Unterstützung für Digitalisierung im Mittelstand
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (3.v.l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen (3.v.r.) starten die Initiative gemeinsam mit (v.l.n.r.) Semjon Rens, Public Policy Manager, Facebook; Marc Steffen Wrage, Leiter Geschäftskundenstrategie, Telekom Deutschland; Martin Wild, Chief Digital Officer (CDO), MediaMarktSaturn Retail Group, sowie Barbara Wittmann, Direktorin Recruiting-Lösungen und Mitglied der Geschäftsleitung LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. (Foto: Goran Gajanin)

Prominente Unterstützung für den digitalen Mittelstand

Veröffentlicht: 11.04.2017

Die Digitalisierung des bayerischen Mittelstands geht schleppend voran – höchste Zeit also für eine neue Digitalisierungsoffensive! Frischen Wind und tatkräftige Unterstützung für die digitale Transformation kleiner und mittelständischer Unternehmen verspricht eine neue Initiative der IHK für München und Oberbayern unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Unter dem Motto „Pack ma’s digital – gemeinsam in die digitale Zukunft“ will die Initiative Wege aufzeigen, durch die Mittelständler die Digitalisierung ihrer Unternehmen vorantreiben können. Wichtigen Input geben dabei die fünf prominenten Partnerunternehmen Facebook, Giesecke&Devrient, LinkedIn, MediaMarktSaturn Retail Group und Telekom Deutschland.

Praxisnahe Anregungen sollen ungenutzte Potenziale aufzeigen
Wie dringend die bayerische Wirtschaft solche Initiativen braucht zeigen aktuelle Umfragen. So ergab beispielsweise eine Befragung der Innovation Alliance (mittelstandinbayern.de berichtete), dass sich die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen erst am Anfang des digitalen Wandels sieht. Lediglich zwölf Prozent der Befragten waren der Meinung, sie hätten bereits die Hälfte des Weges zur Digitalisierung geschafft. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine IHK-Umfrage, der zufolge sich nur sieben Prozent der Unternehmen als digital voll entwickelt einschätzen.

Laut Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, liegt in den Unternehmen noch viel Potenzial brach. Die Initiative solle den Betrieben deshalb „ganz praxisnahe Anregungen geben, unter anderem zur Verwendung von Social Media zur Fachkräftegewinnung, zum Vertrieb über digitale Plattformen und zur IT-Sicherheit“. Zu diesem Zweck startete die Initiative vergangene Woche in München eine Roadshow, die bis Ende April noch vier weitere Stopps in Oberbayern einlegen wird. Darüber hinaus werden ab Mai bis Jahresende zahlreiche Webinare und Workshops angeboten.

Wichtige Ergänzung zu existierenden Förderprogrammen
Beim Auftakt-Event in München lobte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) die Initiative als wichtige Ergänzung zum Digitalbonus (mittelstandinbayern.de berichtete), mit der die bayerischen Mittelständler noch besser erreicht werden können. Darüber hinaus hob er die Bedeutung der fünf Partner hervor: „Die beteiligten Partnerunternehmen verfügen über das Digital-Know-how und können unsere kleinen und mittleren Unternehmen so fit für die Zukunft machen.“

Bei der digitalen Fachkräftegewinnung und der mobilen Kundenansprache ist beispielsweise Facebook eine effektive und kostengünstige Lösung für Mittelständler. Doch auch die weitverbreiteten Sicherheitsbedenken gegenüber digitalen Prozessen stehen im Fokus der Initiative und werden insbesondere von Giesecke&Devrient thematisiert: „Als globales Unternehmen mit lokalen Wurzeln helfen wir dabei, den Standort Bayern und seine Betriebe vor Cyber-Risiken zu schützen und sie wettbewerbsfähig zu halten”, erklärt Christian Schläger, Head of Cyber Security Mobile Security bei Giesecke&Devrient.

Weitere Informationen zu den Terminen und Inhalten der Roadshow, Webinare und Workshops sind auf der Webseite der IHK München zu finden.

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One thought on “Prominente Unterstützung für den digitalen Mittelstand

  1. Es freut mich natürlich dass es jetzt solch eine Initiative gibt, der Mittelstand ist immer noch das Rückrat unserer heimischen Wirtschaft und auch der Wirtschaft in Deutschland. Der digitale Wandel stellt vor allem kleinere und mittlere Unternehmen vor Herausforderungen. Als Beispiel fällt mir hier die angekündigte ISDN-Abschaltung ein. Bald wird nur noch mittels IP-Technik telefoniert. Das bietet zwar einige Vorteile, da verschiedene Anwendungen wie beispielsweise Call Center integriert werden können, dennoch stellt die Umstellung auf die neue Technik eine Herausforderung dar, vor allem wenn es eine recht alte Telefonanlage ist, wie bei uns. Wir haben uns dann noch einiger Recherche und Überlegungen für die Firma pascom (https://www.pascom.net/) aus Deggendorf entschieden. Dies ist freilich nur ein Aspekt der Digitalisierung, für aber einer der wichtigsten. Viele Anfragen und auch der Vertrieb laufen meist noch über das Telefon.

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