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Achim von Michel, Herausgeber des Online-Unternehmermagazins mittelstandinbayern.de

Gesund in den Herbst mit GeMit

Veröffentlicht: 28.07.2016

Wir Menschen verbringen heutzutage einen Großteil unserer Zeit am Arbeitsplatz. Nicht zuletzt deshalb sollte das Arbeitsumfeld so gestaltet werden, dass es dem Erhalt und der Förderung unserer Gesundheit zugutekommt. Davon profitiert nicht nur jeder Mitarbeiter persönlich, sondern es ist vor allem auch eine Investition in die Zukunft des Unternehmens. Denn jeder Unternehmer und Arbeitgeber weiß: Der Schlüssel zu Unternehmenserfolg liegt insbesondere in motivierten, produktiven und gesunden Mitarbeitern. Viele größere Firmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt und sich dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und Maßnahmen der Gesundheitsförderung verschrieben. Dabei stehen die Schaffung von gesundheitsgerechten Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz sowie die Motivation der Mitarbeiter, sich gesundheitsbewusst und -gerecht zu verhalten, im Vordergrund. Zahlreiche Studien haben bereits gezeigt, dass sich mit betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention sowohl Kosten reduzieren als auch die Gesundheit der Beschäftigten verbessern lassen. Unter anderem können die Fehlzeitenraten von Beschäftigten durch Programme der Gesundheitsförderung um durchschnittlich 25 Prozent reduziert werden. Noch sind es aber vor allem die kleineren und mittelständischen Unternehmen, die die Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung nur unzureichend ausschöpfen. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar: Sie haben oft nur wenige Mitarbeiter und einen begrenzten personellen sowie finanziellen Handlungsspielraum.

logo gemitGenau an diesem Punkt will das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit dem Projekt „Gesunder Mittelstand Deutschland“ (GeMit) ansetzen, welches vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet wird, ansetzen: Damit auch kleinere und mittlere Unternehmen von den Vorteilen der Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung profitieren können, werden im GeMit-Projekt bundesweit Betriebsnachbarschaften gegründet. So können auch kleinere und mittlere Unternehmen im Verbund eine Vielzahl an Maßnahmen nutzen, die sie alleine nicht umsetzen könnten. Ein BVMW-Koordinator vor Ort und ein Gesundheitscoach betreuen über zweieinhalb Jahre je eine Betriebsnachbarschaft mit bis zu zehn Unternehmen und entwickeln bedarfsorientiert und überbetrieblich gesundheitsfördernde Maßnahmen.

GeMit München Projektteam
GeMit Kick-Off-Meeting in München: hintere Reihe (v.l.n.r.) – Thomas Wächter (Manamak), Andreas Lenge (Intsingo), Stephan Sarközy (Vitaliberty), Klaus Hülpüsch (BIG Direkt), Rafaela Kaiser (BIG Direkt); vordere Reihe (v.l.n.r.) – Dagmar Niedermeier (Johannesbad Kliniken), Simone Damschek (Forum Arbeitsgesundheit), Rolf Hartl (Garmin Deutschland), Achim von Michel (BVMW Bayern), Constantin Svoboda (Legial)
Auch im Münchner Osten wird nun solch eine Betriebsnachbarschaft entstehen, um kleine und mittelständische Unternehmen für die betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention zu motivieren. Mit dem Transferprojekt „GeMit München“ wird den teilnehmenden Firmen ein bedarfsorientiertes, überbetriebliches und vor allem lokales Angebot an verschiedenen Maßnahmen ermöglicht und darüber hinaus ein Austausch der Unternehmen untereinander etabliert und gefördert. Neben dem BVMW wird die Betriebsnachbarschaft von der Krankenkasse BIG direkt gesund sowie dem Forum Arbeitsgesundheit betreut und von erfahrenen Partnern des Gesundheitswesens unterstützt. Teilnehmen am Projekt können alle interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in den östlichen Stadtteilen und Landkreisen München ansässig sind. Im Rahmen des Projekts findet am 26. Oktober 2016 eine Auftaktveranstaltung statt, bei der alle Projektbeteiligten in Diskussionen, Vorträgen sowie an Ausstellungsständen über die die genauen Inhalte, Vorgehensweisen und Maßnahmen des Projekts sowie über die die Förderung und Finanzierung der einzelnen Maßnahmen informieren. Weitere Informationen zu der Veranstaltung, dem Programmablauf sowie zur Anmeldungen finden Sie hier.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Achim von Michel

Herausgeber, mittelstandinbayern.de


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One thought on “Gesund in den Herbst mit GeMit

  1. Sehr tolles und untersützenswertes Vorhaben!

    Oftmals sind es aber auch die kleinen Betriebe, die bisher gar nicht den Blick auf diese Art der Mitarbeiterförderung geworfen haben. Vielleicht ist diese Initiative auch ein Anstoß.

    Herzliche Grüße

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