Eu, Export
Dienstleistungen gewinnen weltweit an wirtschaftlicher Bedeutung und somit auch ihr Export. (Foto: pixabay)

Große Hürden beim Dienstleistungsexport in der EU

Veröffentlicht: 29.07.2016

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Fehlende Vertriebsstrukturen, bürokratische Hindernisse und rechtliche Auflagen – die Entsendung von Mitarbeitern beim Dienstleistungsexport im EU-Binnenmarkt ist für Unternehmen mit großen Hürden verbunden. Das ist das Ergebnis einer Studie des BIHK unter 449 Unternehmen. Mirjam Dobmeier von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt war an der Studie beteiligt. Dobmeier erklärt: „Bürokratische Auflagen bei der Mitarbeiterentsendung und das unterschiedliche Steuerrecht innerhalb der EU sind die größten Exporthindernisse. Darunter leiden nicht nur klassische Dienstleister, sondern auch die Industrie.“ Nach der Umfrage bieten 78 Prozent der teilnehmenden produzierenden Unternehmen in Bayern, die im Ausland aktiv sind, heute bereits Dienstleistungen an. Jedes fünfte Unternehmen sieht es jedoch als problematisch an, im Zielland Vertriebsstrukturen aufzubauen. Zudem klagen 18 Prozent der Dienstleistungsunternehmen über mangelnde rechtliche Sicherheit beim Dienstleistungsexport. Bei der Entsendung von Mitarbeitern ist für 20 Prozent Dienstleistungsunternehmen die Erfüllung bürokratischer Hürden eine Herausforderung. 18 Prozent der Dienstleistungsunternehmen klagen außerdem über komplexe steuerliche Vorgaben im Exportland.

Bürokratische Hindernisse und komplizierte rechtliche Auflagen

Dienstleister benötigen einen schnellen und einfachen Überblick über die bürokratischen Barrieren, denen sie im Binnenmarkt begegnen. Abhilfe soll da das neue Internetportal „Dienstleistungskompass.eu“ schaffen. Es soll künftig Unternehmen leicht verständlich über die Entsendung von Mitarbeitern in der EU informieren. Tipps und Infos soll es zu allen wichtigen Punkten von Arbeitsrecht bis Rechnungsstellung geben.

Neues Internetportal „Dienstleistungskompass.eu“

Die EU-Kommission will den Unternehmen einen Dienstleistungsausweis anbieten, um ihnen ihre grenzüberschreitenden Geschäfte in Europa zu erleichtern. Der Dienstleistungsausweis soll den Informationsaustausch unter den Behörden fördern, zu einer schnelleren Berufsanerkennung führen, Gesetze harmonisieren und die Digitalisierung vorantreiben. Strittig sind noch die Details. Derzeit läuft eine Konsultation der EU-Kommission, die klären soll, was sich die Wirtschaft von diesem Pass erwartet. Die Unternehmen warnen, dass über den Ausweis, der Bürokratie bekämpfen soll, nicht noch mehr Bürokratie entsteht.

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