um 5,1 Prozent bzw. 0,17 ct/kWh zu. In der Niederspannung haben sich die durchschnittlichen Preise um 0,25 ct/kWh, also 4,2 Prozent, erhöht. Darüber hinaus gibt es noch immer zum Teil signifikante preisliche Unterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern.

Preise in der Mittelspannung steigen um 5,1 Prozent und in der Niederspannung um 4,2 Prozent

„Der Markt ist geprägt von volatilen Preisen, einer Vielzahl unterschiedlicher Angebote und neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen. Für Unternehmen ist es in diesem Umfeld überaus schwierig, die Möglichkeiten des Marktes optimal zu nutzen“, sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. „Um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, ist es sinnvoll, sich durch fachliche Beratung einen Überblick zu verschaffen.“ Bezogen auf alle am Preisvergleich beteiligten Netzbetreiber sind im Mittelspannungsbereich im Durchschnitt aktuell 3,53 ct/kWh zu bezahlen. Im Niederspannungsbereich beläuft sich dieser Betrag auf 6,23 ct/kWh. Zwischen den einzelnen Netzbetreibern kommt es jedoch zu erheblichen Preisunterschieden: Das Gefälle zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter beträgt bis zu 400 Prozent. Zudem werden im Netznutzungsentgeltvergleich auch regionale Differenzen festgestellt: So ist das Preisniveau in West- und Norddeutschland bedeutend niedriger als im Süden und in den neuen Bundesländern.

Enorme Preisunterschiede zwischen einzelnen Netzanbietern von bis zu 400 Prozent

Die niedrigsten Netzentgelte für Strom werden laut dem Preisvergleich bei der Stromversorgung Ismaning, den Stadtwerken Waldkirchen und den Stadtwerken Landsberg fällig. Die Netzbetreiber mit den höchsten Stromnetzentgelten sind die Elektrizitätswerke Hindelang, die Niedersachsen Ports in Emden und die Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten. Beim Preisvergleich des VEA werden die Stromnetzentgelte von 839 Netzbetreibern in Deutschland untersucht, wodurch die Studie einen hohen Repräsentationsgrad erreicht.


Also published on Medium.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.