Ein gesundes Arbeitsumfeld trägt auch zur Gesundheit der Angestellten bei (Bild: Pixabay)

Gesunde Beschäftigte = Gesundes Unternehmen?

Veröffentlicht: 11.07.2017

In den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels, der sich nach Prognosen noch weiter verschärfen wird, haben viele Betriebe eine recht dünne Personaldecke. Qualifizierte Arbeitnehmer zu finden und auch an das Unternehmen zu binden, ist daher für die Unternehmer wichtiger denn je. Doch was tun, wenn Mitarbeiter aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit ausfallen?

Dies kann gerade für kleinere Unternehmen zur Belastungsprobe werden, da die entstehende zusätzliche Arbeitslast unter den Kollegen geteilt werden muss und neue Mitarbeiter nur schwer oder mit deutlicher Verzögerung verfügbar sind. Daher sollten sich auch kleinere Unternehmen über ein betriebliches Gesundheitsmanagement für ihre Angestellten Gedanken machen.

Wie man dieses auch im kleinen Unternehmen erfolgreich gestalten kann, wurde vergangene Woche in einem Webinar von vitaliberty vorgestellt. Das vorgestellte Projekt Gesunder Mittelstand (GeMit) des BVMW und verschiedener Kooperationspartner widmet sich der Einführung von Maßnahmen einer betrieblichen Gesundheitsförderung vor allem in kleineren Unternehmen. Indem es unter den Teilnehmern Betriebsnachbarschaften knüpft, die gemeinsam in einem begleiteten Rahmen ihr betriebliches Gesundheitsmanagement angehen, werden sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Gesundheit der Angestellten langfristig im Unternehmen verbessert. Durch die Unterstützung bei der Einführung einer nachhaltigen Strategie und der Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeitsbedingungen können die teilnehmenden Unternehmen hierbei auf vielfältige Weise profitieren. Dazu werden im Rahmen von GeMit auch die Beschäftigten für einen gesunden Lebens- und Arbeitsstil sensibilisiert. So kann zu einem insgesamt gesünderen Unternehmen beigetragen werden.

Krankenstände durch gesünderen Lebens- und Arbeitsstil verringern

Denn Krankenstände und Lohnfortzahlungen können eine nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung für kleinere Unternehmen darstellen. Durch die Gestaltung eines gesunden Arbeitsumfelds und einem gesunden Lebensstil kann jedoch vielen Krankheiten vorgebeugt werden. Hier ist auch die psychische Komponente wichtig. Weitgehend stressfreies Arbeiten entlastet beispielsweise die Arbeitnehmer und nutzt somit auch dem Unternehmen. Statistiken zeigen nämlich, dass sich die Ausfalltage aufgrund psychischer Krankheiten sich im Zeitraum von 2001 bis 2012 in Deutschland fast verdoppelt haben. Eine betriebliche Gesundheitsförderung kann dem entgegenwirken und helfen, die Arbeitsfähigkeit im Unternehmen zu erhalten.

Umfragen ergeben zudem, dass Arbeitnehmer ein gesundes Arbeitsumfeld und stressfreies Arbeiten sehr an ihrem Arbeitgeber schätzen. Eine gesundheitliche Förderung lohnt sich also für die Unternehmen gleich doppelt.

Weitere Informationen über das GeMit Projekt und seine Partner finden Sie unter www.bvmw.de/gemit.

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