Fahrtzeiten für Pendler in Deutschland steigen weiter an

Veröffentlicht: 24.10.2014

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Deutsche pendeln heute mehr als noch vor wenigen Jahren: Sie sind im Durchschnitt 27 Minuten unterwegs zur Arbeit – in 2012 waren es noch 26 Minuten, 2010 nur 21 Minuten. Dieser Trend spiegelt sich auch im globalen Vergleich wider: Weltweit brauchen Arbeitnehmer im Schnitt fünf Minuten länger ins Büro als noch vor zwei Jahren. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von Regus, einem globalen Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen. Dabei standen mehr als 22.000 Befragte in 100 Ländern Rede und Antwort.

Viele Deutsche kämpfen mit langen Anfahrtswegen: Um in ihr Büro zu kommen, benötigen 30 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 15 und 30 Minuten. Ganze 19 Prozent müssen sogar bis zu einer Dreiviertelstunde Fahrzeit einkalkulieren. Ähnlich verhält es sich in Österreich und der Schweiz: 24 Prozent der Schweizer und 22 Prozent der Österreicher müssen bis zu 45 Minuten Zeit einplanen, um ihr Büro zu erreichen. Weltweit den längsten Geduldsfaden benötigen Arbeitnehmer in Belgien: Die Mehrheit (31 Prozent) braucht über eine Stunde zum Arbeitsplatz. Am schnellsten gelangen Berufstätige in Zypern in ihr Büro: 67 Prozent benötigen maximal 15 Minuten.

Viele suchen auf der Fahrt zur Arbeit nach Ablenkung. Mit Smartphone und Co. hören 63 Prozent der deutschen Pendler Musik, 59 Prozent erledigen Telefonanrufe, 54 Prozent pflegen Kontakt zu Familie und Freunden und 52 Prozent lesen tagesaktuelle Nachrichten. Wenige Aktivitäten sind auf die Arbeit ausgerichtet, wie etwa das Lesen von E-Mails (35 Prozent) oder wichtiger Dokumente (20 Prozent). Eher selten werden unterwegs Möglichkeiten zum Online-Shopping genutzt (fünf Prozent).

„Es ist schade, dass immer mehr Zeit für Pendelfahrten verloren geht“, sagt Michael Barth, Geschäftsführer von Regus in Deutschland. „Fast alle Berufstätigen würden lieber in einer professionellen Arbeitsumgebung tätig sein, die deutlich näher an ihrem Wohnort liegt. Das reduziert Pendelzeiten, steigert die Produktivität und verbessert die Work-Life-Balance erheblich.“

Bildnachweis: Rainer Sturm, pixelio.de

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